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Algerisches Flugzeug offenbar über Mali abgestürzt

Das über dem Norden Afrikas vermisste algerische Flugzeug ist offenbar über Mali abgestürzt. Das hat ein Kommandeur der dortigen UN-Mission erklärt. Demnach verunglückte die Maschine im Zentrum des Landes zwischen den Städten Gao und Tessalit . Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Zuvor hatte die algerische Fluggesellschaft Air Algérie mitgeteilt, dass sie den Kontakt zu der Maschine verloren hatte. Das Flugzeug sei von Burkina Faso nach Algier unterwegs gewesen. An Bord befanden sich den Angaben zufolge 110 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder. Noch ist unklar, ob es Überlebende gibt. © MDR INFO

Rücklage der Rentenversicherung steigt auf neues Rekordniveau

Die Finanzreserve der Deutschen Rentenversicherung hat eine neue Rekordhöhe erreicht. Nach Angaben eines Sprechers betrug sie im Juni 34 Milliarden Euro, 5,6 Milliarden Euro mehr als ein Jahr zuvor. Daraus könnten die Rentenzahlungen fast zwei Monate lang gezahlt werden. Nach dem Gesetz müsste der Beitragssatz zur Rentenversicherung wegen der Höhe der Rücklage gesenkt werden. Der Gesetzgeber hatte diesen Mechanismus für das laufende Jahr jedoch ausgesetzt, um andere rentenpolitische Maßnahmen zu finanzieren. © MDR INFO

Irakisches Parlament wählt Kurden Massum zum Staatspräsidenten

Der Irak hat ein neues Staatsoberhaupt. Das Parlament in Bagdad hat den Kurden Massum zum Staatsoberhaupt gewählt. Er erhielt mehr als 90 Prozent der Stimmen und tritt die Nachfolge des bisherigen Präsidenten Talabani an. Nach irakischem Recht muss der Präsident stets ein Kurde sein. Der Parlamentspräsident muss Sunnit, der Ministerpräsident Schiit sein. Bei der Wahl des Regierungschefs gibt es noch keine Einigung. Dabei besteht Amtsinhaber Maliki auf einer weiteren Amtszeit. Der Irak steckt derzeit in einer tiefen Krise, nachdem die islamistische Isis-Miliz Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hat. © MDR INFO

Thüringer Student geht nach Verurteilung in Österreich in Berufung

Der wegen Protesten beim Wiener Akademikerball verurteilte Student aus Jena will in Berufung gehen. Wie die Nachrichtenagentur APA berichtet, hat das der Anwalt des 23-Jährigen erklärt. Das Wiener Landgericht hatte den Jenaer am Dienstag wegen Landfriedensbruchs, versuchter schwerer Körperverletzung und Sachbeschädigung zu einem Jahr Haft verurteilt. Es kam zu dem Schluss, dass der Mann zu den Rädelsführern einer teils gewalttätigen Demonstration gegen den Akademikerball der rechten FPÖ gehörte. Das Urteil war in Österreich und Deutschland kritisiert worden. Da die Untersuchungshaft des Jenaers angerechnet wurde, kam er nach dem Richterspruch auf freien Fuß. © MDR INFO

Bundesbeauftragter für Stasi-Unterlagen bekommt Bürgerrechtspreis

Der Bundesbeauftragte für Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, erhält den Leipziger Medienpreis 2014. Nach Angaben der Stiftung wird er damit für seinen Einsatz für Presse- und Meinungsfreiheit in der DDR gewürdigt. Mit Jahn werden die Bürgerrechtler Aram Radomski, Siegbert Schefke, Christoph Wonneberger sowie die afghanische Journalistin Farida Nekzad geehrt. Der Medienpreis wird im Oktober verliehen. © MDR INFO

Tschechisches Parlament senkt aus Versehen Steuern auf Benzin

Das Parlament in Tschechien hat offenbar aus Versehen beschlossen, die Steuern auf Benzin und Diesel zu senken. Ministerpräsident Sobotka sagte einer tschechischen Zeitung, einige Abgeordnete hätten nicht gewusst, über was sie abstimmten. Grund sei, dass eine Gruppe von Abgeordneten die Änderung an ein anderes Gesetz angehängt habe. Das Votum muss nun wahrscheinlich morgen wiederholt werden. © MDR INFO

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