MDR AKTUELL - Meldungen um 3:00 Uhr


Saudi-Arabien bestätigt Tod Khashoggis

Saudi-Arabien hat den Tod des kritischen Journalisten Khashoggi bestätigt. Die staatliche Nachrichtenagentur SPA meldet, am 2. Oktober sei es im Istanbuler Konsulat zu einem tödlichen Streit zwischen Khashoggi und mehreren Personen gekommen. Inzwischen seien 18 Personen festgenommen worden. Ein Berater des Königshauses und der stellvertretende Geheimdienstchef seien entlassen worden. Die Untersuchung dauere an. Khashoggi wollte im saudischen Konsulat in Istanbul Papiere abholen und ist seitdem verschwunden. Die türkischen Behörden gehen laut Medienberichten davon aus, dass der Dissident von einem aus Saudi-Arabien angereisten Spezialkommando getötet wurde.


Parlament leitet Änderung des Staatsnamens ein

Das Parlament von Mazedonien hat den Weg für einen neuen Staatsnamen freigemacht. Die Volksvertretung beschloss mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit, eine Verfassungsänderung einzuleiten. Danach soll das Balkanland künftig Nord-Mazedonien heißen. Am Ende des Verfahrens muss das Parlament erneut mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit zustimmen. Hintergrund ist ein Namensstreit mit dem Nachbarn Griechenland. Die Provinz im Norden des Landes heißt ebenfalls Mazedonien. Athen fordert von Mazedonien eine Namensänderung und hat bisher die Aufnahme des Landes in die Nato blockiert.


Auch CSU Schwaben fordert Sonderparteitag

In der CSU nimmt der Druck auf Parteichef Seehofer zu. Nach dem Bezirksverband Oberbayern fordert auch der Bezirksverband Schwaben einen Sonderparteitag. Wie die Deutsche Presse-Agentur meldet, wurde dazu auf einer Bezirksvorstandssitzung einstimmig ein Beschluss gefasst. Darin fordert der Verband, es müsse über die Aufstellung der Partei für die kommenden Jahre entschieden werden. Bisher haben drei Kreisverbände offen eine Ablösung Seehofers gefordert. Die CSU hatte bei der Landtagswahl am Sonntag nur noch 37,2 Prozent erzielt und ihre absolute Mehrheit eingebüßt.


800 Polizisten bei Demos in Chemnitz

In Chemnitz hat am Abend die Wählervereinigung Pro Chemnitz demonstriert. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl auf etwa 1.000 Personen. Zuvor hatte es am selben Ort eine Mahnwache unter dem Motto "Aufstehen gegen Rassismus" gegeben. Zur Absicherung beider Versammlungen waren rund 800 Beamte im Einsatz. Laut Polizei wurden keine Straftaten verzeichnet. - Chemnitz ist seit Wochen Schauplatz von Protesten und Gegendemonstrationen. Hintergrund ist der Tod eines Mannes, der Ende September mutmaßlich von Asylbewerbern getötet worden war.


Fußball: Frankfurt - Düsseldorf 7:1

In der Fußball-Bundesliga hat Eintracht Frankfurt den Aufsteiger Düsseldorf 7:1 besiegt. Damit verdrängte Frankfurt Bayern München von Platz sechs. Düsseldorf dagegen rutschte auf den letzten Tabellenplatz ab. In der zweiten Fußball-Bundesliga trennten sich Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue 1:1. Dynamo droht nach einem Vorfall in der zweiten Halbzeit eine Strafe vom Deutschen Fußball-Bund. Ein Auer Spieler wurde von einem Feuerzeug getroffen, auch flogen Bierbecher in seine Richtung. Im zweiten Spiel des Abends setzte sich Sandhausen gegen Ingolstadt 4:0 durch.

Zuletzt aktualisiert: 20. Oktober 2018, 03:01 Uhr