Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler 61 min
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Die Ukraine hat mehrere Brücken zur Krim angegriffen und beschädigt. Bühler zufolge setzt das die Russen bei der Versorgung unter Druck. Außerdem: Ist der Ukraine-Gipfel in Saudi-Arabien eine Chance auf Frieden?

MDR AKTUELL Di 08.08.2023 19:04Uhr 60:40 min

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In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über die ukrainischen Angriffe auf die Krim-Brücken. Zuletzt wurden die Tschonhar-Brücke und die Henitschesk-Brücke beschädigt. Bei beiden handelt es sich Bühler zufolge um logistische Versorgungsstraßen für die russische Armee. Aber auch die Versorgung über die beschädigte Kertsch-Brücke erfolge nur mit Einschränkungen. Bühler erklärt ausführlich, wie gefährlich die Angriffe für die Russen werden könnten. Deisinger stellt dem Ex-Nato-General außerdem die Frage, ob die Ukraine bei ihrer Offensive einem tatsächlichen Durchbruch näher gekommen ist? Bühler geht auch auf die unterschiedlichen Angriffs-Achsen ein.

Ein weiteres Thema sind die russischen Luftangriffe. Laut Bühler wurden auf die Ukraine innerhalb von zwölf Stunden 70 Flugkörper abgeschossen. Es handle sich um einen der größten Luftangriffe in letzter Zeit. Er sei von langer Hand geplant gewesen und stehe nicht im Zusammenhang mit den Angriffen auf die Krim-Brücken. Bühler vermutet, die Russen hätten militärische Ziele treffen wollen wie Stützpunkte für die Storm-Shadow-Raketen. Warum er an den Erfolgs-Meldungen der Russen zweifelt, erklärt er ausführlich.

Natürlich sprechen Deisinger und Bühler auch über den Ukraine-Gipfel in Dschidda. Der Ex-Nato-General lobt die Initiative Saudi-Arabiens. Auch wenn es keine Abschlusserklärung gebe, handle es sich um einen Erfolg für die Ukraine. Zum einen sei China mit dabei gewesen. Zum anderen seien sich die Teilnehmer einig gewesen, dass die territoriale Integrität der Ukraine gewahrt bleiben müsse. Bemerkenswert sind auch Aussagen von Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, welche die "New York Times" veröffentlicht hat. Seine Aussagen zur Präsidentschaftswahl in Russland und zu den Kriegszielen bewertet Bühler kritisch. Er geht davon aus, das Ziel der Peskow-Aussagen sei gewesen, im Westen Diskussionen auszulösen.

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