MDR AKTUELL - Meldungen um 12:30 Uhr


Sky verliert Rennen um Champions-League-Rechte

Der Bezahlsender Sky verliert ab 2021 die Übertragungsrechte für die Fußball-Champions-League in Deutschland. Der scheidende Sky-Deutschland-Chef Schmidt sagte der "Bild"-Zeitung, die Rechte seien Sky zu teuer gewesen. Dem Bericht zufolge sind die Spiele ab der übernächsten Saison im Streaming-Dienst DAZN zu sehen. Zuvor hatte Amazon Prime bestätigt, sich die Live-Rechte für die Top-Spiele am Dienstag gesichert zu haben. Das Champions-League-Finale wird künftig im ZDF zu sehen sein. Außerdem will der Sender jeweils mittwochs eine Zusammenfassung des Spieltages zeigen. Die Verhandlungen dazu laufen noch.


Bundesregierung kritisiert Ausweisung deutscher Diplomaten

Die Bundesregierung hat die Ausweisung von zwei deutschen Diplomaten aus Russland scharf kritisiert. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte, das Vorgehen Moskaus sei das falsche Signal und ungerechtfertigt. Die Bundesregierung behalte sich weitere Schritte vor. Hintergrund ist der Streit über die Ermittlungen nach dem Mord an einem Georgier in Berlin. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt stasatliche Stellen in Russland, den Mord in Auftrag gegeben zu haben. Vergangene Woche hatte Deutschland zwei russische Diplomaten ausgewiesen. Daraufhin kündigte Russlands Präsident Gegenmaßnahmen an.


EU will Sanktionen auch ohne WTO-Urteil verhängen

Die EU-Kommission will bei Handelsstreitigkeiten auch ohne Entscheidung der Welthandelsorganisation WTO Sanktionen verhängen. Handelskommissar Hogan sagte in Brüssel, Europa müsse reagieren können, wenn ein anderes Land gegen WTO-Regeln verstoße. Das verstoße nicht gegen internationales Recht. Hintergrund ist eine Blockade der WTO durch die USA. Washington verhindert seit einiger Zeit die Ernennung neuer Berufungsrichter bei der Welthandelsorganisation. Diese Woche lief das Mandat von zwei der drei zuständigen Richter aus. Dadurch ist die Kammer nicht beschlussfähig. Es ist die schwerste Krise in der 25-jährigen Geschichte der WTO.


Rekordbeteiligung von Mädchen bei Jugend forscht

Für den Wettbewerb Jugend forscht im kommenden Jahr haben sich so viele Mädchen angemeldet wie noch nie. Wie die Veranstalter mitteilten, kommen 40 Prozent der Anträge von Forscherinnen. Insgesamt wollen fast 11.800 Kinder, Jungedliche und junge Erwachsene teilnehmen. Sie reichten 6.400 Arbeiten ein - etwas weniger als im Vorjahr. Der Wettberwerb startet im Februar auf Regionalebene. Die beisten Projekte qualifizieren sich für die Landesausscheidungen. Das Bundesfinale ist Ende Mai in Bremen geplant.


Gewandhaus Leipzig bekommt neue Glasfassade

Die 900 Quadratmeter große Glasfassade des Leipziger Gewandhauses wird im kommenden Jahr erneuert. Das beschloss der Stadtrat gestern. Das Vorhaben soll rund 2,8 Millionen Euro kosten und im September 2020 abgeschlossen sein. Das Konzerthaus soll durch die Sanierung umweltverträglicher werden. Bei Energiekosten könnten bis zu 30.000 Euro jährlich eingespart werden. Der CO2-Ausstoß würde deutlich verringert. Außerdem soll das neue Glas das große Decken- und Wandgemälde im Foyer des Gewandhauses besser vor Sonneneinstrahlung schützen.

Zuletzt aktualisiert: 12. Dezember 2019, 12:43 Uhr