#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 21. Mai

1904: Weltfußballverband "FIFA" gründet sich

Am 21. Mai 1904 gründet sich der Weltfußballverband "FIFA". Um international Spiele einfacher zu organisieren, schließen sich sieben nationale Fußballverbände zusammen. Der Deutsche Fußball-Bund tritt der "FIFA" noch am Gründungstag per Telegramm bei. Der Verband wird in den letzten Jahren häufiger öffentlich kritisiert. Gründe dafür sind diverse Korruptionsaffären und die Vergabe der Fußball-WM an Russland (2018) und Katar (2022).

Eingang des FIFA Museum in Zürich
Der Hauptsitz der FIFA ist in Zürich. Dort befindet sich auch das "FIFA Museum", welches 2016 eröffnet wird. Bildrechte: imago/Ulmer

1932: Erste Pilotin fliegt über Atlantik

Am 21. Mai 1932 fliegt die US-amerikanische Frauenrechtlerin Amelia Earhart von Kanada nach Irland. Damit ist sie die erste Frau, die einen Transatlantikflug nonstop und alleine wagt. Nach diesem Flug wird sie als Heldin mit Paraden gefeiert und mit Orden dekoriert. Die Flugpionierin stellt weitere Rekorde auf und ist ebenfalls die erste Frau, die den Pazifik allein in einem Flugzeug überquert. 1937 wird sie nach ihrem Versuch, die Erde am Äquator zu umfliegen, als verschollen gemeldet. Zwei Jahre später wird sie für tot erklärt.

Ich bin eine Sozialarbeiterin, für die Fliegen ein Sport ist. Ich behaupte nicht, eine Feministin zu sein, doch ich freue mich, wenn Frauen neue Herausforderungen annehmen - das heißt, neu für Frauen.

Amelia Earhart Pilotin

Amelia Earhart, 1928
Amelia Earhart, 1928 Bildrechte: IMAGO / United Archives International

1945: Himmler wird verhaftet

Heinrich Himmler wird am 21. Mai 1945 in der Nähe von Zeven (Niedersachsen) festgenommen und kommt anschließend in britische Gefangenschaft. Zuvor hatte er aufgrund des nahenden Kriegsendes und Zerwürfnissen mit Adolf Hitler sein Untertauchen geplant: Er besorgt sich Dokumente, die ihn auf dem Papier zu einem einfachen Wehrmachtssoldaten machen. Unter dem Pseudonym Heinrich Hitzinger wird er am Abend des 21. Mai in Meinstedt kontrolliert und festgenommen. Er wird, zunächst unerkannt, nach Lüneburg gebracht. Dort offenbart er am 23. Mai 1945 seine wahre Identität. Während einer ärztlichen Untersuchung begeht er mit Hilfe einer Zyankalikapsel Suizid. Seine Leiche wird in einem unbekannten Waldstück nahe Lüneburg vergraben. Die genauen Umstände dieser Verhaftung werden erst 2000 bekannt, als ein russischer Archivar die dazugehörigen Papiere veröffentlicht.

1949: Erster Traktor aus den Horch-Werken in Zwickau rollt vom Band

Am 21. Mai 1949 rollt die erste Landmaschine vom Montageband der Zwickauer Horch-Werke. Dort wurden vor dem Zweiten Weltkrieg unter dem Namen des Autopioniers August Horch elegante Oberklasse-Wagen gebaut. Nach dem Krieg werden Arbeit und Landmaschinen benötigt und das Werk besitzt bereits eine Lizenz für den Traktorenbau. So begann 1948 der Bau der Prototypen, 1949 geht der Schlepper für die Landwirtschaft dann in Serie. Der Traktor RS01 mit dem Namen "Pionier" wird über 2.000 Mal in Zwickau hergestellt. Ende 1950  wird die Produktion nach Nordhausen in Thüringen verlegt. In den Horch-Werken werden die Kapazitäten für den Bau von Lkw benötigt.

1990: Erster VW Polo läuft in Zwickau vom Band

Am 21. Mai 1990 läuft der erste VW Polo vom Montageband in Zwickau. Zeitgleich mit dem "West"-Polo wird auch der Trabi bis 1991 weiterproduziert, dessen Nachfrage stark gesunken ist. Durch diese Übergangsphase sollen Entlassungen vermieden werden. Im Dezember 1993 wird das Automobilwerk schließlich durch die Treuhandanstalt abgewickelt und privatisiert. Einige Mitarbeiter finden im neu gegründeten VW-Werk Zwickau-Mosel erneut eine Anstellung. Bereits im Februar 1991 wurde die Produktion vom VW Polo auf den VW Golf umgestellt.

Ein VW Polo ist mit Blumen geschmückt. 2 min
Bildrechte: DRA
2 min

Mo 17.05.2021 15:38Uhr 01:48 min

https://www.mdr.de/geschichte/stoebern/video-519220.html

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2000: Erich Mielke stirbt

Am 21. Mai 2000 stirbt der Stasi-Chef Erich Mielke. Als Minister für Staatssicherheit war er für den massiven Ausbau des DDR-Überwachungsapparates verantwortlich. 1993 wurde er zu einer Haftstrafe verurteilt: Doch nicht wegen der Stasi-Verbrechen, sondern für die Morde, die er als junger Kommunist 1931 beging.