MDR AKTUELL - Meldungen um 2:30 Uhr


Spahn drängt auf schnelle Lösung bei Suche nach CDU-Spitze

In der Debatte um eine neue CDU-Parteispitze hat Bundesgesundheitsminister Spahn auf eine schnelle Lösung gedrängt. Er sagte in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin", über den CDU-Vorsitz und die Kanzlerkandidatur der Union müsse jetzt "zügig" entschieden werden. Außerdem sprach Spahn sich für eine Teamlösung aus. Mit Blick auf mögliche Konstellationen schließe er nichts ein oder aus. Es gelte ein Team zu suchen, dass vor allem die Partei vereine. - Noch-Parteichefin Kramp-Karrenbauer hatte vergangenen Montag erklärt, dass sie nicht Kanzlerkandidatin der Union werden wolle.


EU-Kommissar: Müssen uns auf Klimawandel-Folgen vorbereiten

Der EU-Kommissar für Krisenmanagement, Lenarcic , hat Europa zur Vorbereitung auf Folgen des Klimawandels aufgerufen. Er sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, die Landwirtschaft müsse sich umstellen und Pflanzen anbauen, die Trockenheit besser aushielten. Auch der Schutz vor Überflutungen sei zentral für künftiges Krisenmanagement. Laut Lenarcic müsse die EU etwa in neue Technik beim Bau von Deichen investieren. Es sei zu spät, alle negativen Folgen des Klimawandels zu verhindern.


USA: Rücktrittsforderungen gegen Justizminister Barr

In den USA haben mehr als eintausend frühere Mitarbeiter des Justizministeriums den Rücktritt von Minister Barr gefordert. In einem offenen Brief warfen sie Barr sowie Präsident Trump vor, offen und wiederholt die Justiz beeinflusst zu haben. Die Regierung nutze die enorme Macht der Strafverfolgung, um ihre Feinde zu bestrafen und ihre Verbündeten zu belohnen. Hintergrund ist das Eingreifen Trumps in den Fall seines früheren Politikberaters Stone . Dieser könnte für seine Verwicklung in die Russland-Affäre neun Jahre Haft erhalten. Trump hatte die Anklage zu einer milderen Strafe aufgefordert. Das Justizministerium unter Barr intervenierte daraufhin bei der Anklage. Alle vier Staatsanwälte zogen sich aus Protest zurück.


Bayer und BASF sollen in USA Millionenstrafe zahlen

Ein US-Gericht hat die Konzerne Bayer und BASF im Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Dicamba zu millionenschwerem Schadenersatz verurteilt. Insgesamt sollen die beiden Unternehmen einem Pfirsichbauern 265 Millionen Dollar zahlen. Der Bauer beschuldigt Bayer und BASF, dass er durch den Einsatz von Dicamba auf benachbarten Feldern Ernteverluste erlitten habe. Bayer kündigte Berufung gegen das Urteil an. Dicamba sei für die Verluste nicht verantwortlich. Die Pfirsich-Felder hätten bereits vor dem Einsatz durch schlechtes Wetter gelitten.


Karneval in Venedig eröffnet

In Venedig ist mit dem traditionellen "Flug des Engels" der Karneval eröffnet worden. Tausende Menschen verfolgten, wie eine als Engel verkleidete junge Frau an einem Seil vom Glockenturm des Markusdoms in die Luft schwang. Der Karneval in Venedig ist eine jahrhundertealte Tradition. Er wurde zum ersten mal 1162 nach einem militärischen Sieg gefeiert. Das Spektakel mit opulenten Kostümen zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland an.

Zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2020, 02:43 Uhr