MDR AKTUELL - Meldungen um 12:00 Uhr


Baerbock: Umweltschutz und Wirtschaft gehören zusammen

Grünen-Chefin Baerbock hält es für notwendig, Umweltschutz und Wirtschaft zusammenzubringen. Auf dem Parteitag in Bielefeld sagte Baerbock, es brauche eine klimaneutrale Wirtschaft, um die Klimaziele zu erreichen und um wettbewerbsfähig zu sein. Umwelt- und Wirtschaftspolitik müssten danach ausgerichtet werden, dass der Mensch im Mittelpunkt stehe und nicht maximale Gewinne. Als Gastredner auf dem Grünen-Parteitag äußerte sich DGB-Chef Hoffmann zu den Entwicklungen bei der Solarenergie. Fehler dürften sich nicht wiederholen. Er erwarte von der Bundesregierung, dass gute Arbeitsplätze in den Zukunftsbranchen erhalten blieben. Dazu gehöre auch ein ambitionierter Ausbau der Windenergie.


Haftbefehl nach tödlichem Raserunfall in München

Nach dem tödlichen Raserunfall in München ist gegen einen 34-Jährigen Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden. Ein Polizeisprecher bestätigte entsprechende Berichte. Der Mann hatte gestern mit seinem Wagen auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle zwei Jugendliche erfasst. Ein 14-Jähriger starb, ein 16-jähriger Junge liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Der Autofahrer war auf der falschen Fahrbahnseite gerast und hatte mehrere rote Ampeln missachtet. Sein Wagen erfasste die Jugendlichen, als sie bei Grün die Straße überqueren wollten. Der Fahrer wurde wenig später von Polizisten gestellt.


Schuster warnt vor Gleichgültigkeit gegenüber Extremismus

Der Zentralrat der Juden hat zum heutigen Volkstrauertag vor Gleichgültigkeit gegenüber Extremismus gewarnt. Präsident Schuster sagte bei einer Gedenkfeier in Berlin, gegenüber Demokratiefeinden dürfe es kein Zaudern geben. Eine rote Linie dürfe nicht überschritten werden. Schuster forderte null Toleranz gegenüber Antisemitismus, Islam-Hass oder Rassismus. Die Verbrechen der Nationalsozialisten und die zu ziehenden Lehren müssten wieder stärker ins Bewusstsein rücken. Der Volkstrauertag wird in Deutschland seit 1919 begangen - ursprünglich, um Solidarität mit den Familien der Opfer des Ersten Weltkriegs zu zeigen. Inzwischen gedenkt die Bundesrepublik aller Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.


Dritte Flutwelle in Venedig erwartet

Venedig bereitet sich auf die dritte Flutwelle binnen einer Woche vor. Für heute haben die Behörden die höchste Warnstufe ausgerufen. Bis zum Mittag soll der Pegel auf einen Meter 60 steigt. Damit stünden erneut große Teile der norditalienischen Stadt unter Wasser. Städtische Museen bleiben geschlossen. In der vergangenen Woche war das Wasser auf den höchsten Stand seit mehr als 50 Jahren gestiegen und hatte große Schäden angerichtet. Italiens Regierung hat den Notstand in Venedig verhängt und 20 Millionen Euro für die dringendsten Maßnahmen zugesagt.


Polizei in Weißenfels schießt Mann an

In Weißenfels ist ein Mann von der Polizei angeschossen worden. Wie ein Sprecher mitteilte, hatte der 30-Jährige selbst den Notruf gewählt und sich über Lärmbelästigung beschwert. Als die Beamten kurz vor Mitternacht eingetroffen seien, habe er eine Flasche aus dem Fenster geworfen und den Streifenwagen beschädigt. Kurz darauf sei er den Polizisten mit einer Waffe auf der Straße entgegengelaufen. Daraufhin habe ein Beamter auf ihn geschossen. Der Angreifer kam schwer verletzt ins Krankenhaus.

Zuletzt aktualisiert: 17. November 2019, 12:01 Uhr