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Vermischtes

App "KatWarn"
Bildrechte: MDR/Mike Heerdegen-Simonsen

Nach den Gewalttaten in Bayern wird über Handy-Apps diskutiert, die die Bevölkerung im Katastrophenfall warnen. Eine solche App ist "Katwarn". MDR-AKTUELL-Reporterin Astrid Wulf hat sie getestet.

MDR AKTUELL - Das Nachrichtenradio Mi 27.07.2016 18:20Uhr 02:07 min

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Weltjugendtag in Polen

Wie katholisch sind die Polen?

In Polen ist der katholische Glaube tief verwurzelt - fast 90 Prozent der Polen bezeichnen sich als Katholiken. Doch unter den jungen Menschen wächst die Zahl der Ungläubigen stetig an.

Gottesdienst in polnischer Kirche.
90 Prozent aller Polen bezeichnen sich als katholisch. In keinem anderen Land der Welt ist der Anteil von Katholiken im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung so hoch. In den vergangenen Jahren gab es einen leichten Rückgang derer, die sagen, sie seien tief gläubig. Bildrechte: MDR/Anja Datan
Gottesdienst in polnischer Kirche.
90 Prozent aller Polen bezeichnen sich als katholisch. In keinem anderen Land der Welt ist der Anteil von Katholiken im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung so hoch. In den vergangenen Jahren gab es einen leichten Rückgang derer, die sagen, sie seien tief gläubig. Bildrechte: MDR/Anja Datan
36 Meter hohe Christusstatue in Polen
Die größte Jesus-Statue der Welt steht seit 2010 im polnischen Świebodzin, 81 km östlich von Frankfurt/Oder. Sie ist 36 Meter hoch, sechs Meter höher als die weltberühmte Jesus-Statue in Rio de Janeiro. Initiator und Bauherr der Statue war der Priester Sylwester Zawadzki. Die Statue wurde durch Spendengelder finanziert. Über die genaue Höhe der Kosten gibt es Unklarheiten, sie schwanken zwischen 1,5 und drei Millionen Euro. "Ich werde doch für eine heilige Sache nicht Buch führen", rechtfertigte sich Sylwester Zawadzki. Bildrechte: dpa
Papst Johannes Paul II., aufgenommen am 06.10.1996 im Vatikan.
Am 2. April 2005 starb Papst Johannes Paul II. in Rom. 26 Jahre lang war er das Oberhaupt der Katholiken der Welt gewesen und hatte auch entscheidend das politische Geschehen in seinem Heimatland beeinflusst. Bildrechte: dpa
Kreuz vor polnischer Kirche in der Nacht
Der polnische Papst hatte eine ganze Generation in seinem Heimatland geprägt. Doch mit seinem Tod ging der Einfluss der katholischen Kirche auch in Polen allmählich zurück. Bildrechte: IMAGO
Religionsunterricht in polnischer Schule.
Es wuchs eine neue Generation in Polen heran. Bei den jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren hat sich die Zahl der Nichtgläubigen seit 2005 mehr als verdoppelt und beträgt inzwischen 15 Prozent. Auch bei den Erwachsenen nimmt der Einfluss der Kirche ab. Nur noch 39 Prozent aller Befragten haben für eine Studie des polnischen Meinungsforschungsinstituts CBOS 2015 angegeben, den "Weisungen der Kirche" zu folgen. 2005 waren es noch 66 Prozent. Bildrechte: MDR/Anja Datan
Paar läßt sich in polnischer Kirche trauen.
Kirchensteuer gibt es keine. Die katholische Kirche finanziert sich zu 80 Prozent über Spenden und Gebühren. Für Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen verlangt sie Geld. Natürlich nicht offiziell, denn theoretisch sind Sakramente auch in Polen kostenlos beziehungsweise nur mit einer Spende verbunden. Allerdings kursieren für diese "Spenden" inoffizielle Preislisten. Die polnische Zeitung "Super Express" hat die aktuellen Preise zusammengetragen. So soll eine Hochzeit in Czernikowo in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern beispielsweise 1980 Złoty (ca. 495 Euro) kosten, in Gdynia 570 Złoty (ca. 142 Euro). Bildrechte: MDR/Anja Datan
Ein Kind wird getauft.
Eine Taufe soll zwischen 60 Złoty (ca. 15 Euro) und 500 Złoty (ca. 125 Euro) kosten, je nachdem, ob sie in Słubice oder in Łódź stattfindet. Für eine Beerdigung verlangt die Kirche bis zu 5000 Złoty (ca. 1.250 Euro). Bildrechte: IMAGO
Der katholische Priester Tadeusz Rydzyk
Das katholische "Radio Maryja" liegt auf Platz fünf der beliebtesten Radiosender in Polen. Gegründet wurde es 1991 vom Redemptoristen-Pater und Medienunternehmer Tadeusz Rydzyk. 2003 gründete Rydzyk auch den TV-Sender "TV Trwam". Die beiden streng national-konservativ ausgerichteten Sender haben ihren Sitz in Toruń. Kritiker werfen ihnen das Schüren von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit vor. Bildrechte: IMAGO
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