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Hessischer Finanzminister tot aufgefunden

Hessens Finanzminister Schäfer ist tot. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Abend in Wiesbaden mitteilten, wurde die Leiche des 54-jährigen CDU-Politikers an einer ICE-Strecke im Main-Taunus-Kreis entdeckt. Aufgrund der Gesamtumstände, der Ermittlungen am Tatort und von Zeugenaussagen gehe man von einem Suizid aus. Zum Hintergrund gibt es bislang keine Informationen. Schäfer war seit 2010 hessischer Finanzminister und wurde als möglicher Nachfolger von Ministerpräsident Bouffier gehandelt. Der Regierungschef und die Oppositionsfraktionen äußerten sich in ersten Reaktionen fassungslos und geschockt. Für heute Mittag kündigte Bouffier eine Stellungnahme an.


Scholz will Corona-Bonuszahlungen steuerfrei stellen

Bundesfinanzminister Scholz will Bonuszahlungen für Beschäftigte in der Corona-Krise von der Steuer befreien. Der SPD-Politiker sagte "Bild am Sonntag", viele Arbeitgeber hätten bereits Sonderzahlungen für den Einsatz ihrer Mitarbeiter unter den erschwerten Bedingungen angekündigt. Am Montag werde er die Anweisung erlassen, dass solche Zulagen bis zu einer Grenze von 1.500 Euro komplett steuerfrei seien. Laut Scholz will die Regierung damit das Engagement vieler Arbeitnehmer honorieren, etwa in Supermärkten, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und in der Transportbranche. Zudem sprach er sich dafür aus, nach der Krise die Löhne in Deutschland neu zu bewerten. Systemrelevante Berufe müssten besser bezahlt werden.


Weltweit mehr als 30.000 Corona-Tote

Die Zahl der Corona-Toten ist weltweit auf mehr als 30.000 gestiegen. Das geht aus den neuesten Zahlen der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hervor. Demnach entfällt nahezu ein Drittel der Todesfälle auf Italien. Auch in anderen westlichen Ländern sterben immer mehr Menschen an der Lungeninfektion. In Spanien wurden den Angaben zufolge inzwischen gut 5.800 Tote registriert, in Frankreich rund 2.300, in den USA fast 2.000 und in Großbritannien etwa 1.000. Für Deutschland geben die US-Forscher inzwischen 433 Tote an.


Spanien verschärft Corona-Schutzmaßnahmen

Spanien verschärft wegen der rasch steigenden Zahl der Corona-Opfer die Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Wie Ministerpräsident Sánchez am Abend in Madrid mitteilte, werden alle nicht lebenswichtigen Unternehmen für zwei Wochen geschlossen. Alle betroffenen Beschäftigten sollten in dieser Zeit zu Hause bleiben. Ihr Gehalt bekämen sie weiter. Die ausgefallenen Arbeitsstunden könnten später schrittweise nachgeholt werden.


Maas: 160.000 Deutsche zurückgeholt

Wegen der Corona-Pandemie sind mehr als 160.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt worden. Bundesaußenminister Maas dankte bei Twitter allen Beteiligten. Sie hätten "unfassbar hart" gearbeitet. An die noch im Ausland Verbliebenen appellierte Maas, Geduld zu haben.


"Earth Hour" - Licht aus für den Klimaschutz

In vielen deutschen Städten sind am Abend die Lichter an öffentlichen Gebäuden für eine Stunde ausgegangen. Nach Angaben der Umweltstiftung WWF beteiligten sich mindestens 360 Kommunen an der weltweiten Aktion. Damit wird seit 2007 jedes Jahr ein Zeichen für den Klimaschutz gesetzt. Um 20.30 Uhr Ortszeit wird jeweils für eine Stunde die Beleuchtung in öffentlichen Gebäuden, Privathaushalten und Unternehmen abgeschaltet.

Zuletzt aktualisiert: 29. März 2020, 00:43 Uhr

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