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Möglicherweise ein Täter für Pferdequälereien verantwortlich

Nach den neuen Angriffen auf Pferde in Ost- und Südthüringen prüft die Polizei einen Zusammenhang. So untersucht die Kripo in Jena und in Suhl, ob es sich um denselben Täter handelt. Die Pferde waren zeitlich kurz nacheinander und in ähnlicher Weise verletzt worden, wie die Landespolizeidirektion MDR THÜRINGEN mitteilte. Zunächst war demnach vorgestern Abend im Suhler Stadtteil Vesser eine verendete Stute gefunden worden. Wenige Stunden später wurden in Cospeda bei Jena fünf Pferde mit Stichwunden entdeckt. In den vergangenen Monaten haben Unbekannte in mehreren Teilen von Thüringen immer wieder Pferde, Rinder, Ziegen und Schafe mit Messern oder durch Schüsse getötet.

IHK Erfurt hält Talsohle für durchschritten

Die Industrie- und Handelskammer Erfurt hält die Talsohle in der Wirtschaft für durchschritten. Trotz steigender Corona-Zahlen stabilisiere sich die Lage, so die IHK. Für mehr Wachstum bräuchten die Betriebe aber mehr denn je gute Standortbedingungen. Zahlreiche Firmen seien auch noch weit entfernt von den Umsätzen vor der Corona-Krise. Nach Angaben des Statistischen Landesamts sank die Wirtschaftsleistung in Thüringen im ersten Halbjahr um 6,3 Prozent. Bundesweit war das Minus sogar noch etwas größer.

Thüringer Lehrer seit Neustart verstärkt Gewalt ausgesetzt

Thüringer Lehrer sehen sich nach Ende der Corona-Pause an den Schulen mehr Gewalt ausgesetzt. Das geht aus einer nicht repräsentativen Umfrage des Thüringer Lehrerverbands hervor. Danach beobachtet jeder fünfte Lehrer bei den Schülern mehr Beleidigungen und Drohungen. Jeder sechste stellte mehr körperliche Gewalt fest. Besonders konfliktträchtig sind laut Umfrage Regelschulen. Stärker betroffen waren Frauen, und jüngere Lehrer häufiger als ältere.

LEG soll beim Anwerben von Fachleuten aus dem Ausland helfen

Thüringer Unternehmen sollen einfacher ausländische Facharbeiter anwerben können. Dafür wurde jetzt die Landesentwicklungsgesellschaft LEG als Partner mit ins Boot geholt. Vertreter der LEG unterschrieben am Vormittag einen Vertrag mit Arbeitsministerin Heike Werner und Migrationsminister Dirk Adams. Nach Angaben von Werner benötigt Thüringen ausländische Fachleute nicht nur in den Bereichen Pflege oder Gesundheit. Insgesamt brauche das Land bis 2030 rund 340.000 Fachleute. Die LEG solle dabei helfen, Hemmschwellen abzubauen und Verfahren zu vereinfachen.

Tödlicher Arbeitsunfall in Gotha

Bei einem Arbeitsunfall in einem Logistikunternehmen in Gotha ist am Morgen ein 58-Jähriger tödlich verletzt worden. Nach Angaben der Polizei hatte der Mann hinter seinem Sattelzug gearbeitet, als dieser aus noch ungeklärter Ursache zurück rollte. Der Mann wurde zwischen dem Lkw und einer Laderampe eingeklemmt. Er starb noch an der Unfallstelle. - Bei einem weiteren Arbeitsunfall in Hildburghausen wurde eine Frau schwer verletzt. Sie geriet mit ihrem Arm beim Reinigen in eine Maschine und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden.

Themar: Brand durch chemische Reaktion im Müll ausgelöst

Der Großbrand einer Lagerhalle im südthüringischen Themar vorgestern ist offenbar durch eine chemische Reaktion im Müll ausgelöst worden. Wie eine Polizeisprecherin MDR THÜRINGEN mitteilte, hat sich dadurch starke Hitze entwickelt. Eine Brandstiftung sei ausgeschlossen. Mitarbeiter der Recycling-Firma hatten die Feuerwehr gerufen, nachdem sie die Glutnester im abgeladenen Müll entdeckten. Bei dem Brand war ein Schaden von fast 200.000 Euro entstanden. Zwei Menschen wurden leicht verletzt. Knapp 100 Feuerwehrleute waren stundenlang im Einsatz.

Themenjahr würdigt 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen

Mit einem Themenjahr will Thüringen neun Jahrhunderte jüdisches Leben in der Region würdigen. Insgesamt sind nach Angaben der Organisatoren ab Oktober mehr als 150 Veranstaltungen geplant - darunter Musikfestivals, Ausstellungen und Vorträge. Mit dem Jubiläum sollen vor allem die jüdische Kultur, ihre Traditionen und Brauchtümer mehr in den Fokus gerückt werden. Die Idee des Themenjahrs geht auf eine gemeinsame Initiative der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen und der beiden großen christlichen Kirchen zurück.

Trotz Corona: Gute Geschäfte bei Modellbahn-Hersteller

Der Modellbahnhersteller Piko aus Sonneberg hat von der Corona-Krise offenbar profitiert. Wie ein Sprecher mitteilte, verzeichnet das Unternehmen ein Umsatzplus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In der Coronazeit hätten Modellbahnfans mehr Zeit gefunden, ihrem Hobby nachzugehen, hieß es. Die Piko-Firmengruppe beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit über 600 Mitarbeiter, einen Großteil davon in China. Im Stammwerk in Sonneberg arbeiten rund 170 Mitarbeiter.