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Wissen-NewsEisbär-DNA aus Schneespuren könnte bei der Überwachung der bedrohten Tiere helfen

05. Dezember 2023, 13:22 Uhr

Der Lebensraum von Eisbären und Schneeluchsen ist gefährdet. Um sie vor dem Aussterben zu bewahren, muss ihre Population bekannt sein. Aber das ist nicht einfach. Eine neue Methode kann jedoch helfen – ohne die Tiere dabei einzufangen.

Die Eisbären sind eine stark gefährdete Spezies. Durch das Schmelzen der Polkappen wird ihr Lebensraum bedroht. Es ist umso wichtiger, die Populationsentwicklung zu überwachen. "Es ist besonders schwierig, teuer und zeitaufwendig, Eisbären in der Arktis zu finden, geschweige denn sie zu zählen und zu verstehen, wie sie mit dem Klimawandel zurechtkommen", erklärt Melanie Lancaster (World Wide Fund for Nature Global Arctic Programme) in einer Studie.

Bisher mussten die Bären gefangen werden, erklärt Elisabeth Kruger, die Mitautorin der Studie ist. Die Inuit "sind besorgt über das Wohlergehen des einzelnen Eisbären und die Gesundheit und Sicherheit der Menschen, die den Bären später fangen könnten". Das Forschungsteam hat ein neues Instrument entwickelt, mit dem sie DNA-Spuren anhand von Hautzellen analysieren können, die die Bären in ihren Fußabdrücken im Schnee hinterlassen haben. Dafür müssen sie den "Eisbären nicht einmal sehen oder von ihm gesehen werden".

Den Lebensraum der Wildtiere so wenig wie möglich gefährden 

Es sei auch möglich, eine DNA-Probe aus Kotspuren zu erhalten. Das Forschungsteam fürchtet jedoch, dass die Entnahme besonders bei schwedischen Luchsen und Schneeleoparden zu Verhaltensveränderungen der Tiere führen könnte. Daher wandte sich die Gruppe den Hautzellen in verschneiten Fußabdrücken zu. Insgesamt wurden Proben von 24 Wildspuren von Eisbären und 44 Wildspuren von Luchsen genommen.

Die Gruppe schmolz und filterten den Schnee, um DNA aus der Umgebung zu sammeln. Dann führten sie eine Mikrosatellitenanalyse durch. Sie konnten dabei die Kern-DNA von 87,5 Prozent der wilden Eisbärspuren und 59,1 Prozent der wilden Luchsspuren gewinnen. Bei den Luchspuren konnten 24 Prozent der Proben genotypisiert werden. Bei den Eisbären wurden 13 der wilden Spuren genotypisiert, wodurch die Forschenden zwölf verschiedene Individuen identifizieren konnten.

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pk

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