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Weltfrauentag Frauen in der Klassik

Zum Weltfrauentag ♀️ richten wir das Spotlight auf bedeutende Frauen der Klassik! Eine von ihnen ist ohne Zweifel Clara Schumann. Geboren 1819 in Leipzig, spielte sie Klavier noch bevor sie sprechen konnte. Der Vater zwang sie, jeden Tag stundenlang zu üben. Schon als kleines Mädchen spielte sie Konzerte in ganz Europa. Der Vater hatte sein Ziel erreicht: Er wollte aus ihr ein Wunderkind machen. Zufrieden war er mit seiner Tochter trotzdem nie. Als Elfjährige lernte sie den damals doppelt so alten Robert Schumann kennen, der zu dieser Zeit bei ihrem Vater Klavierunterricht nahm. Die Liebe zu Robert besiegelte schlussendlich den Bruch mit dem Vater. Robert und Clara Schumann führten eine Künstlerehe: er Komponist, sie Pianistin. Doch die Musikerin Clara verschwand zusehends hinter ihrer Aufgabe als achtfache Mutter. In ihren Konzerten spielte Clara Schumann außerdem immer häufiger Stücke, die ihr Mann komponiert hatte. Robert Schumann wurde als Komponist so immer bekannter und erfolgreicher. Komponiert hat Clara selbst übrigens auch. Sie schrieb rund 70 Werke. Das Klavierspielen war ihr aber wichtiger. Nach dem Tod ihres Mannes reiste Clara Schumann noch jahrzehntelang durch Europa und gab Konzerte. Als sie älter wurde, reiste sie zusehends weniger, unterrichtete dafür junge Klavierschülerinnen und -schüler. Nach mehr als 60 Jahren als Konzertpianistin trat Clara Schumann mit 71 Jahren zum letzten Mal öffentlich auf. Sie wurde 76 Jahre alt. Bildrechte: MDR KLASSIK
Spätestens seit ihrem 1981 uraufgeführten Violinkonzert "Offertorium" zählt die gebürtige Russin, Sofia Gubaidulina, zu den internationalen Größen. Am Konservatorium in Moskau studierte sie Komposition und Klavier. Seit 1963 als freischaffende Komponistin tätig, nahm sie Anregungen der neuen Musik westlicher Prägung auf, was mit der Doktrin des Sozialistischen Realismus nicht vereinbar war. Ihr Name erschien auf einer „Schwarzen Liste“ besonders unliebsamer Komponisten, ihre Musik wurde fortan nicht mehr gespielt. 1992 siedelte Gubaidulina nach Deutschland über. Hier wurde sie u.a. Gewandhauskomponistin. 2017 wurde Gubaidulina bei der Verleihung des Deutschen Musikautorenpreises für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. In der Begründung der Jury hieß es, die "Grande Dame" der Komposition habe mit ihren Werke die zeitgenössische Musik maßgeblich geprägt. Bildrechte: MDR KLASSIK
Zum Weltfrauentag ♀️ richten wir das Spotlight auf bedeutende Frauen der Klassik! Als Generalmusikdirektorin in Nürnberg ist Joana Mallwitz eine Frau in einer "Männerwelt". Als sie mit 19 eigentlich als Pianistin nach Heidelberg frisch von der Hochschule gekommen war, stand plötzlich die Frage im Raum, ob die Musikerin die Premiere von Puccinis „Madama Butterfly“ übernehmen könne? Mallwitz hat sich der Aufgabe angenommen. Schon bald darauf wurde sie zweite Kapellmeisterin und mit 27 zur Generalmusikdirektorin am Theater in Erfurt. Damit war sie europaweit die Jüngste in dieser Funktion. 2018 folgte der Wechsel ans Staatstheater Nürnberg. Vielen gilt Joana Mallwitz als Wunderkind. Mit drei Jahren spielte sie Klavier, wenig später auch Geige. Im Alter von 13 sei ihr klar geworden, dass sie Dirigentin werden will. 2019 wurde Joana Mallwitz zur „Dirigentin des Jahres“ gewählt. Bildrechte: MDR KLASSIK
Zum Weltfrauentag ♀️ richten wir das Spotlight auf bedeutende Frauen der Klassik! Ethel Smyth bekleidete viele Rollen: Suffragette, Komponistin, Schriftstellerin und Schöpferin des legendären "The March of the Women". Von Clara Schumann beeindruckt, studierte sie Komposition in Leipzig. Einer ihrer großen Lieben, Pauline Trevelyan, widmete Smyth ihre Messe in D, zu der sie in München inspiriert wurde. Mit Emmeline Pankhurst, dem Flaggschiff der ersten Frauen(wahl)rechtsbewegung, demonstrierte sie um 1910 für die Rechte der Frauen, wurde eingesperrt und dirigierte selbst noch im Gefängnis ihren "The March of the Women". Mit ihren Opern und Kammermusikwerken und als Autobiographin setzte Ethel Smyth Meilensteine. Heute gilt sie als einzige Komponistin Englands, die – trotz Anfeindungen – in einer Zeit erfolgreich war, in der Frauen in "Männerdomänen" so gut wie noch keine Lobby hatten. Bildrechte: MDR KLASSIK

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