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Bericht: Haseloff stellt höhere CO2-Abgabe infrage

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff hat die geplante weitere Erhöhung der CO2-Abgabe infrage gestellt. Der CDU-Politiker sagte der Magdeburger Volksstimme, wegen der Corona-Krise brauche man Flexibilität bei der Bepreisung. Die Belastung von Privathaushalten wie auch der Unternehmen müssten bei politischen Entscheidungen eine wichtige Rolle spielen. Haseloff verwies auf die weltweite Nachfrage nach Energie und die dadurch stark gestiegenen Preise. Wenn diese so nach oben schössen, müssse die Politik staatliche Abgaben begrenzen. - Die zu Jahresbeginn eingeführte CO2-Steuer soll Verbraucher dazu bewegen, auf klimafreundlichere Autos und Heizungen umzusteigen. Bis 2025 steigt die Abgabe schrittweise.


Totes Mädchen in Großröhrsdorf: 15-Jähriger festgenommen

Im Fall der getöteten 16-Jährigen im sächsischen Großröhrsdorf hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Wie die Staatsanwaltschaft in Görlitz mitteilte, handelt es sich um einen 15 Jahre alten Deutschen aus dem Ort. Am Vormittag sei die Wohnung des Jugendlichen durchsucht worden. Er soll aus dem Umfeld des Opfers stammen und nun einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Die 16-Jährige war am Mittwoch vergangener Woche getötet worden. Zeugen fanden das schwer verletzte Opfer in einem Garagenkomplex. Rettungskräfte reanimierten die Jugendliche zunächst und brachten sie in ein Krankenhaus, wo sie jedoch starb. Die Obduktion ergab, dass sie ihren Stichverletzungen erlag.


Förderung für Forschung zu Corona-Spätfolgen

Die Bundesregierung unterstützt mit einem weiteren Förderprogramm die Erforschung der Langzeitfolgen von Covid-19-Erkrankungen. Wie das Bundesforschungsministerium mitteilte, werden für zehn Vorhaben insgesamt 6,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Ziel sei es, möglichst zeitnah die Kenntnisse über Long Covid zu verbessern. Forschungsministerin Karliczek sagte, sehr viele Patienten litten auch Wochen oder Monate nach einer Erkrankung noch an Symptomen, unabhängig von der Schwere des Krankheitsverlaufs. Umso dringender brauche es fundierte Erkenntnisse, wie den Menschen bestmöglich geholfen werden könne.


USB-C soll Standard in Handys, Tablets und Co werden

Europäische Haushalte sollen künftig nur noch ein Kabel zum Laden von Handys, Tablets oder Kopfhörern brauchen. Die EU-Kommission legte einen Gesetzesvorschlag vor, laut dem die Ladebuchsen in Elektrogeräten vereinheitlicht werden sollen. Gängiger Standard soll der USB-C-Anschluss werden, den schon heute Firmen wie Samsung und Motorola verbauen. EU-Kommissionsvize Vestager sagte, die Verbraucher hätten sich lange genug über inkompatible Ladegeräte geärgert, die sich in ihren Schubladen anhäuften. Bei einer Vereinheitlichung der Ladebuchsen entstehe zudem deutlich weniger Elektroschrott. Mit ihrem Vorstoß setzt die Behörde der freiwilligen Kooperation mit der Industrie nach jahrelangem Zögern ein Ende. Schon 2009 hatten sich 14 Handy-Hersteller auf einen einheitlichen Standard für Netzteile verpflichtet.


Fenster von muslimischer Einrichtung in Zwickau eingeworfen

Unbekannte haben in Zwickau Fensterscheiben einer muslimischen Einrichtung eingeworfen. Nach Angaben der Polizei gingen in der letzten Nacht insgesamt sechs Scheiben zu Bruch. Die Täter seien unerkannt geflüchtet. Da ein verfassungsfeindlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen werden könne, habe der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

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