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Der Bart: Stehen lassen oder rasieren? Bildrechte: IMAGO/Westend61

BartfrisurWelche Pflege braucht der Bart?

05. Februar 2024, 15:30 Uhr

Bei den Ägyptern war der lange Kinnbart ein Zeichen von Macht. Heute steht er für eine Mischung aus Schmuck und Männlichkeit und vielleicht auch für etwas Faulheit. Wie er gepflegt wird und gut aussieht, lesen Sie hier.

Der Vollbart braucht Pflege. Das sagt Sven Heubel, Innungsmeister der Friseure. In seiner Ausbildung hatte die Bartpflege noch einen größeren Stellenwert als heute. Das hat etwas nachgelassen. Dafür gibt es zahlreiche Pflegeprodukte, die je nach Bartlänge unterschiedlich wirken.

Den Bart waschen

Das spezielle Bartshampoo beim Vollbart müsse es nicht zwingend sein, die Grundreinigung lasse sich auch mit einem normalen Shampoo oder Duschbad erledigen, so Heubel. Täglich wäre aber anzuraten, weil eben doch ein paar Speisereste hängen bleiben über den Tag. Mahnend soll hier die Untersuchung Schweizer Wissenschaftler aus dem Jahre 2019 wirken, die Männerbärte und Hundefell bezüglich der Keimbelastung verglichen haben. Die Hunde schnitten besser ab.

Ob man ein spezielles Bartshampoo braucht, darüber lässt sich streiten.

Sven Heubel, Innungsmeister der Friseure in Thüringen und Sachsen-Anhalt

Geölt oder geschmiert?

Ein Bartöl mache erst ab einer gewissen Länge Sinn, erklärt Sven Heubel. Beim Dreitagebart noch nicht so sehr. Aber wenn der Bart dann länger wird, sorgt das Öl dafür, dass der Bart nicht so borstig wird. Geschmeidigkeit ist hier das Stichwort. Das Barthaar ist von Haus aus nun einmal etwas drahtiger. Wird jedoch das Öl in den Dreitagebart geschmiert, verschwindet es in erster Linie in der Haut, dafür ist es eigentlich nicht gedacht.

Ein Bartöl lohnt sich erst ab einer gewissen Länge - sonst landet es auf der Gesichtshaut statt in den Barthaaren. Bildrechte: imago/Westend61

Bart stutzen

Auch das regelmäßige Auskämmen eines Vollbartes, zum Beispiel mit einer Naturhaarbürste aus Wildschweinborsten, ist ab einer gewissen Länge nötig - damit kein Filzgeflecht entsteht und der Bart einen gepflegten Eindruck macht. Auch das In-Form-Bringen mit einem Bartschneider - egal ob nun mit Schablone oder ohne - sollte nicht unterschätzt werden. Spätestens alle drei Tage sei es ratsam, die Konturen nachzuziehen, so Sven Heubel. Jeweils abhängig vom persönlichen Bartwuchs.

Das Haar lässt sich nicht locken

Die verschiedenen Versuche, die Haare zu mehr Wachstum anzuregen, also quasi "herauszulocken", die heftet Friseurmeister Heubel unter Ammenmärchen ab. Auch den Ansatz, die Haare komplett zu kürzen, damit sie später voll wachsen. Auch der Bartwuchs ist letztlich Veranlagung: Er ist da oder nicht und auch durch das Rasieren nicht anzuregen.

Mit Abschluss der Pubertät hast du dein Haarkleid, was dich eine Zeitlang begleitet. Unabhängig davon, was du vorher für Manöver machst. Und beim Bart ist es genauso.

Sven Heubel, Innungsmeister der Friseure in Thüringen und Sachsen-Anhalt

MDR THÜRINGEN (ifl)

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN - Das Radio | Ramm am Nachmittag | 05. Februar 2024 | 16:10 Uhr