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Fußball | RegionalligaRot-Weiß Erfurt schießt Chemnitzer FC ab17. Spieltag

08. Dezember 2023, 21:16 Uhr

Der FC Rot-Weiß Erfurt hat sich mit einem spektakulären Erfolg gegen den Chemnitzer FC aus der Krise geschossen. Die Sachsen führten schnell mit zwei Toren - und gingen dennoch unter.

In einem denkwürdigen Spiel hat der FC Rot-Weiß Erfurt den Chemnitzer FC am Freitagabend mit 7:2 nach Haus geschickt. Die Thüringer trotzen einem schnellen 0:2-Rückstand und drehten die Partie auch dank eines herrlichen Fallrückziehers. Für Erfurt ist es ein Befreiungsschlag. Der letztjährige Dritte hatte in dieser Saison in den vergangenen zehn Partien nur einmal gewinnen können. Chemnitz kassierte die dritte Niederlage in den jüngsten vier Begegnungen.

2:0 für Chemnitz nach sechs Minuten

Die erste halbe Stunde war nur schwer zu toppen: Chemnitz führte durch zwei Abstauber schnell mit 2:0. Erst nutzte der lange Verteidiger Felix Müller einen Lattenfreistoß von Leon Damer (3.), dann schob Leon Ampadu ein (6.). Zuvor hatte der neue CFC-Stammkeeper Plath zunächst bei einem Abstoß gepatzt und dann glänzend einen Schuss von Stephan Mensah abgewehrt. Am Ende fiel es nicht ins Gewicht, dass der freie Mensah seine Mitspieler übersah. Vor allem links Ampadu.

Da war die Welt für den CFC noch in Ordnung: Felix Müller (re.) köpft die Führung. Bildrechte: PICTURE POINT / Gabor Krieg

Erfurt gleicht bis zur Pause aus

CFC-Trainer Christian Tiffert reagierte auf die Treffer dezent. Als ob er ahnte, was dann kam. Es dauerte acht Minuten, da bewarb sich Michael Seaton um das "Tor des Monats". Er brachte Erfurt mit einem herrlichen Fallrückzieher heran. Dann holte Arthur Mergel gegen Robert Zickert einen nicht ganz unumstrittenen Freistoß heraus. Den zog Erik Weinhauer an den zweiten Pfoten, wo Caniggia Elva viel zu frei das 2:2 köpfte (30.). Erfurt verdiente sich den Ausgleich, weil die Elf von Fabian Gerber das 0:2 schnell verdaute und dann immer wieder den Weg nach vorne suchte.

Caniggia Elva (am Boden) köpft den 2:2-Ausgleich für Erfurt. Bildrechte: PICTURE POINT / Gabor Krieg

Nach dem Wechsel spielt sich Erfurt in einen Rausch

So ging es auch nach dem Wechsel weiter. Mit dem Unterschied, dass Chemnitz nun keine zwei Tore schoss, sich in der Abwehr einige Blöße leistete und auch der junge Keeper Stanley Birke (18) in seinem erst fünften Regionalliga-Spiel nicht immer sicher wirkte. So prasselte ein Torreigen in den zweiten 45 Minuten auf die Himmelblauen ein.

CFC-Kapitän Robert Zickert versuchte sein Team wachzurütteln. Bildrechte: Picture Point

Doppelpack von Elva und Seaton

Beim 3:2 von Elva sah Birke nicht gut aus (53.). Elvas zweite Tor, da wurde er seinen Vornamen Caniggia und Ginola in Andenken an die die Top-Stürmer Claudio Caniggia (Argentinien) und David Ginola (Frankreich) gerecht. Michael Seaton stellte mit seinem ebenfalls zweiten Treffer auf 4:2 (61.).

Danach nutzte Hajrulla einen an ihm selbst von Birke verursachten Foulelfmeter (67.). Und schließlich gelang dem gerade eingewechselten Erfurter Joker Maxime Langner ein Blitz-Doppelpack (76./77.) zum späteren Endstand. Chemnitz fand kaum statt nach der Pause. RWE spielte sich in einen Rausch.

CFC ging nicht das erste Mal in dieser Saison unter

Es ist der höchste Regionalliga-Erfolg seit einem 7:1 gegen die VSG Altglienicke im Dezember 2018. Das von Finanzproblemen gebeutelte Chemnitz hatte bereits in dieser Vorrunde in 1:6 bei Aufsteiger Hansa Rostock II kassiert.

Vor dem Spiel zündeten CFC-Anhänger Böller und trafen mit einem fast den eigenen Torwart Stanley Birke. Bildrechte: PICTURE POINT / Gabor Krieg

Weitere Stimmen zum Spiel

Das ganze Spiel in voller Länge relive

cke

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 09. Dezember 2023 | 16:00 Uhr

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