MDR AKTUELL - Meldungen um 16:30 Uhr


Scholz will mehr Ausländer einbürgern

Die Bundesregierung will bei Ausländern, die schon lange in Deutschland leben, aktiv für den deutschen Pass werben. Das kündigte Kanzler Scholz an. Er sagte bei einer Veranstaltung in Berlin, wer auf Dauer in Deutschland lebe und arbeite, der solle auch wählen können und solle gewählt werden können. Er solle Teil dieses Landes sein mit allen Rechten und Pflichten - unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder religiösem Bekenntnis. - Innenministerin Faeser will die gesetzlichen Hürden für Einbürgerungen senken. Die Wartezeit soll von acht auf fünf Jahre verkürzt werden. Zudem sollen die Möglichkeiten für eine doppelte Staatsbürgerschaft erweitert werden. Koalitionspartner FDP und die Union sind dagegen.


Innenminister: Keine Abschiebungen in den Iran

Die Innenminister der Länder wollen Abschiebungen in den Iran wegen der angespannten politischen Lage in dem Land aussetzen. Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Herrmann, sagte, die Innenminister seien sich in diesem Punkt einig. Einzig bei Gefährdern und schweren Straftätern müsste nach Einzelfallprüfungen Ausnahmen möglich sein. In Teheran wurde derweil der deutsche Botschafter ins Außenministerium einbestellt. Hintergrund ist laut Auswärtigem Amt eine Resolution im UN-Menschenrechtsrat vergangene Woche. Darin wurde das harte Vorgehen der iranischen Führung gegen Demonstranten verurteilt und eine Untersuchung beschlossen. Das hatten Deutschland und Island beantragt.


Alle Klima-Kleber nach BER-Aktion wieder frei

Nach der Störaktion am Berliner Flughafen BER sind alle festgenommenen Klimaschützer wieder auf freiem Fuß. Wie das Polizeipräsidium mitteilte, wurden die letzten Männer am Wochenede nach Ablauf der 48-Stunden-Frist aus dem Gewahrsam entlassen. Das Landeskriminalamt Brandenburg ermittelt gegen fünf Männer und eine Frau unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr, Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung. Mitglieder der Protestgruppe Letzte Generation hatten sich am Donnerstag im Bereich der Rollbahnen festgeklegt. Der Flugbetrieb wurde zwischenzeitlich gestoppt.


Konferenz gegen Plastikmüll begonnen

In Uruguay haben Verhandlungen für ein Abkommen gegen Plastikmüll begonnen. Die Konferenz in Punta del Este wurde von der Uno organisiert. Teilnehmer sind Regierungsvertreter, internationale Organisationen und Umweltverbände. Es handelt sich um eine erste Gesprächsrunde. Ziel ist es, bis Ende 2024 global verbindliche Regeln und Maßnahmen festzulegen. Eine Gruppe von 35 Ländern fordert, die Umweltverschmutzung mit Plastik bis 2040 zu beenden. Auch Deutschland gehört dieser Koalition an.


Ein Drittel der Thüringer haben Bluthochdruck

Ein Drittel der Menschen in Thüringen leidet an Bluthochdruck. Das geht aus dem Sozialatlas der Barmer hervor. Wie die Krankenkasse mitteilte, leiden unter der Volkskrankheit 32 Prozent der Thüringer. Bundesweit treffe das auf 22 Prozent der Menschen zu. Barmer-Landesgeschäftsführerin Dziuk warnte, Bluthochdruck sei alles andere als harmlos. Er könne Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen bis hin zum Herzinfarkt oder Schlaganfall. Betroffen seien vor allem Menschen über 60. Dagegen hälfen Sport und Bewegung sowie der Tabakverzicht.

Aktuelle Meldungen

Krawalle in Brüssel nach dem WM-Sieg der marokkanischen Nationalmannschaft gegen Belgien 1 min
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1 min 28.11.2022 | 15:50 Uhr

In der belgischen Hauptstadt Brüssel sind einige Feiern von marokkanischen Fußballfans in Krawalle ausgeartet. Mehrere Menschen wurden festgenommen.

Mo 28.11.2022 15:32Uhr 00:41 min

https://www.mdr.de/nachrichten/welt/panorama/video-belgien-krawalle-marokko-fussball-wm100.html

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