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Wie wird die Rente finanziert?

Die gesetzliche Rente in Deutschland ist umlagefinanziert. Das heißt: Wer momentan arbeitet, zahlt in die Rentenkasse ein - und wer Rentner ist, bekommt die dort eingezahlten Beiträge direkt als Rente. Deshalb ist die sinkende Geburtenzahl auch so problematisch: Wenn immer weniger Kinder geboren werden, müssen diese irgendwann einmal mehr Rentner finanzieren, als die Arbeitnehmer heute.

Was ist die "Rentenanpassung"?

Die jährliche Erhöhung der Renten wird als Rentenanpassung bezeichnet. Das erfolgt immer zum 1. Juli. Die Höhe der Rentenanpassung wird von der Bundesregierung in einer Verordnung festgelegt, der Bundesrat muss zustimmen. Die Anpassung kann allerdings auch per Gesetz erfolgen. Das war das letzte Mal 2008 der Fall.

Die Renten folgen der Entwicklung von Löhnen und Gehältern. Wenn sich in Ost und West die Löhne und Gehälter unterschiedlich entwickeln, gibt es in Ost und West auch unterschiedliche Rentenanpassungen. Bei fallenden Löhnen hat der Gesetzgeber negativen Rentenanpassungen einen Riegel vorgeschoben. Folgen auf Jahre mit negativer Lohnentwicklung, Jahre mit positiver Lohnentwicklung, wird die Rente in den positiven Jahren nicht so stark angehoben.

Wie wird die Rente berechnet?
Die Rente jedes Einzelnen wird mit der sogenannten Rentenformel berechnet. Danach ist die monatliche Rente das Produkt aus diesen Faktoren:

  • Entgeltpunkte: Sie werden jährlich aus dem Verhältnis des eigenen Einkommens zum Durchschnittseinkommen errechnet. Für 2019 wird bei der Rentenversicherung ein Durchschnittengelt von 38.901 Euro (vorläufiger Wert) angenommen. Wer genau durchschnittlich verdient hat, bekommt exakt einen Entgeltpunkt. Bei niedrigerem oder höherem Lohn gibt es entsprechend weniger oder mehr. Maximal sind rund zwei Endgeltpunkte möglich – dies liegt an der Bemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung. Um die niedrigeren Ostlöhne zu kompensieren, werden diese für die Berechnung mit dem sogenannten Hochwertungsfaktor multipliziert. 2019 lieht der Faktor bei 1,0840. Das soll sicherstellen, dass ein Beschäftiger im Osten mit durchschnittlichem Osteinkommen ebenfalls genau einen Rentenpunkt bekommt.
  • Aktueller Rentenwert: derzeit 30,69 Euro im Osten und 32,03 Euro im Westen. Seit Juli 2019 liegen die Werte im Osten bei 31,89 Euro, im Westen bei 33,05.
  • Zugangsfaktor: Bei regulärem Renteneintritt beträgt er 1,0. Für früheren beziehungsweise späteren Renteneintritt gibt es Ab- oder Zuschläge.
  • Rentenartfaktor: Bei Altersrenten und Renten wegen voller Erwerbsminderung beträgt er 1,0.
  • Beispielrechnung: Wer 40 Jahre lang immer exakt zum Durchschnittslohn gearbeitet hat, bekommt aktuell im Osten monatlich 1.227 Euro Rente und im Westen 1.281 Euro.
Reicht der Mindestlohn für die Grundrente?

Nein. Mit einem Einkommen auf Mindestlohn-Niveau schafft man es nach 45 Beitragsjahren nicht auf eine Rente oberhalb der Grundsicherung. Das hat die Bundesregierung im April 2016 auf eine Anfrage der Linken geantwortet. Demnach müsste der Stundenlohn bei 11,68 Euro liegen. Zum Zeitpunkt der Anfrage lag der Mindestlohn aber nur bei 8,84 Euro; 2019 beträgt der Mindestlohn 9,19 Euro.

