MDR AKTUELL - Meldungen um 13:30 Uhr


Lambrecht warnt vor Impfausweis-Fälschungen

Bundesjustizministerin Lambrecht hat angesichts der Lockerungen für Corona-Geimpfte und Genesene davor gewarnt, Impfausweise zu fälschen oder falsche Dokumente zu nutzen. Lambrecht sagte der "Welt am Sonntag", wer dies tue, setze andere der Gefahr einer schweren Erkrankung aus. Das sei kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat, die mit empfindlichen Geldstrafen oder sogar einer Feiheitsstrafe geahndet werden könne. - Seit heute können sich in Deutschland vollständig Geimpfte und Genesene unter anderem wieder unbegrenzt mit anderen Menschen treffen, Ausgangssperren gelten für sie nicht. Beim Friseur oder im Zoo müssen sie keinen negativen Test mehr vorlegen.


RKI meldet weiter sinkende Corona-Zahlen

Die Corona-Neuinfektionen gehen bundesweit weiter zurück. Das Robert-Koch-Institut meldete am Morgen 12.656 neue Corona-Fälle binnen eines Tages, gut 3.600 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank von 121,5 auf 118,6. - In Sachsen-Anhalt ging die Sieben-Tage-Inzidenz auf 122,1 zurück, in Sachsen auf 172,8. In Thüringen sank sie auf 180,0. Das ist noch immer der bundesweit höchste Wert. Bundesweit am besten ist Schleswig-Holstein mit einer Inzidenz von 50,0.


Klöckner fordert Sonder-Klimapaket für Landwirtschaft

Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner hat sich für ein Sonder-Klimapaket für die Land- und Forstwirtschaft ausgesprochen. Die CDU-Politikerin sagte, nur Fordern ohne zusätzliche Maßnahmen funktioniere nicht. Es brauche mehr Budget, um beispielsweise den Umbau des Waldes und den Schutz der Moore zu finanzieren. Dadurch könnten Emissionen erheblich verringert werden. Klöckner übte zudem Kritik an Bundesumweltministerin Schulze . Diese blockiere im Parlament eine Erleichterung für Landwirte zum Umbau ihrer Ställe für mehr Tierwohl. Dabei hätten verringerte Tierzahlen einen positiven Klima-Effekt.


Tiefensee beklagt Rohstoffknappheit

Thüringens Wirtschaftsminister Tiefensee hält wegen der aktuellen Rohstoff-Knappheit zeitlich begrenzte Exportbeschränkungen in der EU für denkbar. Der SPD-Politiker sagte in Erfurt, wenn wichtige Materialien hier benötigt würden, dann müssten sie auch hier verfügbar sein. Bei Holz, Kunststoffen, Baumaterial und Stahl erhalte er zunehmend Hilferufe aus dem Handwerk. Auch die Autobauer meldeten Liefer-Engpässe und sprunghaft steigende Preise. Die Entwicklung gefährde Arbeitsplätze und den Aufschwung nach der Corona-Krise - vor allem im Mittelstand. Er wolle sich deshalb mit einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Altmaier wenden.


Deutlich weniger E-Autos im Osten als im Westen

In Ostdeutschland gibt es deutlich weniger Elektroautos als in Westdeutschland. Wie aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts hervorgeht, liegen alle ostdeutschen Bundesländer unter dem bundesweiten Durchschnitt von sieben E-Autos oder Hybrid-Modellen je 1.000 Einwohner. In Baden-Württemberg seien es beispielsweise rund zehn. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hingegen nur etwa drei. Nach Ansicht von Auto-Experte Bratzel gibt es mehrere Gründe für das Gefälle. So gebe es in Westdeutschland mehr Lade-Stationen - teilweise zehn Mal so viele wie in ostdeutschen Ländern. Dies beeinflusse Kaufentscheidungen.

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