MDR AKTUELL - Meldungen um 8:30 Uhr


Versteigerung der 5G-Frequenzen beginnt

Die Bundesnetzagentur beginnt heute mit der Versteigerung der 5G-Mobilfunkfrequenzen. An der Auktion in Mainz nehmen die Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland, Vodafone und United Internet teil. Bis Ende 2022 sollen 98 Prozent der Haushalte sowie Autobahnen, Bundesstraßen, Schienen und Wasserwege mit dem schnellen Übertragungsstandard 5G versorgt sein. Die Versteigerung wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern. Fachleute rechnen mit einem Erlös von bis zu fünf Milliarden Euro. Der Bund will die Einnahmen in den Netzausbau stecken und unter anderem Schulen digital besser austatten. - Bei der Frequenzversteigerung sollte es nach Ansicht des Landesvorsitzenden der FDP Sachsen-Anhalt, Sitta, nicht um möglichst hohe Preise gehen. Sitta sagte MDR AKTUELL, Ziel müsse viel mehr eine möglichst gute und weitreichende Netzabdeckung sein.


Personalnot in Thüringer Gefängnissen

Der Personalmangel in Thüringer Gefängnissen sorgt für Unmut in der rot-rot-grünen Landesregierung. SPD-Justizexperte Helmerich sprach in der "Thüringer Allgemeinen" von einem permanenten Sicherheitsrisiko. Helmerich forderte den Landtag auf, Justizminister Lauinger von den Grünen zum Handeln zu drängen. In der Rücklage des Landeshaushalts sei genügend Geld vorhanden. Der Linken-Landtagsabgeordnete Kräuter verlangte, den Justizvollzugsdienst attraktiver zu machen. Die Zahl der Ausbildungsplätze müsse erhöht werden, um die Beamten zu ersetzen, die in Pension gingen. Nach Angaben der Zeitung fehlen in den Gefängnissen des Freistaats rund 100 Stellen im mittleren Vollzugsdienst.


Dritter Verdächtiger in Utrecht festgenommen

Nach den tödlichen Schüssen in Utrecht hat die Polizei einen dritten Verdächtigen festgenommen. Wie niederländische Medien berichten, sind allerdings noch keine Details bekannt. Auch bei einem zweiten Verdächtigen ist der Bezug zur Tat noch unklar. Der Hauptverdächtige war gestern am frühen Abend nach einer mehrstündigen Fahndung festgenommen worden. Es ist ein 37-jähriger gebürtiger Türke. Laut Polizei könnte es sich bei der Tat um einen Terrorakt handeln, aber auch um eine Beziehungstat. - Gestern waren in einer Straßenbahn drei Menschen erschossen worden. Fünf weitere wurden nach Polizeiangaben verletzt.


Italien lehnt Aufnahme von geretteten Flüchtlingen ab

Italiens Innenminister Salvini hat es abgelehnt, ein Rettungsschiff mit rund 50 Flüchtlingen an Bord anlegen zu lassen. Salvini schrieb auf Twitter, die italienischen Häfen blieben geschlossen. Sein Ministerium veröffentlichte zudem eine Anweisung an Hilfsorganisationen zu geltendem Recht bei der Seenotrettung. Darin heißt es, Vorschriften müssten eingehalten werden. Ansonsten könne man den Helfern vorwerfen, vorsätzlich illegale Einwanderer nach Italien bringen und Menschenhandel erleichtern zu wollen. - Ein italienisches Hilfsschiff hatte die Flüchtlinge vor der Küste Libyens aus dem Mittelmeer gerettet. Das Hilfsbündnis Mediterranea bat Italien, einen Hafen zum Anlegen zu nennen.


Europawahl: Grünen-Politiker befürchtet Cyber-Angriffe

Der Digitalexperte der Grünen, Janecek , hat vor ausländischen Internetattacken gewarnt, um die Europawahl zu manipulieren. Janecek sagte der "Augsburger Allgemeinen", im Moment müsse man leider davon ausgehen, dass es zu massiven Aktionen im Netz komme. Deren Ziel sei es, die Europawahl zu beeinflussen. Erste Cyber-Angriffe auf europafreundliche Organisationen habe es bereits gegeben. - Facebook kündigte unterdessen an, die Bekämpfung von Falschmeldungen vor der Europawahl zu verstärken.

Zuletzt aktualisiert: 19. März 2019, 08:31 Uhr