MDR AKTUELL - Meldungen um 15:00 Uhr


Nach Drohenangriffen: USA wollen Ölmarkt stabil halten

Nach den Drohnenangriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien wollen die USA Engpässe auf dem Weltmarkt verhindern. Das US-Energieministerium kündigte an, falls notwendig werde man strategische Ölreserven freigeben. Die US-Regierung wolle sich dazu mit der Internationalen Energieagentur in Paris abstimmen. Diese sieht derzeit aber die Märkte noch gut versorgt. - Die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien war am Wochenende mit Drohnen angegriffen worden. Nach Angaben aus Riad hat das zu einem drastischen Einbruch der Produktion geführt. Die USA machen den Iran für die Angriffe auf saudische Ölanlagen verantwortlich. Teheran bestreitet das.


Zusammenstöße bei Protesten in Hongkong

In Hongkong haben trotz eines Verbots erneut Zehntausende Regierungsgegner demonstriert. Dabei kam es nach Reporterberichten zu Zusammenstößen. Die Polizei setzte Tränengas ein. Radikale Demonstranten errichteten Straßenblockaden, beschädigten U-Bahn-Einrichtungen und warfen Brandsätze. Die Behörden hatten die Demonstration aus Sicherheitsgründen untersagt. Die seit Monaten andauernden Proteste richten sich gegen die Regionalregierung und den starken Einfluss der chinesischen Regierung. Die Demonstranten fordern unter anderem eine unabhängige Untersuchung von Polizeigewalt und freie Wahlen.


GdP: Deutscher Zoll nicht für harten Brexit gerüstet

Der deutsche Zoll ist aus Sicht von Gewerkschaftern personell nicht für einen harten Brexit gerüstet. Der Vorsitzende der Zollgruppe in der Polizeigewerkschaft GdP, Buckenhofer, sagte der "Wirtschaftswoche", das größte Problem sei nicht die Zollabfertigung. Im Bereich Kontrolle aber fehlten schon jetzt rund 4.000 Beamte. Eine ausreichende Kontrolle von Waren aus Großbritannien sei nicht möglich. Durch einen harten Brexit steige die Gefahr, dass mehr Rauschgift, Waffen und gesundheitsgefährdende Stoffe nach Deutschland kämen.


"Ocean Viking": alle Flüchtlinge an Land gebracht

Auf der italienischen Insel Lampedusa sind alle 82 Migranten von Bord des Rettungsschiffes " Ocean Viking " an Land gegangen. Eine Sprecherin der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" teilte mit, die Geflüchteten seien mit Booten der Küstenwache in den Hafen gebracht worden. Medienberichten zufolge wollen Deutschland, Frankreich und Italien je 24 der Geretteten aufnehmen. Die restlichen Menschen würden nach Portugal und Luxemburg gebracht. - Wie italienische Medien meldeten, brachte ein Patrouillenboot der Finanzpolizei 78 weitere gerettete Flüchtlinge nach Lampedusa. Zudem seien 21 Personen aufgegriffen worden, als sie von einem anderen Boot aus an Land gehen wollten.


3.000 Pilger feiern Bistums-Jubiläum in Erfurt

Rund 3.000 katholische Pilger sind zum Erfurter Dom gezogen, um das 25-jährige Bestehen des Bistums zu feiern. Sie wurden mit dem Läuten der selten zu hörenden Domglocke "Gloriosa" begrüßt. Der Erfurter Bischof Neymeyr verwies in seiner Predigt auf das Leitwort der Wallfahrt "miteinander frei". Es sei inspiriert von der Grenzöffnung vor 30 Jahren. Die Alliierten hätten der Einheit auch zugestimmt, weil sie den Deutschen zugetraut hätten, die Freiheit im Miteinander der Völker zu leben und nicht wieder in Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus zu verfallen. Die Gläubigen bat Neymeyr, die Zukunft der Kirche mitzugestalten. In Thüringen sei katholische Kirche keine Massenveranstaltung. Es zähle aber auch die kleine Zahl.


Hallescher FC erobert Tabellenspitze in 3.Liga

In der der 3. Fußball-Liga hat der Hallesche FC mit einem Auswärtssieg vorerst die Tabellenspitze übernommen. Der HFC gewann das Spitzenspiel in Ingolstadt mit 3 zu 2.

Zuletzt aktualisiert: 15. September 2019, 15:01 Uhr