FAQ Fragen und Antworten zum MDR Frühlingserwachen


Worum geht es beim MDR Frühlingserwachen?

Sobald die Sonnenstrahlen wärmer werden und die Vögel wieder zwitschern, sehnen die Menschen den Frühling herbei. Beim MDR Frühlingserwachen vom 11. März bis 4. April 2019 packen zahlreiche freiwillige Helfer an, um ihre Stadt gemeinsam zu verschönern. Die drei Städte Artern (Thüringen), Mügeln (Sachsen) und Tangerhütte (Sachsen-Anhalt) haben jeweils ein Herzensprojekt auserkoren, das einen gemeinschaftlichen Subbotnik, sprich Großeinsatz verdient hat. Die Städte haben sich Vorfeld mit ihren Projekten beworben. Damit gehen die Kandidaten ins Rennen um eine Verschönerungsprämie von 5.000 Euro und eine Unterhaltungsshow, die am Abend des 6. Aprils im Gewinnerort stattfindet, um das ehrenamtliche Engagement aller Helfer zu feiern.

Der MDR begleitet die Aktion über mehrere Wochen im Fernsehen, im Radio und Online.


Welche Orte und Projekte sind in diesem Jahr dabei?

Artern in Thüringen hat sich vorgenommen, seinen heruntergekommenen Sportplatz am Rande des Salineparks aufzumöbeln. Die Leichtathleten können hier schon lange nicht mehr trainieren und müssen nach Sondershausen ausweichen. Auch für Schüler und Kindergartenkinder ist das Areal nicht mehr nutzbar. Es wird also höchste Zeit, die Anlage für ganz Artern wieder wach zu küssen.

Mügeln in Sachsen hat eine schmucke Grundschule. Aber das Drumherum hat noch Nachholbedarf. Auf der öffentlichen Wiese vor der Turnhalle soll ein Aktiv-Areal entstehen, auf dem sich nicht nur die Schüler, sondern alle Mügelner in der Freizeit austoben können. Und auf einem zugewucherten Nachbargrundstück ist im Schatten großer Bäume ein grünes Klassenzimmer für naturnahen Unterricht geplant.

Tangerhütte im Norden Sachsen-Anhalts will im Wildpark Weißewarte ordentlich aufräumen und einen einladenden Eingangsbereich mit überdachtem Grillplatz und schicken Sitzmöbeln schaffen. Die Spielgeräte im großen Sandkasten sind teilweise morsch und müssen überholt werden. In den Tiergehegen hat ein Sturm zahlreiche Bäume umgeworfen. Dort müssen noch viel Holz beräumt und die Anlagen neu gestaltet werden.


Wann finden die Aktionstage statt?

Die Aktionstage an denen die Projekte konkret umgesetzt werden, sind am 16. März 2019 in Artern, am 23. März 2019 in Mügeln sowie am 30. März 2019 in Tangerhütte. Start der Aktion ist jeweils 10 Uhr. Der "Hammer" fällt in der Sendezeit von MDR vor Ort – pünktlich um 16:20 Uhr. Schon im Vorhinein sind immer wieder MDR-Reporter vor Ort und stellen die Projekte vor.

Als Rahmen für die Aktion ist ein Bürgerfest geplant, bei dem sich Vereine präsentieren oder Einwohner ihre Schätze auf einem kleinen Flohmarkt anbieten können.


Wer sind die Ortspaten und welche Rolle übernehmen sie?

Drei Reporterinnen werden in diesem Jahr als Ortspaten im Einsatz sein. Für Artern kämpft Susan Weitershagen, für Mügeln packt Gesine Schöps mit an und das Projekt in Tangerhütte wird Reporterin Daniela Posern tatkräftig begleiten. Die drei Journalistinnen schauen sich im Ort um, stellen die Projekte vor, akquirieren Helfer und Spender und unterstützen die freiwilligen Helfer tatkräftig. Am Aktionstag sind sie vor Ort und helfen mit.


Wie wird der Gewinner ermittelt?

In der Finalwoche vom 1. April an können dann die Zuschauer per TED oder online abstimmen, welcher Stadt die Verwandlung im Vorher-Nacher-Vergleich am besten gelungen ist und welche dann einen Scheck über 5.000 Euro für weitere Verschönerungsaktionen gewinnt. Die Abstimmung endet am 4. April, am 6. April steigt dann die Unterhaltungsshow im Gewinnerort.


Welche Orte haben bereits teilgenommen und gewonnen?

Bei der Premierenauflage 2017 haben hunderte Menschen in Bad Lauchstädt, Bad Berka und Bad Schlema ihre Heimartorte herausgeputzt. Die Zuschauer entschieden, dass Bad Schlema die Vorher-Nachher-Verwandlung am besten gelang. 

2018 gingen Burgstädt, Jessen und Meuselwitz ins Rennen um die Verschönerungsprämie. Im Finale entfielen die meisten Stimmen auf Meuselwitz.


Was bedeutet der Begriff Subbotnik?

"Subbotnik" ist ein Begriff, der zu DDR-Zeiten oft verwendet worden ist und bis heute im Sprachgebrauch erhalten geblieben ist. Er steht für freiwilligen, unbezahlten Arbeitseinsatz für die Allgemeinheit und war in der DDR schwer gefragt. Ob beim Wegräumen von Kriegstrümmern, beim Aufbau des Berliner Tierparks oder später beim Anlegen und Pflegen von Grünanlagen in den Neubaugebieten, im Betrieb und in der sogenannten Hausgemeinschaft – diese Arbeitseinsätze wurden Subbotnik genannt.

In den 1970er-Jahren setzt sich dafür der russische Begriff Subbotnik (russisch "subbota" für Sonnabend) durch. Denn der arbeitsfreie Sonnabend machte die unbezahlte Zusatzarbeit möglich.