Nachrichten & Themen
Mediathek & TV
Audio & Radio
PflanzenPflegenGestaltenGenießenPodcastDie Strebergärtner
Rosmarin mit seinen schmalen, lanzettförmigen Blättern verträgt viel Sonne. Dann schmeckt er besonders aromatisch. Bildrechte: MDR/Annett Zündorf

Würziges KrautRosmarin pflanzen, pflegen und vermehrenSalvia rosmarinus; veraltet: Rosmarinus officinalis

18. April 2023, 10:56 Uhr

Rosmarin ist ein herrlich würziges Kraut für Kartoffel-, Fleisch- oder Gemüsegerichte. Er wirkt zudem als Tee beruhigend und gleichzeitig anregend. Rosmarin stammt aus dem mediterranen Raum. Er kommt mit Hitze und trockenen Sommern zurecht, doch im Winter wird es schwierig. Wichtig ist eine Pflanzung im Frühjahr und der richtige Standort, dann über steht er auch die frostige Jahreszeit.

Auf einen Blick
FamilieLippenblütler (Lamiaceae)
HeimatMittelmeer
Wuchsbuschig verzweigt
Standortsonnig, windgeschützt
Blütelila, rosa oder weiß
BlütezeitMärz bis Juni, zweite Blüte von September bis November
Früchtekeine
Winterhartbedingt, Winterhärte Zone Z7 (-17,7°C bis -12.3°C) bis Z9 (-6,7 bis -1,2°C)
Mehrjährigja

Der richtige Standort für Rosmarin

Rosmarin gedeiht am besten im Freien an einem sonnigen Platz, der vor Ost- und Nordwinden geschützt sein sollte. Im Winter kann er an einer geschützten Stelle im Freien wachsen. Dazu sollte er aber im Frühjahr gepflanzt werden. So hat er Zeit sich über den Sommer gut einzuwachsen. Damit steigt seine Winterhärte. Als Kübelpflanzen steht er am Besten bei Temperaturen, die nicht unter minus fünf Grad Celsius fallen. Im Winter sollte der Topf so lange wie möglich draußen bleiben. Stellen Sie die Pflanzen nur bei Temperaturen unter minus 5 Grad Celsius ins Haus. Ist die Frostperiode vorbei, fühlt sich der Rosmarin im Freien wohler als in warmen und lufttrockenen Wohnräumen, da er im Haus unter Lichtmangel leidet.  

In einem Topf gedeiht Rosmarin gut. Er passt zu anderen Kräutern wie hier zu Dill, punktet aber auch als einzelne Pflanze. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Die richtige Erde für Rosmarin

Rosmarin gedeiht am besten in durchlässiger, mineralischer und leicht humoser Erde. Bei schweren Böden ist eine Dränage des Standortes notwendig. Am besten tauschen Sie die Erde aus und pflanzen Sie den Rosmarin auch im Freien in ein geeignetes Topfsubstrat. Im Topfsubstrat sollten Sand, Lava oder andere mineralische Bestandteile untergemischt sein. Gut geeignet ist Dachgartensubstrat oder Kübelpflanzenerde.

Rosmarin düngen, gießen und schneiden

Ausgepflanzte Rosmarinpflanzen werden im Frühjahr mit reifem Kompost und eventuell mit etwas Wurmhumus versorgt. Rosmarin im Topf wird entweder im Frühling in frische Erde umgetopft oder von März bis Juli mit einem Flüssigdünger mit halber Konzentration alle 14 Tage gedüngt. In der Wachstumsperiode braucht Rosmarin einen gleichmäßig feuchten Boden. Staunässe verträgt er nicht.

Die wunderschönen Lippenblüten des Rosmarin ziehen Scharen von Bienen und Hummeln an. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Rosmarin kann im Prinzip ganzjährig geerntet werden, dennoch ist der Schnitt der Zweige im Winter nicht empfehlenswert. Die Schnittwunden sind Eintrittspforten für Pilze, die die Pflanze schwächen können. Schneiden Sie die Rosmarinzweige so, dass immer ein kurzer Stummel des Triebes verbleibt. Dort kann die Pflanze wieder austreiben und wird so immer verzweigter. Alte, vergreiste Exemplare schneidet man im April kräftig zurück.

Zweige vom Rosmarin können nach Bedarf geschnitten werden. Bildrechte: Colourbox.de

So kommt Rosmarin über den Winter

Im Sommer verträgt Rosmarin die heißesten Standorte. Schwierig wird es im Winter. Ausgepflanzte und gut eingewurzelte Rosmarin vertragen zwar Frostperioden. Allerdings benötigen sie einen Winterschutz aus Vlies oder Tannenreisig. Rosmarin im Kübel verträgt Temperaturen bis minus fünf Grad Celsius. Wird es noch kälter, brauchen die Pflanzen ein sehr helles Winterquartier mit hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen nicht über zehn Grad Celsius.

Rosmarin vermehren

Rosmarin kann leicht durch Ableger, Absenker oder Stecklinge vermehrt werden, Aus Saatgut werden eher selten neue Pflanzen gewonnen, da die Pflanzen in unseren Breiten kaum Samen ansetzen. Die biegsamen Triebe lassen sich leicht zu Boden biegen und in der Erde feststecken. An dieser Stelle bilden sie im Sommer nach einigen Wochen Wurzeln und können später abgetrennt werden. Rosmarin bildet auch in einer dunklen Vase mit wenig Wasser Wurzeln aus. Kopfstecklinge mit einer Länge von zehn bis 15 Zentimetern werden zu drei Vierteln entblättert und sehr tief in die Erde gesteckt. Im Sommer bilden sich nach zwei bis drei Monaten Wurzeln.

Rosmarintöpfe sind hübsche Hingucker im Garten und vorm Haus. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN - Das Radio | Radiogarten | 08. April 2023 | 09:05 Uhr