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Ein Gebäude der Universität Donezk steht nach einem Angriff in Flammen. Bildrechte: IMAGO / ITAR-TASS

Ukraine-NewsUniversität Donezk von Streumunition getroffen

von MDR AKTUELL

06. August 2023, 19:50 Uhr

19:50 Uhr | Ukraine spricht von produktiven Beratungen

Die Ukraine spricht von einem "sehr ehrlichen und offenen Austausch" bei der internationalen Konferenz in der saudi-arabischen Stadt Dschidda. Dabei seien unterschiedliche Standpunkte geäußert worden, erklärt der Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Andrij Jermak. "Wir hatten sehr produktive Beratungen über die wesentlichen Prinzipien, auf deren Basis ein gerechter und dauerhafter Frieden geschaffen werden sollte."

16:55 Uhr | Russland kritisiert Ukraine-Konferenz

Russland lehnt die Konferenz in Saudi-Arabien zur Suche nach einem Ausweg aus dem Krieg in der Ukraine ab. Die Gespräche von Vertretern aus rund 40 Ländern am Wochenende seien zum Scheitern verurteilt, erklärte der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow noch vor dem Ende des Treffens. Russland war zu den Gesprächen in der saudi-arabischen Hafenstadt Dschidda nicht eingeladen und hatte zunächst angekündigt, es beobachte die Entwicklungen.

16:35 Uhr | Weitere Krim-Brücke beschädigt

Die russische Nachrichtenagentur Ria meldet, dass die strategisch wichtige Tschonhar-Brücke zur Krim durch einen ukrainischen Raketenangriff beschädigt worden sei. Die Agentur beruft sich dabei auf den von Russland eingesetzten Gouverneur der Halbinsel, Sergej Aksjonow. Die Ukraine hatte die Brücke von Tschonhar bereits im Juni angegriffen.

Update 13:29 Uhr | Russland beschießt ukrainische Luftwaffenstützpunkte

Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht ukrainische Luftwaffenbasen beschossen. Das Verteidigungsministerium teilte der Nachrichtenagentur Interfax zufolge mit, es seien Stützpunkte in den Regionen Riwne, Chmelnyzkyj und Saporischschja getroffen worden.

Die ukrainische Luftwaffe teilte dagegen mit, einen Großteil der russischen Angriffe abgewehrt zu haben. 30 Marschflugkörper und 27 Angriffsdrohnen seien zerstört worden. Russland habe in mehreren Angriffswellen in der Nacht insgesamt 70 Luftangriffswaffen eingesetzt, darunter auch drei Hyperschallraketen des Typs Kinschal.

11:49 Uhr | Russland: Feindliche Drohne nahe Moskau zerstört

Nach russischen Angaben ist eine feindliche Drohne beim Anflug auf Moskau von der Luftabwehr zerstört worden. Das Verteidigungsministerium erklärte, eine ukrainische Drohne sei über dem Bezirk Podolsk südlich der Hauptstadt abgeschossen worden. Der Moskauer Flughafen Wnukowo hat nach eigenen Angaben den Flugverkehr ausgesetzt.

11:06 Uhr | Hilfsorganisation: Kinder in der Ukraine an keinem Ort sicher

In der Ukraine gibt es nach Einschätzung der SOS-Kinderdörfer keine Region mehr, in der Kinder sicher sind. In einer Mitteilung der Hilfsorganisation heißt es: "In einigen Gebieten kommt es permanent zu direkten Kampfhandlungen, andere werden mit Raketen beschossen und aus der Luft bombardiert". Immer wieder würden auch zivile Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser und Wohnblöcke beschossen.

Laut SOS-Kinderdörfer wurden bis zum 17. Juli durch den russischen Angriff auf die Ukraine 494 Kinder getötet und 1.058 verletzt. Die Hilfsorganisation kümmert sich nach eigenen Angaben aktuell um fast ein Drittel der Betroffenen.

09:52 Uhr | Leck an Ölpipeline Druschba in Polen

In Polen ist an der Ölpipeline Druschba ein Leck entdeckt worden. Wie der Pipeline-Betreiber PERN mitteilte, befindet sich das Leck in der Nähe von Chodecz in Zentralpolen. Seit dem Fund am Samstagabend würde kein Öl mehr durch die Röhre gepumpt. Die zweite Leitung funktioniere ohne Einschränkungen. Unklar blieben zunächst die Auswirkungen auf die Ölversorgung.

