Weit entfernt vom Mindestlohn Gewerkschaft warnt: Floristikbranche droht Personalmangel

Blumengeschäften und Gartencentern im Land könnten die Arbeitskräfte ausgehen. Davor warnt die Gewerkschaft IG Bau. Grund dafür sind Gehälter, die weit entfernt sind vom bald geltenden Mindestlohn.

Blumen-Gestecke bei Floristik-Hallenschau zur Buga 2021
Der Floristikbranche in Sachsen-Anhalt droht Personalmangel. (Symbolbild) Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Die Gewerkschaft IG BAU warnt vor Personalengpässen in Blumengeschäften und Gartencentern in Sachsen-Anhalt und fordert eine Angleichung der Einkommen. Die über 200 Beschäftigten in Magdeburg und Halle verdienten Beobachtungen zufolge oft kaum mehr als zehn Euro pro Stunde, teilte die Gewerkschaft am Mittwoch mit. In ganz Sachsen-Anhalt beschäftigt die Floristik den Angaben zufolge 1.040 Menschen.

Ost-Floristen noch weit entfernt vom Mindestlohn

Während die Beschäftigten in Westdeutschland bereits jetzt auf einen Stundenlohn von 13 Euro kämen, liegen die Floristinnen und Floristen im Osten beim Einkommen weit unter dem ab Oktober geltendem gesetzlichen Mindestlohn von zwölf Euro, hieß es. Auf der Suche nach höheren Löhnen könnten viele von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bald die Branche verlassen.

Gewerkschaft: "Arbeitgeber blockieren angemessenes Plus"

Für die alten Bundesländer habe sich der Fachverband Deutscher Floristen (FDF) mit der IG BAU auf Lohnerhöhungen von bis zu 24 Prozent geeinigt. Im Osten blockierten die Firmen ein angemessenes Plus, so die Gewerkschaft. Die Floristik-Arbeitgeber hätten für Ostdeutschland zuletzt lediglich einen Stundenlohn von 12,10 Euro angeboten, kritisierte die Gewerkschaft.

Die IG BAU fordert, dass das Einstiegsgehalt für Fachkräfte bundesweit deutlich über 13 Euro pro Stunde liegen solle – und damit oberhalb des künftigen gesetzlichen Mindestlohns.

dpa, MDR (Oliver Leiste)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 24. August 2022 | 16:30 Uhr

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