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Dulig: Mitgliederentscheid über Schwarz-Rot in Sachsen

Der sächsische SPD-Spitzenkandidat Dulig will die Parteimitglieder über eine schwarz-rote Koalition entscheiden lassen. Dulig sagte in Berlin, Parteichef Gabriel habe mit der Abstimmung über die große Koaliton auf Bundesebene einen Standard gesetzt. Dahinter werde er nicht zurückfallen. Die Vorbereitungen einer Abstimmung sollen begonnen werden, falls SPD und CDU Koalitionsverhandlungen einleiten. So sollen laut Dulig unnötige Verzögerungen bei der Regierungsbildung verhindert werden. - Zunächst muss aber Ministerpräsident Tillich entscheiden, mit wem er in Koalitionsverhandlungen tritt. Rechnerisch möglich wären auch ein Bündnis mit den Grünen, der Linkspartei oder der AfD. Letzteres hat Tillich bereits kategorisch ausgeschlossen. © MDR INFO

Lokführer-Gewerkschaft hält an Streikplänen fest

Die Lokführergewerkschaft GDL hält an ihren Streikplänen für den Abend fest. GDL-Chef Weselsky sagte, das Angebot der Bahn vom Morgen sei alter Wein in neuen Schläuchen. Bei der Gewerkschaft mache sich nicht nur Enttäuschung sondern auch Wut breit. Die Lokführer wollen um 18 Uhr einen dreistündigen Warnstreik beginnen. Er zielt zwar vor allem auf den Güterverkehr ab, betroffen sind aber auch Fernzüge sowie Regional- und S-Bahnen. Der Streikleiter der Gewerkschaft, Gelling, sagte, er rechne mit erheblichen Ausfällen. © MDR INFO

Ukrainisches Militär: Rückzug von Flughafen Lugansk

Ukrainische Streitkräfte haben nach schweren Kämpfen den Flughafen im ostukrainischen Lugansk aufgegeben. Ein Armeesprecher sagte, die Soldaten hätten den Befehl zum geordneten Rückzug vom Flugplatz und einem nahegelegenen Ort erhalten. Nach ukrainischen Angaben waren sie unter russischen Artilleriebeschuss geraten. Zuvor hätten sie sich Gefechte mit einem russischen Panzerbataillon geliefert. In den vergangenen 24 Stunden seien sieben Soldaten getötet worden. © MDR INFO

Gedenken an Geiseldrama von Beslan

Mehrere tausend Menschen haben in Russland des Geiseldramas in Beslan gedacht. Zehn Jahre nach dem Anschlag auf eine Schule wurden auf einer Trauerfeier Blumen und Kränze niedergelegt. Damals waren mehr als 30 Islamisten in die Schule eingedrungen und hatten 1.100 Geiseln genommen. Nach stundenlangen Feuergefechten zwischen den Terroristen und Sicherheitskräften war das Geiseldrama beendet. Insgesamt kamen 334 Menschen ums Leben, darunter 186 Kinder. Bei weiteren Trauerfeierlichkeiten soll morgen ein Requiem aufgeführt werden. Am Mittwoch sollen 334 weiße Luftballons aufsteigen. © MDR INFO

Nach 800 Jahren wieder Lehrbetrieb an indischer Universität

Im indischen Bundesstaat Bihar hat die Nalanda -Universität nach mehr als 800 Jahren Unterbrechung den Lehrbetrieb wieder aufgenommen. In der Antike gehörte die Hochschule zu den bedeutendsten wissenschaftlichen Stätten. Bis zu 10.000 Menschen studierten dort. Die Universität war im 5. Jahrhundert gegründet und im 12. Jahrhundert von einer türkischen Armee zerstört worden. Zum Neustart wurden zunächst 15 Studenten immatrikuliert. Kanzler ist ein Wirtschafts-Nobelpreisträger. Das Projekt wird von zahlreichen asiatischen Staaten sowie Australien und Neuseeland unterstützt. © MDR INFO

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