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BauarbeitenBahnstrecke Merseburg-Querfurt für drei Monate gesperrt

08. April 2024, 14:43 Uhr

Im Saalekreis wird seit Montag an der Bahnstrecke zwischen Merseburg und Querfurt gebaut. Elf Stationen und elf Kilometer Gleise werden in den kommenden drei Monaten erneuert. Die 22 Million Euro für die Bauarbeiten kommen aus dem Topf für den Strukturwandel. Reisende müssen sich bis Ende Juni auf Zugausfälle einstellen.

Auf der Bahnstrecke zwischen Merseburg und Querfurt (Saalekreis) fallen seit Montag alle Züge aus. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, sind der Grund dafür umfangreiche Modernisierungsarbeiten. Demnach werden elf Kilometer Gleise, elf Bahnstationen und in Nemsdorf-Göhrendorf zwei Eisenbahnbrücken erneuert.

Geld aus dem Strukturwandel-Topf

Die Baukosten dafür liegen den Angaben zufolge bei 22 Millionen Euro. Das Geld stamme zum größten Teil aus dem Topf für den Strukturwandel in den Kohleregionen. Bis zum 28. Juni 2024, so die Deutsche Bahn, seien Bahnreisende auf Schienenersatzverkehr angewiesen.

Stationen werden barrierefrei

Wesentlicher Bestandteil der Bauarbeiten sei die barrierefreie Umgestaltung der Bahnstationen und Haltepunkte. Die Strecke werde für den S-Bahn-Verkehr vorbereitet. Ab Dezember soll hier stündlich die S11 zwischen Halle (Saale), Merseburg und Querfurt unterwegs sein. Die S-Bahn-Strecke werde einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel in der Region leisten, sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsministerin Lydia Hüskens (FDP) über die Baumaßnahmen.

Die Deutsche Bahn will nach eigenen Angaben in diesem Jahr zunächst die Bahnstationen Merseburg-Bergmannsring, Braunsbedra Ost, Krumpa, Mücheln-Stadt, Langeneichstädt, Nemsdorf-Göhrendorf und Querfurt barrierefrei umbauen. Bis 2028 sollen dann auch die Stationen Beuna, Frankleben, Braunsbedra und Mücheln (Geiseltal) modernisiert werden. Zudem soll in Merseburg Süd ein neuer Haltepunkt entstehen.

Neues Institut soll Strukturwandel fördern

Weitere Mittel aus dem Strukturwandel-Topf fließen in ein neues Institut, das den Strukturwandel in Sachsen-Anhalt nun auch wissenschaftlich begleiten wird. Dafür hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg einen Förderscheck des Landes in Höhe von knapp 22 Millionen Euro erhalten.

Mit dem Geld werde ein neues Forschungsinstitut gegründet, teilte die Uni mit. Dort sollen in Zukunft forschungsbasierte Lösungen für den Strukturwandel in Sachsen-Anhalt entwickelt werden, etwa im Bereich der Kreislaufwirtschaft oder sozialer Innovationen. Die Förderung läuft bis 2027.

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MDR (Jörg Wunram, Cornelia Winkler, Paula Kautz, Stephan Schulz, Mario Köhne); zuerst veröffentlicht: 04.April 2024

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 08. April 2024 | 07:30 Uhr

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