Nachrichten & Themen
Mediathek & TV
Audio & Radio
PflanzenPflegenGestaltenGenießenPodcastDie Strebergärtner
Inkalilie 'Colorita Katiana': Die Sorte trägt rote Blüten und panaschiertes, das heißt zweifarbiges Laub. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Blütenpracht im SommerInkalilie pflanzen, pflegen, vermehren und überwinternBot. Alstroemeria

Stand: 12. August 2022, 10:34 Uhr

Inkalilien bilden große, duftende Blüten in fast allen Farben. Die Pflege der exotischen Blumen ist unkompliziert. Überwintert werden die Topfpflanzen einfach im dunklen, frostfreien Keller. Gärtnermeister Uwe Schachschal gibt Tipps, damit Inkalilien gedeihen.

Inkalilien zeigen ihre großen, bunten Blüten von Juni bis Oktober. Die mehrjährigen Zierpflanzen blühen unermüdlich in nahezu allen Farben außer Blau. Sie sind auch als sehr haltbare Schnittblumen beliebt. Ihre Ursprünge liegen in Süd- und Mittelamerika.

Standort und Boden für Inkalilien

Inkalilien mögen Standorte in der Sonne und im Halbschatten. Am besten gedeihen sie an einem windgeschützten Platz. Da Inkalilien nicht sehr winterhart sind, werden sie oft in Töpfen und Kübeln kultiviert. Sie brauchen einen durchlässigen, nährstoffreichen, eher kalkarmen Boden. Die exotischen Gewächse können zum Beispiel in Zitruspflanzen-Erde gepflanzt werden, wie Gärtnermeister Uwe Schachschal sagt. Inkalilien vertragen keine Staunässe. Hochwertiges Substrat, das mineralische Bestandteile (Kies, Tongranulat) enthält, ist daher wichtig.

Inkalilie 'Summertime': Da die Pflanzen nicht besonders winterhart sind, werden sie meist in Töpfen kultiviert. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Kübel und Töpfe für Inkalilien brauchen Löcher im Boden, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Auch eine Drainage-Schicht - zum Beispiel aus Blähton oder Kies - kann unten in die Pflanzgefäße gefüllt werden. Sie ist aber laut Schachschal nicht nötig, wenn gute Kübelpflanzen-Erde verwendet wird.

Inkalilien gießen und düngen

Inkalilien werden regelmäßig gegossen, je nach Witterung als zwei bis drei Tage. Sie kommen eher mit Trockenheit als mit Staunässe zurecht. Uwe Schachschal versorgt seine Inkalilien im Sommer einmal pro Woche mit handelsüblichem Flüssigdünger für Blumen. Gedüngt wird von Mitte Mai bis Ende August. Danach sollten sich die Pflanzen auf die Winterruhe einstellen.

Im Park des schwedischen Schlosses Sofiero wächst die Inkalilie 'Indian Summer' als Beetpflanze. In klimatischen milden Regionen können Inkalilien auch im Garten überwintert werden - dann benötigen sie allerdings eine isolierende Abdeckung als Winterschutz. Bildrechte: MDR/Michael Wenkel

Verblühte Triebe regelmäßig auszupfen

Verblühte Triebe werden im Ganzen vorsichtig aus dem Topf gezogen. So bilden Inkalilien über Wochen zuverlässig neue, junge Triebe mit Blütenknospen. Sie treiben einfach aus den unterirdischen Rhizomen wieder aus.

Inkalilien müssen nicht geschnitten werden. Verblühte Triebe werden einfach im Ganzen aus dem Topf gezogen. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Inkalilien vermehren

Über Teilung des Topfballens lassen sich Inkalilien alle drei bis vier Jahre unkompliziert vermehren. Durch Teilen können sie auch verjüngt werden, falls sie in ihrem Topf nicht mehr gut wachsen sollten. Der beste Zeitpunkt für die Vermehrung ist das Frühjahr.

Inkalilien lassen sich vermehren, indem im Frühjahr der Topfballen geteilt wird. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Inkalilien überwintern

Inkalilien vertragen keinen strengen Frost. Die Kübelpflanzen werden daher im Herbst ins Winterquartier gebracht. Zur Überwinterung von Inkalilien eignet sich laut Uwe Schachschal auch ein dunkler Keller oder fensterloser, frostfreier Raum. Sie brauchen im Winter keine Helligkeit.

In klimatischen milden Regionen kann auch eine Überwinterung im Garten versucht werden - dann benötigen Inkalilien allerdings eine isolierende Abdeckung als Winterschutz.

Manchmal bilden Inkalilien in Töpfen schon vor dem Frühling schwächliche Triebe. Der Gärtnermeister entfernt diese Stiele, bevor die Pflanzen aus dem Winterquartier geräumt werden. Schachschal bringt seine Inkalilien Ende März bis Anfang April zunächst ins schützende Gewächshaus, bevor sie nach draußen umziehen.

Ins Freie dürfen Inkalilien laut Schachschal erst, wenn die Gefahr nächtlicher Fröste vorüber ist, das heißt ab Mai. Dabei lohnt sich ein Blick auf die Wettervorhersage, denn die Eisheiligen sind in den vergangenen Jahren immer wieder mal ausgefallen. In diesen milden Jahren können Inkalilien schon ab Anfang Mai draußen stehen.

Inkalilie 'Meghan': Die Zierpflanzen dürfen ab Mai ins Freie und blühen dann vom Frühsommer bis zum Herbst. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Mit Schädlingen und Pflanzenkrankheiten gibt es fast keine Probleme, wie Uwe Schachschal berichtet. Lediglich Schnecken können für junge Inkalilien gefährlich werden.

Auf einen Blick: Inkalilien
HeimatSüd- und Mittelamerika, auch in Australien und Neuseeland verbreitet
PflanzenfamilieInkaliliengewächse (Alstroemeriaceae )
Wuchs25 bis 90 Zentimeter hoch, buschig
Blütenfarbeje nach Sorte weiße, cremefarbene, gelbe, orange- oder rosafarbene bis violette Blüten, teils mehrfarbig
BlütezeitJuni bis September
Standortsonnig, halbschattig
Bodenlocker, durchlässig, humos, eher sauer, mäßig feucht
Winterhartnein
Mehrjährigja
Besonderheitenrobust gegen Schädlinge und Pflanzenkrankheiten, gute Schnittblume

Gärtnermeister Uwe Schachschal sammelt und vermehrt mit Begeisterung Inkalilien in seinem Kleingarten. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Quelle: MDR Garten (uka)

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 14. August 2022 | 08:30 Uhr

Kübelpflanzen richtig pflegen

Auch interessant