MDR AKTUELL - Meldungen um 21:30 Uhr


Sachsen-Anhalts Beamte müssen länger arbeiten

Sachsen-Anhalts Beamte müssen künftig länger auf ihre Pension warten. Der Landtag in Magdeburg beschloss mit den Stimmen der schwarz-rot-grünen Koalition ein Gesetz, mit dem die Lebensarbeitszeit grundsätzlich bis zum Alter von 67 Jahren erhöht wird. Damit sind die Beamten künftig den Angestellten im Landesdienst gleichgestellt. Lediglich für Polizisten und Gefängniswärter gelten Ausnahmen. Nach Angaben von Finanzminister Schröder soll die Anhebung des Pensionsalters schrittweise erfolgen. So gehe der Jahrgang 1954 mit 65 Jahren in den Ruhestand, der Jahrgang 1964 erst mit dem 67. Geburtstag. Opposition und Gewerkschaften kritisierten die Neuregelung.


Neuer Technikchef für den BER gesucht

Für den Pannenflughafen BER wird wieder einmal ein neuer Technikchef gesucht. Wie die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg mitteilte, hat Amtsinhaber Marks um die Auflösung seines Vertrages zum Jahresende gebeten. Als Grund habe er Umstrukturierungen und Aufgabenverschiebungen angegeben. Marks war vor einem Jahr die Leitung der Großbaustelle entzogen worden. Vorausgegangen waren chaotische interne Querelen. Der damalige Flughafenchef Mühlenfeld hatte Marks zunächst gefeuert. Daraufhin entließ der Aufsichtsrat Mühlenfeld und holte Marks zurück. Er ist bereits der vierte BER-Technikchef.


Opel-Betriebsrat lehnt Sanierungskonzept ab

Der Opel-Betriebsrat lehnt das Sanierungskonzept des Mutterkonzerns PSA ab. Vorsitzender Schäfer-Klug erklärte nach einer Betriebsversammlung im Stammwerk Rüsselsheim, das Management verlange von den Opel-Beschäftigten deutliche Einschnitte. So sollten sie dauerhaft auf die vereinbarte Tariferhöhung um 4,3 Prozent sowie auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichten. Das werde man nicht annehmen. Nach Angaben des Betriebsratschef ist von den Sparplänen besonders das Eisenacher Werk betroffen. Dort schlage das Unternehmen vor, nur noch ein Fahrzeugmodell zu bauen. Das würde in etwa auf eine Halbierung der Belegschaft hinauslaufen. Die Thüringer IG Metall kündigte an, sie werde um den Standort Eisenach kämpfen. Regionalchef Laubach sagte MDR AKTUELL, in dem Werk müssten weiterhin zwei Modelle produziert werden. Das sei im Tarifvertrag festgeschrieben, und daran müsse sich PSA halten.


Thüringer Hochschulgesetz wird nachgebessert

Der umstrittene Entwurf für ein neues Thüringer Hochschulgesetz wird nachgebessert. Das versprachen die Koalitionsfraktionen von Linken, SPD und Grünen nach einer Sitzung des Wissenschaftsausschuss im Erfurter Landtag. Vorgesehenen sei unter anderem, den Hochschulen mehr Befugnisse bei Bauprojekten einzuräumen. Zudem würden die Regeln für die Mitbestimmungsrechte und die Langzeit-Studiengebühren präzisiert. Der ursprüngliche Text war bei Lehrkräften und Studenten auf teils heftige Kritik gestoßen. Die CDU als größte Oppositionspartei lehnt das Gesetzesvorhaben komplett ab und hat einen eigenen Entwurf vorgelegt.


Mann in Nordthüringen meldet Drohnenangriff

In Gebesee in Nordthüringen soll eine ferngesteuerte Drohne Menschen mit Nägeln beschossen haben. Das teilte die Polizei mit. Ein Mann habe ausgesagt, dass das Fluggerät zunächst über seinem Grundstück gekreist sei. Dann habe es aus 20 Metern Entfernung Nägel auf ihn und seine Mutter abgefeuert. Sie hätten aber nicht getroffen. Vor Ort stellte die Polizei mehrere fünf Zentimeter lange Stahlnägel sicher. Der Hintergrund des Vorfalls ist noch unklar.

Zuletzt aktualisiert: 19. April 2018, 21:31 Uhr