MDR AKTUELL - Das Wichtigste aus der Nacht


Beschlussvorlage: Corona-Maßnahmen dürften bleiben

Die geltenden Corona-Regeln werden offenbar beibehalten. Das geht aus einer Beschlussvorlage für die morgigen Bund-Länder-Beratungen hervor, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Darin heißt es, man sei zuversichtlich, mit den bestehenden Maßnahmen gut durch die Omikron-Welle zu kommen. Aus der Vorlage geht auch hervor, dass die PCR-Tests auf besonders gefährdete Gruppen und Beschäftigte im Gesundheitsbereich konzentriert werden. Nicht jeder, der einen positiven Schnelltest habe, müsse zwingend einen PCR-Test machen. Die Nachtestung könne auch mit Hilfe eines zweiten überwachten Schnelltests erfolgen. Grund für die geplante Änderung ist, dass die Labore wegen hoher Infektionszahlen überlastet sind.


WHO: Pandemie-Ende in Europa nach Omikron "plausibel"

Die Weltgesundheitsorganisation hält es für möglich, dass die Corona-Pandemie in Europa nach der Omikron-Welle endet. Der WHO-Chef für Europa, Kluge, nannte es plausibel, dass sich die Region auf eine Endphase der Pandemie zubewege. Zugleich mahnte er wegen möglicher weiterer Mutationen des Coronavirus zur Vorsicht. Aktuell sei es zudem sinnvoll, sich auf den Schutz besonders anfälliger Menschen zu konzentrieren und nicht darauf, Ansteckungen einzuschränken. Nach Einschätzung der WHO könnten sich bis März 60 Prozent aller Menschen im Großraum Europa mit der Omikron-Variante infiziert haben.


Gewalt bei Protest gegen Corona-Regeln in Brüssel

In Brüssel haben zehntausende Menschen gegen die staatliche Corona-Politik protestiert. Die belgische Polizei zählte rund 50.000 Teilnehmer. Darunter sollen auch Demonstranten aus anderen Ländern gewesen sein. Nach Angaben des belgischen Rundfunks kam es nahe des Europaviertels zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Demonstranten hätten Steine und Feuerwerkskörper geworfen. Die Beamten hätten Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt. Wie die Polizei am Abend mitteilte, wurden mindestens 70 Personen festgenommen. - Der Protest richtete sich unter anderem gegen den Corona-Pass, mit dem in Belgien in vielen öffentlichen Einrichtungen eine Corona-Impfung oder ein negativer Test nachgewiesen werden müssen.


Polizei Sachsen registriert 3.120 Cybercrime-Fälle im Jahr 2020

In Sachsen hat die Polizei 2020 über 3.100 Fälle von Cyberkriminalität erfasst. Wie Innenminister Wöller mitteilte, waren das rund 460 Fälle mehr als im Jahr davor. Dabei müsse man von einem riesigen Dunkelfeld ausgehen. Firmen hielten sich oft zurück, einen Hacker-Angriff anzuzeigen. Sie hätten Angst, dadurch Kunden zu verlieren. Wöller warnte, dass mit dem elektronischen Abwickeln von Geschäften das Einfallstor für Kriminelle größer werde.


Bericht: Mindestens 16 Obdachlose 2021 getötet

In Deutschland sind im vergangenen Jahr mindestens 16 Obdachlose getötet worden. Das geht aus einer Auswertung der Bundesarbeitsgemeinschaft Obdachlosenhilfe hervor, die sich auf Presseberichte über entsprechende Fälle bezieht. Wie die Zeitung "Die Welt" weiter schreibt, wurden zudem 142 Gewalttaten gegen Menschen ohne Wohnung dokumentiert. Der Dachverband geht von hohen Dunkelziffern aus. Bei den Tätern handelt es sich demnach in rund jedem zweiten Fall ebenfalls um Obdachlose.

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