Die Ursache werde derzeit untersucht, teilte PERN mit. Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung bestehe nicht. Wann die Röhre repariert wird, ist noch nicht bekannt. Die Druschba-Ölpipeline ist eine der größten der Welt und liefert russisches Öl in weite Teile Mitteleuropas, unter anderem nach Polen, Belarus, Ungarn, die Slowakei, die Tschechische Republik und Österreich.

08:02 Uhr | Ukraine: Viele russische Luftangriffe in der Nacht

Russland hat nach ukrainischen Angaben in der Nacht auf Sonntag zahlreiche Luftangriffe auf die Ukraine verübt. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, in mehreren Wellen seien insgesamt 70 Waffen unterschiedlicher Art eingesetzt worden. Die ukrainische Luftabwehr habe 30 der 40 Marschflugkörper sowie alle 27 eingesetzten Schahed-Drohnen zerstört. Russland habe zudem drei Hyperschallraketen Kinschal abgefeuert. Eines der Hauptziele sei die Region Chmelnyzkyj gewesen, sagte ein Sprecher der Luftwaffe. Weitere Informationen dazu, was oder wie viel beschädigt wurde, sind noch nicht bekannt.

07:10 Uhr | Universität Donezk von Streumunition getroffen

Die Universität von Donezk im Osten der Ukraine ist nach russischen Angaben bei einem ukrainischen Angriff mit Streumunition getroffen worden. Der von Russland eingesetzte Bürgermeister der Stadt, Alexej Kulemsin, teilte auf Telegram mit, ein Gebäude sei in Brand geraten. Da das Dach aus Holz bestehe, weite sich das Feuer schnell aus, erklärt der ebenfalls von Russland eingesetzte Krisenminister für die Region, Alexej Kostrubizki. Die Ukraine hat sich noch nicht geäußert.

06:42 Uhr | Selenskyj will weiter gegen Korruption vorgehen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will mit einer weiteren institutionellen "Säuberung" gegen die Korruption im Land vorgehen. Das kündigte er in seiner abendlichen Ansprache am Samstag an. Alle die eine Funktion ausübten, müssten im Interesse des Staates arbeiten, so Selenskyj. Einzelheiten, wer das Ziel sein könnte, nannte er nicht. Erst kürzlich waren jedoch Fälle von Korruption in den ukrainischen Rekrutierungszentren aufgedeckt worden. Mit dem Kampf gegen Korruption will Selenskyj die Verhandlungen über einen Beitritt zur Europäischen Union (EU) und zur NATO vorantreiben.

03:28 Uhr | Baerbock hofft auf Fortschritte bei Ukraine-Konferenz

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat die Bemühungen um eine Lösung des Kriegs in der Ukraine bei der Konferenz in Saudi-Arabien begrüßt. Jeder Millimeter Fortschritt in Richtung eines gerechten und fairen Friedens bringe ein Stück Hoffnung für die Menschen in der Ukraine, sagte Baerbock der "Bild am Sonntag". Der brutale russische Angriffskrieg betreffe auch die Menschen in Afrika, Asien und Südamerika - das sei das Signal der Konferenz, so Baerbock.

An dem Treffen in Dschidda am Roten Meer nehmen Vertreter aus etwa 40 Staaten teil. Dazu gehören neben der Ukraine beispielsweise auch die USA, China und Deutschland. An Russland, das den Krieg gegen das Nachbarland vor mehr als 17 Monaten begonnen hatte, ging keine Einladung.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Sonntag, 06. August 2023

Guten Morgen! In unseren Ukraine-News halten wir Sie über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Berichterstattung zum Ukraine-KriegDie Berichterstattung aus der Ukraine ist schwierig, da wegen der Kämpfe nur wenige unabhängige Medienvertreter vor Ort sind. Informationen kommen vor allem von der ukrainischen Regierung und dem Verteidigungsministerium aus Russland, die allerdings kaum überprüft werden können.

Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 05. August 2023 | 06:00 Uhr