Nachrichten

London: Tödliche Attacke war vermutlich Terrorakt

Bei einem mutmaßlichen Terroranschlag ist in London ein Mann brutal ermordet worden. Nach Angaben der Polizei gingen zwei Angreifer in der Nähe einer Kaserne mit einer Machete auf ihr Opfer los. Auf Filmaufnahmen rechtfertigt einer der Männer die Tat und fordert zum Sturz der Regierung auf. Die Täter wurden von der Polizei gestellt und niedergeschossen. Premierminister Cameron brach seinen Frankreichbesuch ab und berief eine Krisensitzung ein. Er geht von einem terroristischen Hintergrund aus. Die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Kaserne im Stadtteil Woolwich wurden verstärkt. © MDR INFO

EU will Steuerschlupflöcher stopfen

In der EU sollen Steuerbetrüger keine Chance mehr haben. Der EU-Gipfel in Brüssel hat sich dafür auf einen Zeitplan geeinigt. Die Staats- und Regierungschefs beschlossen, bis zum Jahresende den automatischen Austausch von Steuerdaten auf den Weg zu bringen. Damit wird das Bankgeheimnis praktisch abgeschafft. Zudem sollen Unternehmen künftig daran gehindert werden, Steuerschlupflöcher auszunutzen. Bundeskanzlerin Merkel sprach von einem sehr wichtigen Fortschritt. Entscheidend sei, dass nun auch bisher zögerliche Staaten dem vollen Datenaustausch zustimmen wollten - wie etwa Österreich und Luxemburg. © MDR INFO

Rösler kritisiert Facebook und Google

Bundeswirtschaftsminister Rösler hat die großen US-Internetkonzerne gewarnt. Er sagte in San Francisco, wenn der Datenschutz dauerhaft ausgehebelt werde, müsse letztlich die Politik eingreifen. Der Vizekanzler kritisierte besonders Apple, Facebook und Google. Sie hatten bei seinen Firmenbesuchen Teile der deutschen Delegation ausgeschlossen. Apple ließ nur Rösler allein das Unternehmensgelände besichtigen. Bei Google und Facebook wurden die mitgereisten Medien kurz herumgeführt, durften aber weder filmen noch Fragen stellen. Im Gegensatz zu diesen Firmen lobte Rösler Twitter als vorbildlich. Der Kurznachrichtendienst setze auf Offenheit und lebe das in der eigenen Unternehmenskultur vor. © MDR INFO

FBI tötet weiteren Boston-Verdächtigen

Das FBI hat einen Mann erschossen, der in Verbindung zu den Boston-Attentätern stehen soll. Nach Angaben der amerikanischen Bundespolizei war der 27-Jährige verhört worden. Während der Befragung sei er gewalttätig geworden. Ein FBI-Beamter habe ihn darauf in Notwehr erschossen. - Mitte April waren bei dem Anschlag in Boston drei Menschen getötet und über 260 verletzt worden. © MDR INFO

Uneinigkeit bei EU-Waffenembargo für Syrien

Außenminister Westerwelle will im Streit um das EU-Waffenembargo für Syrien vermitteln. Das erklärte er am Rande eines internationalen Syrien-Treffens. Westerwelle sagte, er werde versuchen, Brücken zu bauen, damit es zu einer Einigung in Europa komme. Zum Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel forderte Großbritanniens Premierminister Cameron erneut, die EU solle das Waffenembargo aufheben, damit die syrische Opposition mit Waffen beliefert werden könne. - Kommenden Montag beraten die EU-Außenminister über das Waffenembargo, das zum jetzigen Stand am 31. Mai ausläuft. Bisher sind die Länder noch uneins. © MDR INFO


© 2013 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK