MDR AKTUELL - Meldungen um 18:00 Uhr


Sturm "Ignatz" wütet über Mitteldeutschland

Der Sturm "Ignatz" hat in Mitteldeutschland für Schäden, Stromausfälle und Verkehrsbehinderungen gesorgt. In Sachsen-Anhalt wurden mindestens zwei Menschen durch umstürzende Bäume schwer verletzt. Beim Versorger Mitteldeutsche Netzgesellschaft waren etwa 50.000 Kunden ohne Strom. Bei der Thüringer Energienetze-Gesellschaft ware es 20.000, die meisten im Kreis Sömmerda und im Saale-Orla-Kreis. Entwurzelte Bäume und zerrissene Oberleitungen führte dazu, dass die Deutsche Bahn zeitweise den gesamten Regionalverkehr in Mitteldeutschland einstellte. Inzwischen lief der Betrieb stockend wieder an. In Dresden und Leipzig kam es zu massiven Störungen im Straßenbahnverkehr. Auf Autobahnen und Bundesstraßen sorgten umgestürzte LKWs für Staus und Sperrungen. Inzwischen hat der Deutsche Wetterdienst sämtliche Unwetterwarnungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aufgehoben.


Ampel-Parteien vereinbaren Fahrplan bis zur Kanzlerwahl

SPD, Grüne und FDP haben einen Fahrplan für die Koalitionsverhandlungen vereinbart. Das teilten die Unterhändler der drei Parteien in Berlin mit. Demnach wird es 22 Arbeitsgruppen geben, die die einzelnen Politikfelder bearbeiten. Sie sollen nächste Woche die Arbeit aufnehmen. Die ersten Papiere sollen bis zum 10. November vorliegen, der gesamte Koalitionsvertrag Ende November fertig sein. Die Wahl von SPD-Spitzenkandidat Scholz zum Bundeskanzler ist für die zweite Dezember-Woche geplant.


Merkel wirft Lukaschenko "Menschenhandel" vor

Bundeskanzlerin Merkel hat dem belarussischen Machthaber Lukaschenko staatlichen Menschenhandel vorgeworfen. Grund ist die zunehmende Zahl von Migranten, die von Belarus aus über Polen, Lettland und Litauen nach Europa geschickt werden. Merkel drohte zum Auftakt des EU-Gipfels in Brüssel mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen Belarus. Die EU müsse deutlich machen, dass sie diese Art des staatlichen Menschenhandels verurteile. - Die Zahl illegaler Einreisen an der deutsch-polnischen Grenze steigt seit Wochen. Die EU wirft Lukaschenko vor, Migranten aus dem Nahen Osten und Afrika als Vergeltung für Sanktionen in die EU zu schleusen.


Thüringer AfD-Fraktion klagt gegen 2G- und 3G-Modelle

Die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag klagt gegen die Einführung von 2G- und 3G-Modellen. Sie reichte beim Thüringer Verfassungsgerichtshof einen Antrag auf abstrakte Normenkontrolle ein. Fraktionschef Höcke erklärte, diese Modelle zielten darauf ab, die Menschen zu einer Corona-Impfung zu nötigen. Er sprach von gesellschaftlicher Ausgrenzung. Die Regelungen seien unverhältnismäßig. 2G bedeutet, dass nur Geimpfte und Genesene Zutritt erhalten. Bei 3G dürfen auch negativ Getestete an Veranstaltungen teilnehmen. Bei 3G-Plus ist dafür in Thüringen ein negatives PCR-Test-Ergebnis nötig.


Mediennutzung mit 13 Stunden auf neuem Höchststand

Der Medienkonsum in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht. Das ergab eine Forsa-Umfrage unter 3.000 Personen ab 14 Jahren. Danach verbringen die Menschen mit Massenmedien wie Fernsehen, Internet und Radio im Schnitt 10,5 Stunden täglich. Nimmt man Telefon, E-Mail, Messenger und SMS dazu, so sind es sogar 13 Stunden täglich. Das sind rund 20 Minuten mehr als im vergangenen Jahr. Die Autoren der Studie führen die Entwicklung auf die Pandemie zurück. Wegen Lockdown hätten die Menschen deutlich mehr telefoniert, gechattet, gemailt oder an Video-Calls teilgenommen.

Aktuelle Meldungen

Eine Frau und ein Mann vor dem Erfurter Flughafen 2 min
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Trotz Sturmtief Ignatz lief der Reiseverkehr am Flughafen Erfurt-Weimar wie geplant. Reiserückkehrer aus Heraklion mussten einige Turbulenzen durchstehen.

21.10.2021 | 18:16 Uhr

MDR THÜRINGEN - Das Radio Do 21.10.2021 16:05Uhr 01:31 min

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