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Dank Neuroenhancern wie Koffein, Ritalin und Modafinil sollen wir besser denken, konzentrierter arbeiten und länger wach bleiben können. Doch zu welchem Preis? Daniela probiert aus, ob und wie die Wundermittel wirken.

Mit Tabletten lassen sich nicht nur Krankheiten bekämpfen. Gesunde Menschen versuchen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten auch, ihre geistige Leistung zu steigern. Ob das wirklich geht und was das für uns bedeutet, könnt ihr hier nachlesen.

Wie fit ist euer Gehirn? Hier findet ihr einen kleinen Konzentrationstest der Uni Saarland, bei dem ihr die Zahlen 1 bis 20 so schnell wie möglich in die richtige Reihenfolge bringen müsst.

Seit vielen Jahren wird über Sinn und Unsinn von Gehirndoping, über dessen Verbreitung und Wirksamkeit diskutiert. Auch Stephan Schleim, promovierter Kognitionswissenschaftler und assoziierter Professor für Theorie und Geschichte der Psychologie an der Universität Groningen, beobachtet seit über 15 Jahren die Diskussionen. Eine Zusammenfassung seiner langjährigen Forschung zu Fakten und Mythen rund um das Thema Gehirndoping findet ihr hier.

Stephan Schleims Buch "Gehirn, Psyche und Gesellschaft. Schlaglichter aus den Wissenschaften vom Menschen" (Springer Verlag, 2021) bietet eine Sammlung von spannenden Artikeln zu Themen der Neurowissenschaften, Psychologie und Philosophie und verdeutlicht, dass der Mensch und sein Handeln nicht bloß als die Summe seiner neuronalen Schaltkreise verstanden werden kann.

Die Studienlage zum Thema Neuroenhancement und dessen Wirkungsweise ist sehr divers: zu kleine Gruppengrößen, fehlende Langzeitstudien und Studiendesigns, die sich nur schwerlich auf die Lebenswelt gesunder Menschen außerhalb des Labors übertragen lassen. Doch eine in dieser Hinsicht aussagekräftige Studie liefern die Wissenschaftler*innen der Universitätsmedizin Mainz. Sie haben an Turnier-Schachspielenden untersucht, welchen Effekt die kognitiven Enhancer Methylphenidat, Modafinil oder aber auch Koffein auf hochkomplexe kognitive Leistungen haben. Ihr Ergebnis: Leistungsstarke Schachspielende konnten ihre Fähigkeiten durch die Einnahme der Substanzen minimal verbessern und damit mehr Schachpartien gewinnen - es sei denn, sie standen unter Zeitdruck. Die Studie der Universitätsmedizin Mainz zu Hirndoping bei Schachspielenden findet ihr hier.

Der Soziologe Sebastian Sattler von der Universität Bielefeld beschäftigt sich innerhalb seiner Forschung seit Jahren mit verschiedenen Aspekten der kognitiven Leistungssteigerung, etwa den Ursachen und Beweggründen für die Anwendung, Möglichkeiten der Beschaffung sowie Häufigkeit und Auswirkungen des Gebrauchs. In dieser Studie findet ihr eine Reihe von entscheidenden Fragen zu psychologischen und sozialen Aspekten der kognitiven Leistungssteigerung. Und in dieser Studie wiederum geht es um die Frage, wie Stress und individuelle Ressourcen die Verwendung leistungssteigernder Substanzen beeinflussen.