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Die kleinen Früchte sind zwar essbar, sie schmecken aber meist nicht. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

ZitrusfrüchteDie Blütezeit des Mandarinenbaums beeinflussen

von Brigitte Goss

Stand: 18. Januar 2021, 13:01 Uhr

Mandarinenbäumchen blühen eigentlich nach der Winterruhe im Frühjahr. Wird die Trockenperiode nach vorne geschoben, kann das Bäumchen schon früher blühen. Die Pflege im Winter muss dann angepasst werden. Gärtnerin Brigitte Goss erklärt, worauf es ankommt.

Der Mandarinenbaum (Citrus reticulata) gehört zu der großen Familie der Zitrusgewächse und ist mit dem Zitronenbaum eng verwandt. Seine Früchte sind essbar, aber mit den Mandarinen, wie wir sie vom Lebensmittel-Einzelhandel kennen, nicht zu vergleichen. Die Zierfrüchte sind ausgereift eher sauer.

Blütezeit bei Mandarinen über die Trockenperiode steuern

Mandarinen blühen in der Regel im Frühjahr. Das liegt allerdings an der Überwinterung. Sie werden in den Wintermonaten eher trocken gehalten. Beginnt man die Pflanzen dann im Februar wieder mehr zu gießen und zu düngen, bilden sich schnell die Blüten. Fiel die Trockenphase in den Spätsommer oder Herbst, erfreuen die Pflanzen im Winter mit ihrer Blüte. Man kann also, je nachdem wann das Mandarinenbäumchen eher wenig gegossen wird, die Blütenzeit steuern. Blüht das Bäumchen im Winter, muss die Pflege angepasst werden. Das Bäumchen muss dann gut versorgt werden.

Mandarinenbäumchen blühen nach eine Trockenzeit. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Pflege in der Blütezeit: Beim Bestäuben helfen

Die meisten Mandarinenbäumchen sind in der Regel selbstfruchtend, sie brauchen also keine Insekten zur Bestäubung. Nachhelfen kann man, indem man mit einem kleinen Pinsel über die Blüten streift und ihnen so bei der Bestäubung hilft. Man sollte trotzdem nicht enttäuscht sein, wenn ein großer Teil der verblühten Blüten abfallen und sich keine Früchte bilden. Die Pflanzen schaffen es meist nicht alle Fruchtansätze zu versorgen.

Mit einem Pinsel kann man bei der Bestäubung des Mandarinenbäumchens helfen. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Das Mandarinenbäumchen gießen und düngen

Hat das Mandarinenbäumchen im Winter Blüten angesetzt, darf der Boden nicht austrocknen. Die Winterruhe fällt quasi aus. Mandarinenbäume sind nicht empfindlich und stecken das gut weg, weiß Brigitte Goss aus eigener Erfahrung. Regelmäßiges Gießen und ausreichend Nährstoffe sind jetzt besonders wichtig. Zitruspflanzen zeigen über die Blätter sehr genau an, welche Nährstoffe ihnen gerade fehlen.

Es gibt spezielle Dünger für Zitruspflanzen. Bildrechte: Brigitte Goss

Nährstoffmangel erkennen

Die Blätter des Mandarinenbäumchens auf dem Bild (oben) erscheinen auf dem ersten Blick grün und gesund. Doch wer genau hinschaut, sieht die unterschiedlichen Grüntöne der Blätter. Das deutliche Hervortreten der dunkelgrünen Blattadern auf hellgrünen, jungen Blättern ist ein Zeichen für Eisenmangel. Auch wenn eine Düngung der Pflanzen allgemein im Winter nicht empfohlen wird, sollte man, wenn sie jetzt blühen, eine Ausnahme machen. Das helle Grün der Blätter deutet zusätzlich auf einen Bedarf an Stickstoff hin. Eine Düngergabe eines speziellen Zitrusdüngers oder eines organischen Flüssigdüngers steigern das Wohlbefinden des Mandarinenbäumchens.

Helle Blätter und sichtbare Blattadern sind ein Zeichen für Nährstoffmangel. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Blühende Pflanzen sind generell sehr lichthungrig und sollten gerade in den dunklen Monaten so nah am Fenster wie möglich stehen - oder man unterstützt die Pflanzen mit einer Pflanzenlampe. Temperaturen von 5 bis 12°C wären jetzt ideal, aber gerade die Mandarinenbäumchen vertragen die warmen Zimmertemperaturen im Winter besser als manche andere Art der Zitrusfamilie.

Blüht das Bäumchen, braucht es einen hellen Fensterplatz. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 06. September 2020 | 08:30 Uhr