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Schema der einfach aufgebauten Flüssigmetall-Batterie. Bildrechte: HZDR/blaurock markenkommunikation

Forschung am HZDRDresdner entwickeln besonders nachhaltige Batterie-Art

Stand: 04. März 2022, 10:50 Uhr

Sie könnte ein Baustein der Energiewende werden: eine neuartige Batterie, die am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf ersonnen wurde. Denn der Stromspeicher auf der Basis von Natrium und Zink lässt sich leicht recyceln.

Die innovative Batterie wurde von Juhan Lee im Rahmen des Solstice-Projekts entwickelt. Dabei sollen neuartige Stromspeicher auf der Basis von flüssigem Natrium und flüssigem Zink entstehen. Die Entwicklung hat einen einfachen Aufbau und wäre daher auch in Serienproduktion auf Hightech-Fertigungslinien herzustellen. Der Preis der Batterie basiert also zum großen Teil auf den Materialkosten.

Guter Puffer für erneuerbare Energien

Ein weiterer Vorteil der neuartigen Batterie liegt laut ihren Entwicklern in ihrer Wiederverwertbarkeit, da sie sich leicht in ihre einzelnen Bestandteile zerlegen lässt. "Andere Batteriekonzepte basieren auf ziemlich intensiven Materialmixen auf Nanometer-Ebene", erklärt Dr. Tom Weier vom Institut für Fluiddynamik des HZDR. Dies erfordere beim Recyceln viel Energie, was bei der Rossendorfer Entwicklung anders sei.

Allerdings lässt sich der neue Batterientyp wegen der hohen Arbeitstemperatur nicht in tragbaren Geräten wie Smartphones oder Laptops verwenden - auch für Autos ist er aufgrund der nötigen Wärmedämmung eher unpraktisch. Stattdessen sollen die Batterien genutzt werden, wo große Anlagen ständig Energie speichern und wieder abrufen, wie Juhan Lee erläutert: "Nämlich als Pufferspeicher zur Stabilisierung des Energiesystems." Da erneuerbare Energiequellen wie Sonne und Wind nicht rund um die Uhr gleichmäßig zur Verfügung stehen, könnten die Flüssigmetall-Batterien gut als Puffer für sie fungieren.

cdi/pm

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