Der durchschnittliche Bruttobedarf, um auf die Grundsicherung zu kommen, beträgt monatlich 788 Euro. Berechnungsgrundlage dabei sind eine Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden und 45 Arbeitsjahre.

Was ist die Rentenlücke?

Die Renten- oder auch Versorgungslücke ist die Differenz zwischen der gesetzlichen Rente und dem Betrag, den man braucht, um seinen Lebensstandard nicht zu verringern. Da das Rentenniveau seit Jahren kontinuierlich sinkt, werden künftig wohl die wenigsten ihren Lebensunterhalt allein mit der gesetzlichen Altersrente bestreiten können und sollten deshalb zusätzlich privat vorsorgen.

Nach einer Prognose der Bundesregierung wird das Rentenniveau bis zum Jahr 2030 auf 43 Prozent heruntergehen. Das heißt, dass Neu-Rentner nur noch 43 Prozent des dann gezahlten Durchschnittslohns zur Verfügung haben werden. 1990 waren es noch 55 Prozent, 2014 bereits nur noch 48 Prozent. Im Internet gibt es Rechner, mit denen man seine eigene Rentenlücke herausfinden kann.

Wer hat Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente?

Eine volle Erwerbsminderung liegt vor, wenn ein Versicherter aus gesundheitlichen Gründen weniger als drei Stunden täglich (bei einer Fünf-Tage-Woche) arbeiten kann oder aufgrund einer Behinderung in einer geschützten Einrichtung arbeitet, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aber nicht tätig sein kann. Eine teilweise Erwerbsminderung hat, wer weniger als sechs Stunden am Tag arbeiten kann.

Um eine Erwerbsminderungsrente zu erhalten, muss man in der Regel mindestens fünf Jahre Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt haben, davon in den letzten fünf Jahren mindestens drei Jahre.

Die Höhe der Rente richtet sich nach den bisher erlangten Rentenpunkten. Auf deren Grundlage wird die Erwerbsminderungsrente so berechnet, als ob die betroffenen Menschen nach Eintritt der Erwerbsminderung wie bisher weitergearbeitet hätten. Grundlage sind in der Regel die Verdienste in den vorherigen vier Jahren. Dieses Instrument wird Zurechnungszeit genannt.

Für alle, die bis 2019 in einer Erwerbsminderungsrente gegangen sind, wurde eine Zurechnungszeit bis zum Alter von 62 Jahren und 3 Monaten gewährt. Das bedeutet: Es wurde bei der Berechnung so getan, als ob sie bis zu diesem Alter weitergearbeitet hätten wie zuvor.

Mit den jüngsten Rentenreformen hat die Bundesregierung zukünftige Erwerbsminderungsrentner besser gestellt. Künftig soll die Zurechnungszeit bis zum jeweiligen gesetzlichen Renteneintrittsalter berechnet werden. Die Zurechnungszeit wird in den kommenden Jahren also sukzessive erhöht bis zum dann gültigen gesetzlichen Rentenalter von 67.

Allerdings bekommt ein Erwerbsminderungsrentner gleichzeitig Abzüge für jeden Monat, den er die Erwerbsminderungsrente vor dem eigentlichen Renteneintrittsalter in Anspruch nimmt. Der maximale Abschlag beträgt 10,8 Prozent.

Auch wer eine Erwerbsminderungsrente bekommt, kann hinzuverdienen. Wie auch bei der vorgezogenen Altersrente gilt seit Juli 2017 mit der Einführung der "Flexirente" eine neue Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro jährlich für Rentner mit voller Erwerbsminderung. Bei der Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung wird die Grenze individuell berechnet. Dabei orientiert man sich an dem höchsten Brutto-Jahreseinkommen der vergangenen 15 Jahre.

Was ist die Mütterrente und wer bekommt sie?

