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Tomatillos und Chilis aus dem eigenen Garten sind zeitgleich bereit zur Verarbeitung. Bildrechte: MDR/Estha Taddigs

GartenkücheSalsa Verde aus Tomatillos - gekocht oder geröstet

Stand: 18. Oktober 2022, 14:08 Uhr

Die Tomatillopflanze gehört zur Gattung der Physalis. Das kann sie äußerlich auch nicht verstecken: In den kleinen Kokons verstecken sich runde Früchte. Geschmacklich ist sie eher säuerlich, ähnlich der Tomate. Aus den Früchten lässt sich typisch mexikanische Salsa herstellen.

  • Tomatillo-Salsa lässt sich auf verschiedenen Art und Weisen zubereiten. Zum Einmachen eignet sich die gekochte Variante.
  • Wer es rauchiger mag, der greift zur Salsavariante mit gerösteten Tomatillos.
  • Wichtig ist vor allem, dass überwiegend unreife Tomatillos für die Zubereitung verwendet werden.

Für zwei große Portionen oder sechs kleine Einmachgläser

Zutaten:

  • etwa 600 Gramm geschälte und gewaschene, noch grüne Tomatillos
  • Chilischoten nach Geschmack
  • eine kleine Zwiebel
  • ein Bündel Koriander (oder weniger, nach Geschmack)
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 - 2 Teelöffel Zucker
  • Saft von einer Limette
  • Optional: Eine Prise Kreuzkümmel

Hilfsmittel:

  • Kochtopf
  • Pürierstab
  • Einmachgläser und Trichter oder Schale zum Servieren

Zubereitung gekochte Salsa Verde:

Für die Salsa die Zwiebel in Würfel schneiden und mit den geschälten und gewaschenen Tomatillos in einen Topf geben. Wasser hinzugeben, bis die Tomatillos knapp bedeckt sind. Die Tomatillo-Zwiebel-Mischung etwa 10 Minuten kochen lassen, bis die Früchte aufplatzen. Dann die Mischung durch ein Sieb geben und das Wasser auffangen.

Die grob gehackte Chili, den Koriander und den grob gehackten Knoblauch hinzufügen und das ganze pürieren. Wie stückig die Masse bleiben soll, ist Geschmackssache. Genauso wie die Konsistenz. Hier kann mehr oder weniger des aufgefangenen Kochwassers hinzugefügt werden. Manche Tomatillos sind sehr saftig, so dass dies gar nicht mehr nötig ist.

Die pürierte Salsa kann nun abgeschmeckt werden. Bildrechte: MDR/Estha Taddigs

Die Salsa kann nun mit Salz, Zucker, dem Limettensaft und optional dem Kreuzkümmel gewürzt und abgeschmeckt werden.

Wer die Salsa lagern möchte, der kann sie nun noch einmal kräftig aufkochen lassen und die noch heiße Salsa in sterilisierte Gläser abfüllen. Dabei hilft ein Trichter. Die gefüllten Gläser auf den Kopf drehen und für einige Minuten so stehen lassen, bevor sie wieder umgedreht werden. So kann noch einmal sichergegangen werden, dass alle Keime abgetötet werden. Die Salsa dunkel lagern. Sie hält sich einige Wochen.

Die abgefüllten Gläser können sicherheitshalber noch einmal auf den Kopf gedreht werden. Bildrechte: MDR/Estha Taddigs

Zubereitung Salsa Verde mit Röstaroma

Für die Salsa Verde mit Röstaroma werden die Tomatillos ebenfalls geschält und gewaschen und dann auf einem Backblech verteilt. Auch die Chili(s) dürfen mit auf das Blech. Den Grillmodus im Ofen anstellen und das Backblech mit den Tomatillos etwa 10 Zentimeter unter die Hitzestäbe schieben. Den Ofen ab jetzt gut im Auge behalten! Nach drei bis fünf Minuten werden die Tomatillos leicht schwarz. Das ist der Moment, in dem das Blech aus dem Ofen genommen und die Früchte gewendet werden müssen. Das Ganze dann auf der anderen Seite noch einmal wiederholen, bis die Tomatillos von beiden Seiten leicht schwarz geworden sind.

Die gerösteten Tomatillos und Chili(s) mit den restlichen Zutaten in einen Mixer geben und bis zur gewünschten Konsistenz pürieren. Bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen.

Die Salsa kann nun frisch gegessen oder einige Tage in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank gelagert werden.

Tomatillo - Wann ist sie reif?

Tomatillos gibt es in verschiedenen Varianten. Daher ist es manchmal schwierig zu sagen, wann eine Tomatillo reif ist. Am weitesten verbreitet ist die Sorte Tomatillo Purple. Ihre Samen bekommt man inzwischen in vielen Online-Shops. Ihre Früchte färben sich mit der zunehmenden Reife lila. Andere Sorten, wie zum Beispiel die Sorte 'Giant' werden mit der Reifung hellgrün bis gelblich.

Für die Salsa sind die Tomatillos geeignet, wenn sie ihre Hülle bereits gut ausfüllen oder sogar sprengen, aber noch sattgrün sind. Teilweise reicht es auch, an der Pflanze zu schütteln. Dann fallen viele Früchte herunter, die kurz vor der Reife stehen. Sollte doch mal eine reife Tomatillo in die Salsa wandern, ist das auch kein Problem. Sie schmecken reif lediglich süßer. Möglicherweise brauchen Sie dann also weniger Zucker für die Salsa.

Eine reife Tomatillo. Bildrechte: MDR/Estha Taddigs

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Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 09. Oktober 2022 | 08:30 Uhr