Nachrichten & Themen
Mediathek & TV
Audio & Radio
Klima & UmweltMedizinPsychologieWeltraumGeschichteNaturwissenschaftBildung
Das startende Starship von SpaceX. Bildrechte: imago images/UPI Photo

RaumfahrtStarship-Explosion: FAA legt Bericht zum Fehlstart vor

29. Februar 2024, 15:13 Uhr

Die US-Luftfahrtbehörde hat den Bericht zur Explosion beim zweiten Startversuch der Spaxe-X Riesenrakete Starship vorgelegt. Eine Lizenz für den nächsten Anlauf gibt es noch nicht – die könnte aber bald folgen.

Dass neue Raketen beim Start explodieren, gehört beim privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX zum Programm. Immer wieder zu scheitern, bis die Ingenieure irgendwann genug gelernt haben und ein neues Raumfahrzeug funktioniert, das war bisher das Erfolgsrezept der von Elon Musk gegründeten Firma.

Allerdings: Die Testmission des Starships, die am 18. November 2023 vom SpaceX-Raumhafen Starbase in Südtexas aus startete und die mit der Explosion von beiden Stufen endete, war auch für SpaceX-Verhältnisse ein besonderer Fehlschlag. 

Warum das Starship seine Starterlaubnis verlor

Trümmerteile regneten in ein nahes Naturschutzgebiet herab, und auch dass Anwohner gefährdet worden sein könnten, stand zeitweise im Raum. Das Starship, eine besonders große Rakete, die eines Tages bemannte Flüge zum Mars möglich machen und überhaupt Transporte ins Weltall deutlich kostengünstiger machen soll, verlor seine vorläufige Starterlaubnis.

Am 26. Februar hat die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) nun mitgeteilt, dass sie die Untersuchung des zweiten Flugs des riesigen Raumschiffs Starship abgeschlossen hat. Seitdem bereitet sich das Unternehmen auf den dritten Flug vor. Die dafür nötige neue Startlizenz wurde jedoch noch nicht erteilt. 

Die Korrekturmaßnahmen beim Starship

Nach dem Fehlstart führte das Raumfahrtunternehmen 17 Korrekturmaßnahmen durch, die von der FAA akzeptiert wurden. Sieben davon betrafen den riesigen Starship-Booster der ersten Stufe (die Super Heavy). Hinzu kamen Neugestaltung der Fahrzeug-Hardware, eine aktualisierte Modellierung des Steuerungssystems, eine Neubewertung der Triebwerksanalysen und aktualisierte Algorithmen zur Triebwerkssteuerung.

Die anderen zehn Korrekturmaßnahmen beziehen sich auf die 50 Meter hohe Oberstufe des Fahrzeugs (das Starship). Zu diesen Modifikationen gehören "die Neugestaltung der Hardware des Fahrzeugs, betriebliche Änderungen, Aktualisierungen der Entflammbarkeitsanalyse, die Installation eines zusätzlichen Brandschutzes sowie Aktualisierungen der Anleitung und der Modellierung", erklären FAA-Beamte in einer E-Mail an das Nachrichtenportal space.com.

Startlizenz könnte bald folgen

Auch nach der Explosion der Rakete am Ende des ersten Starship-Flugs mussten Korrekturmaßnahmen durchgeführt werden. Damals waren es noch 63 Maßnahmen. Der zweite Versuch war somit weitaus besser verlaufen als noch im ersten Versuch.

Die Detonation der Oberstufe wurde laut Elon Musk durch das Entweichen von Flüssigsauerstoff verursacht. Beim Transport eines Satelliten wäre laut ihm kein Flüssigsauerstoff zum Entweichen übrig gewesen. Aufgrund dieser Fortschritte könnte bald die nächste Genehmigung zum Launch erteilt werden. 

Links/Studien

Bericht auf Space.com: FAA closes investigation into explosive 2nd flight of SpaceX's Starship megarocket (FAA schließt Untersuchung zu explosivem 2. Flug von SpaceX's Starship megarocket ab).

pk/ens

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL | 18. November 2023 | 20:06 Uhr

Kommentare

Laden ...
Alles anzeigen
Alles anzeigen