Die Mütterrente bekommen alle Frauen, die vor 1992 Kinder geboren haben. Sie soll die soziale Absicherung der betreffenden Rentnerinnen verbessern. Zu ihrem bestehenden Rentenanspruch erhalten sie seit 2014 für jedes vor 1992 geborene Kind einen zweiten Entgeltpunkt hinzu. Seit Anfang 2019 werden sechs weitere Monate Erziehungszeit angerechnet. Das entspricht einem halben Entgeltpunkt pro Kind.

Anspruch auf die "Mütterrente II" haben sowohol Neurentnerinnen als auch diejenigen, die bereits Rente beziehen. Der halbe Entgeltpunkt macht etwa 15 Euro pro Monat und Kind aus (Stand: März 2019).

Für jedes Kind, das ab dem 1.1.1992 geboren wurde, werden seit Anfang 2019 drei Rentenpunkte angerechnet.

Zwar muss für die Mütterrente kein Extra-Antrag gestellt werden, die Kindererziehungszeiten müssen aber im Rentenkonto erfasst sein. Dafür sollten betroffene Frauen oder Männer ihre Kindererziehungszeiten beim Rentenversicherungsträger beantragen.

Der Begriff Mütterrente ist übrigens irreführend, denn: Damit ist generell eine bessere Anerkennung von Erziehungszeiten für Kinder gemeint. Das kann Mütter und Väter betreffen, je nachdem, wer die Kindererziehungszeiten in seinem Rentenversicherungskonto hat.

Wird die Rente gekürzt, wenn man im Ausland lebt?

Nach Angaben der der Deutschen Rentenversicherung gehen in Deutschland erworbene Leistungsansprüche im Ausland "üblicherweise nicht verloren". Es stehe deutschen Rentnern frei, wo sie ihren Ruhestand verbringen. Die Deutsche Rentenversicherung zahlt Renten derzeit in über 150 Länder.

Es gibt einige wenige Ausnahmen, bei denen Rentner Abschläge in Kauf nehmen müssen. Zum einen betrifft es die Renten, die nach dem sogenannten Fremdrentengesetz bezahlt werden. Wenn jemand beispielsweise als Russland-Deutscher in die dortige Rentenversicherung eingezahlt hat. Einschränkungen kann es auch bei Beziehern von Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit geben. In beiden Fällen werden die auswanderungswilligen Rentner gebeten, mit der zuständigen Rentenstelle Kontakt aufzunehmen. Beratung diesbezüglich bietet aber auch das Raphaelswerk der Caritas an.

Des Weiteren sollten die Auswanderer im Rentenalter die Frage der Rentenbesteuerung im Ausland mit dem zuständigen Finanzamt klären und bei einer privaten Krankenversicherung auch dort nachfragen, ob sie im Ausland uneingeschränkten Versicherungsschutz gewährleistet.

Ratgeber

Müssen Rentner Einkommenssteuern zahlen?

Ja, und durch gesetzliche Änderungen steigt die Zahl der steuerpflichtigen Rentner jedes Jahr. Hintergrund: Bis 2004 war nur der sogenannte Ertragsteil der Rente steuerpflichtig. Er lag bei einem Viertel bis zu einem Drittel der Rente. Grundidee dahinter war, dass ein Rentner die in seinem Arbeitsleben eingezahlten Rentenbeiträge bereits versteuert hat. 2005 wurde das System auf die sogenannte "nachgelagerte Besteuerung" umgestellt. Aufwendungen für die Altersvorsorge sind nun zunehmend steuerfrei. Dafür werden im Gegenzug später die Renteneinkünfte besteuert.

Experten empfehlen allen steuerfreien Rentnern, alle drei bis vier Jahre überprüfen zu lassen, ob sie es immer noch sind oder inzwischen doch unter die Steuerpflicht fallen und damit eine Einkommenssteuererklärung abgeben müssen. Helfen kann dabei das Finanzamt oder ein Steuerberater, der dann, sofern man es will, auch gleich die Steuererklärung aufsetzen kann.

Wie werden Renten besteuert?

