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Umfrage: Merkel und Seehofer verlieren beide an Ansehen

Der Streit um die Asylpolitik schadet sowohl dem Ansehen von Kanzlerin Merkel als auch dem von Innenminister Seehofer. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das ARD-Magazin Report München in Auftrag gegeben hat. 66 Prozent der Befragten gab an, die Autorität von Merkel habe unter der Auseinandersetzung gelitten. Nur noch jeder Zweite hält Merkel für eine gute Kanzlerin. Seehofer wird lediglich von einem Drittel positiv bewertet. Eine deutliche Mehrheit ist der Ansicht, dass die AfD langfristig vom Unionsstreit profitiert. Rückendeckung bekam Merkel heute vom französischen Präsidenten Macron. Macron sagte nach einem Treffen auf Schloss Meseberg, sein Land sei bereit, registrierte Flüchtlinge aus Deutschland zurückzunehmen. Man unterstütze ähnliche Abkommen mit anderen EU-Ländern.


Merkel widerspricht Trump bei Kriminalstatistik

Zwischen US-Präsident Trump und Kanzlerin Merkel ist ein offener Streit über die deutsche Kriminalstatistik entbrannt. Trump wiederholte seine Behauptung, dass die Kriminalität in Deutschland durch die Zuwanderung deutlich zugenommen habe. Den deutschen Behörden warf er vor, falsche Zahlen zu veröffentlichen. Merkel wies das zurück. Die Statistik sei ermutigend und spreche für sich. Offiziellen Angaben zufolge wurden im vergangenen Jahr knapp 5,8 Millionen Straftaten verübt - der niedrigste Wert seit 25 Jahren.


Heil wettert gegen Essenliefer-Dienste

Bundesarbeitsminister Heil hat die Beschäftigungspraktiken bei Essens-Lieferdiensten wie Deliveroo und Foodora angeprangert. Auf einer Gewerkschaftskundgebung in Köln sagte Heil, wer Digitalisierung mit Ausbeutung verwechsle, bekomme ihn zum Gegner. Der SPD-Politiker kritisierte vor allem die Praxis, sachgrundlos befristete Verträge nicht zu verlängern, wenn Mitarbeiter einen Betriebsrat gründen wollten. Stattdessen würden dann selbständige Fahrer beauftragt. Heil versprach, innerhalb des nächsten Jahres ein Gesetz zur Eindämmung von sachgrundlosen Befristungen vorzulegen.


Vermisste Studentin wahrscheinlich Opfer von Gewaltverbrechen

Eine vermisste Studentin aus Leipzig ist wahrscheinlich einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, wurde ein Mann festgenommen. Er steht unter Verdacht, die 28-Jährige getötet zu haben. Weitere Details wurden nicht mitgeteilt. Die Studentin wollte den Ermittlern zufolge am vergangenen Donnerstag von Leipzig aus nach Bayern trampen. Zuletzt wurde sie an einer Tankstelle in Schkeuditz gesehen. Dort sei sie in einen Lastwagen eingestiegen. Seitdem wird die junge Frau vermisst.


Sachsen-Anhalt: zu wenig Frauen in Führungspositionen

In Sachsen-Anhalt gibt es zu wenig Frauen in Führungspositionen. Gleichstellungsministerin Keding sagte in Magdeburg, das selbstgesteckte Ziel von 50 Prozent werde nicht erreicht. In der Landesverwaltung inklusive Schulleitungen seien es zu Jahresbeginn rund 49 Prozent gewesen. Ohne Schulen liege der Anteil nur bei 36 Prozent. Das sei bei Weitem nicht das, wo man hinwolle. In Gremien von Unternehmen und Stiftungen entsende Sachsen-Anhalt sogar weniger als 30 Prozent Frauen.


Senegal siegt gegen Polen 2:1

Bei der Fußball-WM in Russland hat erstmals eine Mannschaft aus Afrika gewonnen. Das Team aus Senegal besiegte Polen 2:1. Zuvor hatte Japan sein Auftaktspiel gegen Kolumbien ebenfalls 2:1 gewonnen. Die Kolumbianer mussten nach einer frühen Roten Karte fast die gesamte Spielzeit mit 10 Mann auskommen.

Zuletzt aktualisiert: 19. Juni 2018, 20:13 Uhr