MDR KULTUR | Kulturpartner Semperoper Dresden

Die Geschichte der Sächsischen Staatsoper Dresden, nach ihrem Baumeister kurz "Semperoper" genannt, reicht bis in das Jahr 1667 zurück. Damals wurde in der kurfürstlichen Residenzstadt das erste Operntheater eröffnet. Mit der Oper verbunden ist auch die 1548 gegründete Staatskapelle, die besonders Heinrich Schütz wichtige Impulse verdankt.

Hofkirche Dresden und Semperoper
Die Dresdner Semperoper Bildrechte: MDR/Cathleen Prüfer

Von 1838 bis 1841 errichtete Gottfried Semper das "Neue Königliche Hoftheater" als repräsentatives Opernhaus. Richard Wagners Opern "Rienzi", "Der fliegende Holländer" und "Tannhäuser" wurden in Dresden uraufgeführt. 1869 fiel der erste Semperbau einem Brand zum Opfer. 1871 bis 1878 wurde das zweite Hoftheater neben dem Standort des abgebrannten ersten gebaut. Entworfen hatte es wiederum Gottfried Semper. Der jedoch konnte beim Bau nicht anwesend sein. 1849 hatte er, ebenso wie Richard Wagner, wegen der Teilnahme am Maiaufstand aus Dresden fliehen müssen.

Im Zweiten Weltkrieg erneut zerstört, wurde das Opernhaus 1985 originalgetreu wiederaufgebaut und begeistert seitdem Besucher mit viel beachteten Inszenierungen und architektonischer Schönheit. Das Haus hat 1.300 Plätze und vereint Musik- und Tanztheater, klassische Oper und die "Junge Szene", letzteres häufig in Zusammenarbeit mit Studierenden der Dresdner Hochschulen. Berühmte Dirigenten wie Richard Wagner, Fritz Busch, Herbert Blomstedt oder Giuseppe Sinopoli wirkten an der Semperoper. Seit 2012 ist Christian Thielemann Chefdirigent.

Die Semperoper ist Spielstätte der 1978 gegründeten Dresdner Musikfestspiele, die regelmäßig berühmte Gastspielorchester nach Dresden holen. Und der seit 2006 jährlich stattfindende Semperopernball, bei dem nicht nur internationale Prominenz das Tanzbein schwingt, sondern sich auch Tausende Schaulustige vor der Oper versammeln und gemeinsam Walzer tanzen, wird vom MDR FERNSEHEN übertragen. Gemeinsam mit MDR KULTUR veranstaltet die Semperoper in lockerer Abfolge die Sonntagsmatinee "Operncafé Spezial" - hier treffen sich Künstler und Publikum in Café-Atmosphäre.

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