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Service | 09.06.2022Stand Up Paddling: Trendsport für heiße Tage

Stand: 08. Juni 2022, 10:00 Uhr

Stand Up Paddling ist der Sommertrend auf Gewässern hierzulande. Der Mix aus Surfen und Paddeln ist schnell zu lernen und trainiert den ganzen Körper. Welches Board für wen geeignet ist, erklärt Paddel-Trainer Tim Hauschild aus Erfurt in der Servicestunde am Donnerstag bei MDR THÜRINGEN - Das Radio.

Stand Up Paddling (SUP) ist der ideale Sport für Jung und Alt. Besonders viel Spaß macht SUP zu zweit oder in einer Gruppe. Netter Nebeneffekt: An richtig heißen Tagen kann man sich eine Erfrischung im kühlen Nass gönnen. Mit der Kombination aus Board und Paddel feiern auch Anfänger schnell erste Erfolge. Das Paddeln im Stehen trainiert den Schulter- und Armbereich, durch das ständige Austarieren auf dem Brett wird auch die tiefe Rumpfmuskulatur gestärkt.

Rauf aufs Board: Was es beim Einstieg zu beachten gibt

Sich auf das Brett zu stellen ist der vielleicht schwierigste Teil. Am besten gelingt es, wenn man sich zuerst auf das Brett kniet. Dann stützt man sich im Vierfüßerstand sicher ab und stellt erst einen Fuß auf, dann den anderen und richtet sich langsam auf. Wichtig ist: immer schön in die Knie gehen, dabei das Paddel mit hochnehmen und langsam die Balance halten.

Stand up Paddle-Kurse werden an vielen Seen angeboten. Außerdem kann man die Boards ausleihen. Bildrechte: MDR/Carolin Soyke

Geübte Paddler stehen barfuß auf dem Board. Für Anfänger empfiehlt sich festes Schuhwerk. Kurse werden an vielen Seen in Mitteldeutschland angeboten. Die Ausrüstung ist vor Ort ausleihbar.

Welche Stand up Paddle-Boards gibt es?

Wer sich dann ein eigenes SUP-Board zulegen möchte, muss schon bei der Art des Boards gut überlegen, was er eigentlich möchte.

  • Es gibt Hardboards, die wie klassische Surfbretter aus Kunststoff oder Holz gefertigt sind. Diese haben oft gute Fahreigenschaften.
  • Und es gibt aufblasbare Boards, welche man bei Nichtbenutzung platzsparend zusammenrollen kann. 
Gemeinsam aufs Board? Ein Riesenspaß! Bildrechte: imago images/ Rainer Weisflog

Pilates und Yoga auf dem Surfbrett

Wer sich an sein SUP gewöhnt hat, kann auch Pilates und Yoga auf dem Board probieren. Nicht ganz leicht, aber eine tolle Möglichkeit, die Balance zu trainieren. Auch dafür werden Kurse angeboten. Bis es so aussieht, dauert es allerdings etwas:

Wackelige Angelegenheit: SUP-Board als "Yogamatte" Bildrechte: imago/Westend61

Mit diesen Tipps geht's sicher aufs Wasser

Freunde und/oder Familie informieren Vor dem Gang aufs Wasser ist es ratsam, jemanden darüber zu informieren. Bildrechte: imago/Westend61
Handy mit auf das Brett Ein wasserdicht verpacktes Telefon kann im Notfall entscheidend sein. Bildrechte: imago/Marius Schwarz
Tragen Sie eine Leash Die Leash (Sicherheitsleine) stellt sicher, dass man bei schwierigen Bedingungen oder Stürzen in der Nähe des Bretts bleibt. Bildrechte: imago/Westend61
Eine Schwimmweste kann Leben retten Also ist es ratsam, eine zu tragen. Bildrechte: imago/All Canada Photos
Wetter- und Windvorhersage überprüfen Damit es auf dem Wasser keine bösen Überraschungen gibt. Bildrechte: imago/Westend61
Bedingungen des Gewässers prüfen Vor allem beim Paddling auf unbekannten Gewässern sollte man sich über mögliche Besonderheiten informieren. Bildrechte: imago/Westend61
Nicht alleine paddeln Notsituation übersteht man zu zweit oder mit mehreren besser. Bildrechte: imago/ZUMA Press

Interessante FaktenUrsprünglich bewegten sich polynesische Fischer stehend auf dem Wasser fort. Im 20. Jahrhundert nutzen dann hawaiianische Surflehrer ein Stehpaddel, um mit dem Board schneller an Land zu kommen. Außerdem war das Stand Up Paddling ein Sport des Königs. Nur Auserwählte durften sich auf diese Weise fortbewegen. Daraus hat sich nun eine richtige Trendsportart entwickelt.

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN | Der Vormittag mit Haase und Waage | 09. Juni 2022 | 11:10 Uhr