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Beim Online-Banking sind mittlerweile verschiedene Authentifizierungsverfahren möglich, per App oder per TAN zum Beispiel. Bildrechte: IMAGO/Panthermedia

Hörer machen ProgrammOnline-Banking auch ohne Authentifizierungs-App – so geht es

12. Dezember 2022, 13:03 Uhr

Wer seine Überweisungen online tätigt, muss diese kurz vor Abschluss verifizieren. Viele Banken nutzen dafür Authentifizierungs-Apps. Doch was, wenn man kein Smartphone hat oder diese Apps nicht nutzen möchte, fragt sich eine AKTUELL-Nutzerin: "Inwieweit können Smartphone-Benutzer gezwungen werden, eine Verbindung zu Google einzugehen, um die erforderlichen Apps überhaupt runterladen zu können?"

Natürlich könnten Verbraucher nicht gezwungen werden, ihre Online-Überweisungen per Smartphone-App zu erledigen, die sie vorher aus dem Google-Store herunterladen mussten, sagt Andreas Behn von der Verbraucherzentrale Thüringen: "Wenn ich einen Neuvertrag mit der Bank abschließe und sie bietet nur dieses Verfahren an, Online-Banking und dann Authentifizierung nur über Smartphone-App, dann muss ich es so hinnehmen oder muss es eben lassen."

Wenn man bereits einen Vertrag bei einer Bank hat, dort Online-Banking nutzt und die Bank das Verfahren umstellen will, müsse man sich aber entscheiden, ob man das mittragen will, sagt der Verbraucherschützer.

Verzicht auf Online-Banking erfordert speziellen Vertrag

Aktualisierte Informationen darüber, welches Kreditinstitut mit welchem Verfahren beim Online-Banking authentifiziert, findet man in der Zeitschrift "Finanztest".

Wer Online-Banking komplett ablehnt, dem bleibe nur eine Alternative, erklärt Verbraucherschützer Behn: "Wenn man ohnehin Vorbehalte gegen das Online-Banking hat, muss man einen Kontovertrag abschließen ohne Online-Banking und dann seine Bankgeschäfte in der Filiale oder an den Bankautomaten durchführen."

Verschiedene Authentifizierungsverfahren

Zum Thema Online-Überweisungen per Smartphone-App teilt der Bundesverband deutscher Banken auf eine Anfrage von MDR AKTUELL schriftlich mit: "Banken stellen ihren Kunden in der Regel verschiedene sogenannte Authentifizierungsverfahren zur Verfügung, um Transaktionen wie zum Beispiel Überweisungen, freizugeben. Diese Verfahren unterliegen einem dynamischen Wandel, etwa durch technologische Weiterentwicklungen. Wir sehen aber derzeit keinen Trend, dass andere, alternative Authentifizierungsverfahren vom Markt verschwinden."

Ein solches alternatives, smartphone-freies Verfahren ist mit dem sogenannten Chip-TAN-Generator möglich. Das kleine, flache Gerät im EC-Kartenformat ist in der Regel im Handel ab 20 Euro erhältlich. Das Verfahren kann bei der Hausbank beantragt werden.

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 12. Dezember 2022 | 06:00 Uhr