MDR AKTUELL - Meldungen um 8:30 Uhr


Sachsen-Anhalt plant offenbar doch Bußgeld für Maskenmuffel

In Sachsen-Anhalt müssen sich Maskenverweigerer offenbar doch auf Bußgelder einstellen. Wie die "Volksstimme" aus Magdeburg schreibt, sollen ab kommenden Mittwoch die Landkreise und kreisfreien Städte je nach Lage selbst entscheiden dürfen, ob sie Geldstrafen verhängen. Die Landesregierung plane eine entsprechenden Beschluss. Ministerpräsident Haseloff erklärte, man wolle einen Instrumentenkoffer vorhalten und zugleich die große Unterschiedlichkeit im Land berücksichtigen. Geklärt werde noch, ob die Verschärfung bereits bei 30 oder bei 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner greife. Bislang ist Sachsen-Anhalt das einzige Bundesland, das keine Bußgelder für Maskenverweigerer erhebt.


TV-Duell Trump gegen Biden gesittet aber hart

Im letzten Fernsehduell vor der US-Wahl sind Präsident Trump und sein Herausforderer Biden deutlich disziplinierter aufgetreten als beim ersten Mal. Dennoch lieferten sich beide harte Wortgefechte. Biden warf Trump Versagen in der Corona-Pandemie vor. Wer für so viele Tote verantwortlich sei, sollte nicht Präsident bleiben. Trump lobte sein Krisenmanagement und sagte, das Schlimmste sei überstanden. Zugleich warf er Biden vor, korrupt zu sein und die Wirtschaft zerstören zu wollen. In einer Umfrage von CNN sah die Mehrheit der Zuschauer Biden als Sieger des Duells. 53 Prozent stimmten für ihn, 39 Prozent sahen Trump vorn.


Setzt Thüringen Bund-Länder-Pakt zu langsam um?

Die Präsidentin des Thüringischen Landkreistages, Schweinsburg, wirft der Landesregierung vor, die Einstellung von neuem Personal in Gesundheitsämtern zu behindern. Bund und Länder hatten beschlossen, in diesem Bereich 1.500 neue Stellen zu schaffen. Schweinsburg sagte MDR AKTUELL, sie brauche eine rechtliche Grundlage, bevor sie neue Stellen ausschreibe. Je später man anfange, desto schwieriger werde es, Fachpersonal zu bekommen. Das Gesundheitsministerium in Erfurt erklärte dagegen, in den Gesundheitsämtern seien mehr als 40 vorhandene Stellen unbesetzt. Zunächst könne diese Lücke geschlossen werden.


Brasiliens Umweltbehörde ruft Brandbekämpfer zurück

Die brasilianische Umweltbehörde hat sämtliche Einsatzkräfte im Kampf gegen Waldbrände zurückbeordert. Das berichten mehrere Medien in Brasilien. Die Behörde begründete den Schritt demnach mit Geldmangel. Sie warf dem Finanzministerium vor, die Zuweisungen zu blockieren. Inzwischen gehe es um umgerechnet 2,9 Millionen Euro. Vize-Präsident Mourão nannte die Ankündigung voreilig. Er wolle die Situation mit dem Umweltministerium klären. In Brasilien toben derzeit Waldbrände in verschiedenen Regionen. Allein im Amazonas-Gebiet wurden von Januar bis Mitte Oktober fast 90.000 Feuer registriert. Das sind mehr als im gesamten vergangenen Jahr.


Grassi-Messe in Leipzig

In Leipzig beginnt heute die Grassi-Messe für Design und Kunsthandwerk. Bis zum Sonntag zeigen etwa 100 Aussteller aus dem In- und Ausland ihre neuesten Kollektionen. Schwerpunkte der Schau im Grassi-Museum sind dabei Schmuck und Keramik. Gastland ist in diesem Jahr Litauen. Es zeigt unter anderem experimentelle Möbel. Aufgrund der Corona-Pandemie haben die Veranstalter besondere Vorkehrungen getroffen. So gibt es eine erweiterte Ausstellungsfläche, um die Abstände zwischen den Ständen zu vergrößern. Die Tradition der Grassi-Messe reicht bis in das Jahr 1920 zurück. Im vergangenen Jahr zählte die Schau rund 10 000 Besucher.