Die Änderungen hin zur "nachgelagerten Besteuerung" (siehe oben) erfolgen langfristig und stufenweise. Rentner, die bis 2005 in Rente gegangen sind, haben einen sogenannten Rentenfreibetrag von 50 Prozent. Diesen Anteil an ihrer Rente müssen sie nicht besteuern. Seit 2006 sinkt der Rentenfreibetrag jährlich um zwei Prozent und im Gegenzug steigt der zu besteuernde Anteil. Wer 2019 in Rente geht, hat lediglich noch einen Rentenfreibetrag von 22 Prozent und entsprechend einen Besteuerungsanteil von 78 Prozent. Ab 2040 müssen Neurentner ihre Rente dann vollständig versteuern.

Wichtig: Auch Rentner haben zusätzlich Anspruch auf den allgemein gültigen Steuerfreibetrag. Dieser liegt 2020 für Alleinstehende bei 9.408 und 18.816 für Verheiratete.

Die Rente ab 63 ohne Abschläge – wer bekommt sie?

Wer mindestens 45 Jahre lang in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert war, kann seit Juli 2014 bereits ab 63 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen. Für alle Personen, die nach 1952 geboren sind, steigt die Altersgrenze für die abschlagsfreie Rente jedoch schrittweise an. Für alle nach 1964 Geborenen liegt sie wieder bei 65 Jahren.

Arbeiten im Alter – Was müssen Rentner beachten?

Wer die Regelaltersgrenze überschritten hat, darf so viel dazuverdienen, wie er möchte. Die Rente bleibt dennoch erhalten. Derzeit liegt die Regelaltersgrenze bei 67 Jahren; 65 Jahre für diejenigen, die vor dem 1. Januar 1947 geboren wurden, und für später Geborene liegt die Grenze zwischen 65 und 67 Jahren. Allerdings gibt es einige Regeln zu beachten, denn in bestimmten Fällen können die Zusatzeinnahmen dazu führen, dass die Rente gekürzt wird.

Als Rentner kann man sich von einem Unternehmen einstellen lassen, als ganz regulärer Arbeitnehmer, also mit Lohnabrechnung, Urlaubsanspruch und Fortzahlung im Krankheitsfall. Möglich ist auch ein Minijob. Für ihn gelten grundsätzlich dieselben Regeln, auch bei Teilzeit. Der Arbeitgeber muss eine Pauschale für Steuern und Sozialversicherung zahlen. Diese geringfügigen Beschäftigungen sind zudem auch rentenversicherungspflichtig. Allerdings kann man sich davon befreien lassen. Wer sich lieber ehrenamtlich engagieren möchte, darf jährlich 720 Euro steuerfrei hinzuverdienen. Dabei handelt es sich um die sogenannte Ehrenamtspauschale.

Wie viel dürfen Frührentner hinzuverdienen?

Seit dem 1. Juli 2017 wird der Hinzuverdienst über das neue Gesetz zur "Flexirente" geregelt: Damit will die Bundesregierung älteren Arbeitnehmern einen selbstbestimmten Eintritt in die Rente ermöglichen sowie das Weiterarbeiten erleichtern. Es gibt nun deutlich höhere Hinzuverdienstgrenzen bei freier Wahl der Höhe der vorgezogenen Renten.

Zusatzvorsorge

Welche Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge gibt es?

Sehr viele. Sie reichen über klassische private Renten- oder Lebensversicherungen, betriebliche Altersvorsorge, die staatlich geförderte Riester-Rente, ungeförderte Banksparverträge bis hin zu Investmentfonds oder Rentenfonds. Welche private Vorsorge die richtige für einen selbst ist, hängt immer von den persönlichen Lebensumständen ab. Tipps dazu gibt die  Deutsche Rentenversicherung.

Ab wann sollte man sich um private Altersvorsorge kümmern?

So früh wie möglich. Denn je eher man damit beginnt, zusätzlich privat fürs Alter vorzusorgen, umso mehr Geld hat man dann natürlich im Alter auch und kann seinen gewohnten Lebensstandard aufrecht erhalten.

Was ist die Riester-Rente?

