MDR AKTUELL - Meldungen um 1:00 Uhr


Hoeneß hört auf

Uli Hoeneß zieht sich offenbar von der Spitze des FC Bayern-München zurück. Nach Informationen der Bild-Zeitung will der Vereins-Präsident im November nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Auch seinen Posten als Chef des Aufsichtsrats werde er aufgeben. Ein Sprecher des Vereins wollte die Meldung nicht bestätigen. Dazu gebe es derzeit keinen Kommentar. Hoeneß war bis 1979 als Spieler bei Bayern München. Danach wurde er Manager des Clubs. 2009 wurde er Präsident. Wegen einer Gefängnisstrafe gab er das Amt 2014 gut zwei Jahre lang ab und kehrte dann an die Vereinsspitze zurück. Er war wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden.


Merkel gratuliert neuem britischen Premier

Bundeskanzlerin Merkel hat dem künftigen britischen Regierungschef Johnson gratuliert. Nach Angaben einer Sprecherin erklärte Merkel, sie freue sich auf eine gute Zusammenarbeit. Auch in Zukunft sollten Deutschland und Großbritannien durch eine enge Freundschaft verbunden sein. Auch andere Staats- und Regierungschefs übermittelten Glückwünsche. US-Präsident Trump twitterte, Johnson werde ein großartiger Premierminister sein. Der französische Staatschef Macron äußerte die Hoffnung auf eine enge Zusammenarbeit mit Johnson bei internationalen Konflikten wie mit dem Iran. - Der frühere Außenminister war von den Tory-Mitgliedern zum neuen Chef der Regierungspartei gewählt worden. Nach britischem Brauch übernimmt er damit automatisch auch das Amt des Premierministers.


US-Senat bestätigt Esper als Verteidigungsminister

Der US-Senat hat Mark Esper mit breiter Mehrheit als neuen Verteidigungsminister bestätigt. 90 Senatoren stimmten für die Personalie, nur acht dagegen. Der 55-Jährige wurde anschließend im Weißen Haus vereidigt. Damit ist der Posten des Pentagonchefs nach mehr als einem halben Jahr wieder regulär besetzt. Bislang übte Esper das Amt kommissarisch aus.


Mahnwache in Wächtersbach

In der hessischen Gemeinde Wächtersbach haben am Abend etwa 400 Menschen mit einer Mahnwache auf die Schüsse auf einen Eritreer reagiert. Teilnehmer trugen Transparente mit Aufschriften wie "Geschlossen gegen Ausgrenzung" und "Kein Platz für Rassismus". Der Bürgermeister der Stadt, Weiher, sagte, die Tat zeige eine neue Qualität von gelebtem Rassismus. In Wächstersbach war am Montag ein Eritreer durch Schüsse schwer verletzt worden. Der Schütze war offenbar ein Deutscher, der sich nach der Tat selbst tötete. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann aus Fremdenhass handelte. Nach Recherchen des Hessischen Rundfunks hatte er seine Tat angekündigt. In einem Lokal sagte er demnach wörtlich, er knalle nun einen Flüchtling ab.


US-Justizministerium überprüft Internet-Portale

Das US-Justizministerium hat eine umfassende Überprüfung großer Internet-Portale angekündigt. Die Behörde erklärte, es gehe um die Frage, wie die Plattformen ihre Marktmacht erreicht hätten. Außerdem werde geprüft, ob sie Innovationen gebremst und Verbrauchern geschadet hätten. Man wolle der Besorgnis von Nutzern und Unternehmern nachgehen. Sollten Regelverstöße festgestellt werden, werde man entsprechend handeln. In der Ankündigung ist nur allgemein von den Bereichen Websuche, soziale Medien und Online-Handel die Rede. Namen von Unternehmen werden nicht genannt.

Zuletzt aktualisiert: 24. Juli 2019, 01:01 Uhr