MDR AKTUELL - Meldungen um 4:30 Uhr


Tarifkonflikt für Gebäudereiniger beigelegt

Der monatelange Tarifkonflikt in der Gebäudereinigungs-Branche ist beigelegt. Die Gewerkschaft IG BAU teilte am frühen Morgen mit, sie habe sich mit den Arbeitgebern auf einen Abschluss für die rund 650.000 Beschäftigten geeinigt. Unter anderem gebe es höhere Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsurlaub. Ab 2021 erhielten alle Beschäftigten einheitlich 30 Tage Urlaub. Beim Weihnachtsgeld wurde der Gewerkschaft zufolge noch keine dauerhafte Regelung vereinbart, sondern nur eine Übergangslösung für dieses und nächstes Jahr. Die Arbeitgeber äußerten sich zunächst nicht.


EU-Gipfel vertagt Streit über neue Osterweiterung

Im Streit über eine erneute Osterweiterung der EU gibt es keinen Durchbruch. Die Staats- und Regierungschefs vertagten am frühen Morgen in Brüssel ihre Beratungen darüber, ob Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien und Albanien aufgenommen werden. Ob die Gespräche heute weiter gehen, blieb zunächst unklar. Der niederländische Ministerpräsident Rutte meinte, man werde bei einem späteren Gipfel auf das Thema zurückkommen. Frankreich lehnt neue Verhandlungen ab, solange es keine grundlegende Reform des Beitrittsprozesses gibt. Zum Auftakt des Gipfels hatten die Staats- und Regierungschefs einstimmig das neue Brexit-Abkommen mit Großbritannien gebilligt. Zudem forderten sie einhellig ein Ende der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien.


Kurden wollen Waffenruhe in Nordsyrien einhalten

Die Kurdenmilizen in Nordsyrien wollen sich der amerikanisch-türkischen Vereinbarung über eine zeitweilige Waffenruhe anschließen. Ihr Oberkommandierender Abdi erklärte im kurdischen Fernsehen, man werde sich an die Feuerpause halten alles tun. Zugleich rief er Washington auf, für eine Rückkehr der vertriebenen Kurden zu garantieren. US-Vizepräsident Pence hatte nach einem Treffen mit dem türkischen Staatschef Erdogan in Ankara erklärt, man habe eine fünftägige Waffenruhe vereinbart. In dieser Zeit habe die Kurdenmiliz YPG Gelegenheit, den Norden Syriens zu räumen. Der Abzug habe bereits begonnen.


Erneut Ausschreitungen in Katalonien

Bei den Protesten in Katalonien ist es am Abend wieder zu Ausschreitungen gekommen. Wie AFP-Reporter berichteten, steckten junge Randalierer im Zentrum von Barcelona Barrikaden in Brand. Die Polizei wurde mit Steinen und Böllern beworfen. Regionalpräsident Torra hatte die Demonstranten zuvor aufgerufen, auf Gewalt zu verzichten. Gleichzeitig drohte er der spanischen Zentralregierung mit einem neuen Unabhängigkeitsreferendum. Wegen einer solchen Volksabstimmung waren katalonische Regionalpolitiker am Montag zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Das hatte die aktuellen Proteste ausgelöst.


Rap-Konzert in Ludwigsburg nach Drohung abgebrochen

Nach einer telefonischen Drohung ist in Ludwigsburg ein Konzert des hessischen Rappers Mero abgebrochen worden. Wie die baden-württembergische Polizei in der Nacht mitteilte, verließen die Besucher die ausverkaufte MHP Arena geordnet. Beamte durchsuchten die Halle, fanden aber nichts Verdächtiges. Die Polizei erklärte, wegen des Wortlauts der Drohung sei man nicht von einer ernsten Bedrohungslage ausgegangen. - Meros Eltern stammen aus der Türkei. Nach Angaben von Exil-Kurden soll der Rapper zuletzt die türkische Offensive in Nordsyrien unterstützt haben.

Zuletzt aktualisiert: 18. Oktober 2019, 04:31 Uhr