Die Riester-Rente ist eine freiwillige, private Zusatzversorgung, die vom Staat mit Zulagen unterstützt wird. Eingeführt wurde sie 2002. Benannt ist sie nach dem damaligen Bundesarbeitsminister Walter Riester. "Riestern" kann jeder, der in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist.

Woher weiß ich, ob sich Riestern für mich lohnt?

Riester ist kein Produkt von der Stange. Es gibt auch viele Fälle, in denen sich die Riester-Rente einfach nicht lohnt. Bevor ein Vertrag abgeschlossen wird, sollte sich der Verbraucher gut beraten lassen. Zum Beispiel bei einer Verbraucherzentrale. Die Riester-Rente gibt es als Fonds, Versicherungen, als Banksparpläne und für die Baufinanzierung. Derjenige, der sich irgendwann einmal ein Eigenheim zulegen will, ist mit einem Riester-Bauspar-Vertrag gut beraten. Banksparpläne sind sehr flexibel und wenn man mit Riester an den Kursentwicklungen von Aktien teilhaben will, kann man das mit Riester-Fonds. Für alle Riester-Produkte gilt: Zu Rentenbeginn steht dem Versicherungsnehmer mindestens das selbst eingezahlte Geld plus der staatlichen Förderung zur Verfügung.

Für wen ist die Riester-Rente sinnvoll?

Besonders für Berufsanfänger und kinderreiche Familien. Wer zum Beispiel in seiner Lehre wenig verdient, zahlt nur 60 Euro pro Jahr, um eine volle Riester-Förderung zu bekommen. Für junge Arbeitnehmer gibt der Staat noch einmal 200 Euro Förderung. 300 Euro pro Kind zahlt der Staat jedes Jahr dazu, wenn die Kinder nach dem Jahr 2008 geboren wurden. Und das über den kompletten Zeitraum, in dem die Eltern Kindergeld beziehen.

Spezial: Renten in Ostdeutschland

Wann werden die Ostrenten das Westniveau erreicht haben?

Mitte 2018 hat die Bundesregierung beschlossen, die Renten in Ost und West bis 2025 endgültig anzugleichen. Bis dahin wird der sogenannte Umrechnungsfaktor, der Rentenwert und die Rentenbeitragsbemessungsgrenze (siehe Informationen zur Rentenberechnung oben) stufenweise vereinheitlicht.

Die Rentenniveau in Ost und West hatten sich zuvor schon über Jahre angenähert: Der Rentenwert (Ost) stieg zum ab 1. Juli 2018 beispielsweise von 95,7 auf 95,8 Prozent des Westniveaus.

Gibt es bei der Ost-West-Rentenangleichung nur Gewinner?

Nein. Die Angleichung der Renten bis zum Jahr 2025 bringt neben Gewinnern auch Verlierer hervor. Gewinner sind die heutigen Rentner, Verlierer die heutigen Arbeitnehmer, also die künftigen Rentner. Die Rentenangleichung verändert zwei Dinge in der Rentenformel: zum einen steigt der bislang noch niedrigere Ost-Rentenwert (derzeit 30,69 Euro) auf Westniveau (32,03 Euro). Zum anderen fällt aber der Aufwertungsfaktor von derzeit mehr als 12 Prozent weg, der bislang die niedrigeren Ostgehälter in der Berechnung der Rente auf den westdeutschen Durchschnitt aufgewertet hat. Der höhere Rentenwert kann die abgeschaffte Aufwertung nicht ausgleichen – für heutige Arbeitnehmer ist das de facto eine Rentenkürzung.

Sind Rentner im Osten stärker von Armut bedroht?

Laut Statistik nicht. Dem Statistischen Bundesamt zufolge ist der Anteil armutsgefährdeter Rentner im Osten etwas niedriger als im Westen. Demnach waren 2013 in den neuen Bundesländern einschließlich Berlin 12,5 Prozent der Menschen über 65 Jahre von Armut bedroht. In den alten Bundesländern lag diese Quote bei 14,8 Prozent.

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