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Auf dem Balkon und im Garten leuchten die zarten Farben der Frühblüher: Winterlinge, Schneeglöckchen, Krokusse und Stiefmütterchen. Bildrechte: MDR/Franziska Nössig

FrühlingsfarbenFünf Blütenpflanzen, die im Februar und März blühen

27. Februar 2023, 14:28 Uhr

Allmählich wird es bunter im Garten und auf dem Balkon. Wir stellen fünf Pflanzen vor, die im Februar und März blühen und sich in Topf und Blumenkasten gut kultivieren und miteinander kombinieren lassen.

Elfenkrokus

Der zierliche Elfenkrokus (Crocus tommasinianus) ist ein klassischer Frühlings-Krokus, der als Blütenschmuck im Beet, auf Rasen- und Wiesenflächen zu finden ist. Elfenkrokusse vermehren sich besonders gut und reichlich, andere Sorten erleben nur bis zu drei Blühperioden und müssen dann neu eingepflanzt werden.

Wenn Sie im Gartenmarkt bereits vorgetriebene Krokusse im Topf erworben haben, können Sie die Zwiebeln nach der Blüte direkt im Garten eingraben. Ab Mai können Sie übrigens erneut Krokusse pflanzen, dann die weniger bekannten Herbstkrokusse, die ab September blühen.

Der zarte Elfenkrokus verbreitet sich schnell. Bildrechte: MDR/Franziska Nössig

Muscari

Die üppigen, kerzengeraden Dolden der Muscari oder Traubenhyazinthen blühen in verschiedenen Blautönen, selbst gelbe und weiße Sorten gibt es. Neue Zwiebeln werden im Herbst gesetzt. Nach Verblühen etwa Ende Mai bleibt die Zwiebel in der Erde und die Blütenstände werden abgezupft, bevor sie Samen ansetzen können. Dadurch bleibt der Zwiebel mehr Kraft zu wachsen, weil keine Energie zur Samenbildung gezogen wird. Muscari breiten sich durch Selbstaussaat und Tochterzwiebeln stark aus und eignen sich gut zum Verwildern.

Traubenhyazinthen werden auch Perlhyazinthen oder Bauernbübchen genannt. Bildrechte: MDR/Franziska Nössig

Winterling

Unter Bäumen und Hecken blitzen im Februar die leuchtend gelben Inseln der Winterlinge (Eranthis hyemalis) hervor. Ebenso findet man bis Ende März ganze Teppiche des süßlich duftenden Hahnenfußgewächses. Winterlinge vermehren sich durch Samen selbst. Haben sie sich einmal im Garten etabliert, blühen sie jedes Jahr aufs Neue.

Im Beet machen sie sich gut neben Krokussen, Schneeglöckchen oder Buschwindröschen. Falls Sie im Herbst erstmals Winterlinge gepflanzt haben, wundern Sie sich nicht über ausbleibende Farbtupfer: Die Pflanzen blühen häufig erst im zweiten Jahr.

Winterlinge blühen bis Ende März. Schneeglöckchen und Krokusse sind gute Nachbarn in Beet und Topf. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Schneeglöckchen

Schneeglöckchen (Galanthus) gelten zusammen mit den Winterlingen und Krokussen als die Frühlingsboten. Typischerweise wachsen sie wild auf Lichtungen, am Waldesrand und im Garten. Doch sie lassen sich durchaus im Topf kultivieren. Dazu belassen Sie die Blumenzwiebeln nach der Blüte in der Erde: Schneeglöckchen sind mehrjährig. Die Blütenstände abschneiden, damit alle Kraft in die Zwiebel geht und im nächsten Jahr austreiben kann. Wenn Sie neue Zwiebeln kaufen, pflanzen Sie diese zwischen September und November für eine Blüte im nächsten Jahr.

Schneeglöckchen können auch im Topf wachsen. Die wilden Arten in freier Natur stehen unter Artenschutz. Bildrechte: MDR/Franziska Nössig

Stiefmütterchen

Auch Stiefmütterchen (Viola) bringen jetzt Farbe in Balkonkästen und Kübel. Das Farbspektum reicht von Gelb über Weiß bis Blauviolett, Rot und Orange. Stiefmütterchen sind ein- oder zweijährig, müssen also immer neu gesetzt werden.

Pflanzen, die jetzt in voller Blüte stehen, blühen bis in den Mai. Bei Kälte-Einbrüchen vor Mitte März sollten Sie diese - meist im Gewächshaus gezogenen - Pflanzen vorsichtshalber doch nach drinnen holen. Im Herbst gepflanzte Stiefmütterchen kommen dagegen auch bei Frost und Kälte bis mindestens minus 20 Grad gut zurecht. Während einer Kälteperiode schließen sie lediglich ihre Blüten.

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MDR (fra)

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 26. Februar 2023 | 08:30 Uhr