Nachrichten Mittel-Thüringen um 18:30 Uhr

18. Juli 2024, 18:40 Uhr


Erfurt: Touristik-Callcenter nach FTI-Insolvenz gerettet

Erfurt | München. Das Erfurter Touristik-Callcenter Erf24 Touristic Services GmbH hat einen neuen Eigentümer. Damit sei die Zukunft eines der größten touristischen Servicecenter in Deutschland gesichert, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter des Reiseveranstalters FTI, Axel Bierbach, mit. Erf24 war bislang Teil der FTI-Group und beschäftigt den Angaben nach rund 200 Mitarbeiter. Es besteht seit 20 Jahren. Das Erfurter Reise-Callcenter gehört künftig zur bayerischen Raiffeisen Touristik Group (RTG) mit Sitz in Burghausen. Von Erfurt aus sollen vor allem Kunden des Reisevermittlers SonnenklarTV betreut werden. Die Erfurter kümmern sich um Reiseberatung, Buchungen und Beschwerden. SonnenklarTV gehört ebenfalls zur Raiffeisen Touristik Group. Perpektivisch könnten von Erfurt aus zusätzlich auch Reisebüros des neuen Eigentümers RTG betreut werden, hieß es. Der Reiseveranstalter FTI-Group mit Sitz in München hatte Anfang Juni Insolvenz angemeldet. Bis dahin war FTI einer der größten europäischen Reiseveranstalter mit über 11.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über vier Milliarden Euro. ((© MINA / LFH THÜRINGEN / Tel.: 0361 - 218 1110 INFO: weitere Informationen sind im Quelldokument))


Frankenhain: Erste öffentliche Toilette an Lütsche-Talsperre

Ab sofort steht für Einheimische und Gäste an der Lütsche-Talsperre in Frankenhain (Ilm-Kreis) eine öffentliche Toilette zur Verfügung. Damit soll das Ferien- und Erholungsziel laut der Gemeinde Geratal aufgewertet werden. Das neue Angebot werde in diesem Jahr erprobt. Bei positiver Resonanz soll die Anlage dauerhaft den Besuchern zur Verfügung stehen und um einen Wickeltisch ergänzt werden. Die Lütsche-Talsperre soll in den kommenden Jahren nicht nur saniert, sondern auch als Ausflugsziel attraktiver werden. Im Rahmen des Projektes "Kraft der ländlichen Region - Resilienz durch regionale Ressourcennutzung im Unesco-Bioshärenreservat Thüringer Wald" ist ein neues Tourismuskonzept entworfen worden. Dadurch sollen unter anderem die Parkplatzsituation, die Anbindung an den ÖPNV oder die Uferbereiche attraktiver gestaltet werden. Im Jahr kommen den Angaben nach über 250.000 Tagestouristen an die Talsperre. 2022 sind demnach über 28.000 Übernachtungen gezählt worden.


Weimar: Bürger-Molkerei gegründet

In Weimar hat sich eine Bürger-Molkerei gegründet. Wie die Genossenschaftler am Donnerstag mitteilten, wollen sie mit den Verbrauchern gemeinsam Milch zu Käse und anderen Molkereiprodukten verarbeiten. Die Bügermolkerei ist nach Angaben der Gründer einmalig in Thüringen. Sie wird gerade gebaut und entsteht in der Alten Feuerwache in der Erfurter Straße 37. Der Molkerei gehören Unternehmer und Landwirte an, die sich in der Bürgermolkerei Weimar eG i. Gr. zusammengefunden haben. Sie wollen die in der ortsansässigen Landgut Weimar Bio GmbH erzeugte Bio-Milch aus Schoppendorf verarbeiten. Entgegen dem Trend zur Konzentration in der Land- und Lebensmittelwirtschaft solle mit der neuen Molkerei im Herzen von Weimar gezeigt werden, wo Lebensmittel herkommen und wie sie hergestellt werden, heißt es. Der Genossenschaftsgründung ging eine fast vierjährige Planung mit der Suche nach einem Standort voraus. In einer Testkäserei hatten sich die Gründer angeschaut, wie nach handwerklicher Tradition und ohne unnötige Zusatzstoffe Käse gemacht wird. Im kommenden Jahr soll auf einer Fläche von mehr als 500 Quadratmetern in der Alten Weimarer Feuerwache der Käse entstehen und reifen. Im Moment dreht sich dort noch der Baukran. Die Gründung ist ein Ergebnis des Förderprojektes "Bio-Milch … kann mehr!", das durch die Thüringer Aufbaubank gefördert wird.


Bad Kösen: Fahrgastschiffe dürfen gesperrte Saale passieren

Von der Saale-Sperrung bei Bad Kösen in Sachsen-Anhalt wegen Brückenbaustellen sind zwei Fahrgastschiffe ausgenommen. Nach Angaben der Saale-Unstrut-Tourismus GmbH dürfen die "Rudelsburg" und die "Bad Kösen" auf dem gesperrten Abschnitt fahren, der von Großheringen in Thüringen bis Bad Kösen reicht. Die Reederei habe eine Sondergenehmigung erhalten, weil die Route ihrer Schiffe vor den vier Bahnbrücken endet, die gerade saniert werden. Die Tourismusgesellschaft kündigte zudem eine Lösung für Wasserwanderer an. Für sie werde aktuell in Bad Kösen ein neuer temporärer Einstieg in die Saale errichtet, der flussabwärts der Brückenbaustellen liegt. Damit werde Paddeln oder Schlauchbootfahren zwischen Bad Kösen und Naumburg wieder möglich, wo es gerade keinen Einstieg in die Saale gibt. Der Fluss war am Dienstag zwischen Großheringen und Bad Kösen auf zehn Kilometern ohne Vorankündigung gesperrt worden. Das Verbot gilt bis Ende Mai 2025. Es war von der Baufirma beantragt und vom Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt genehmigt worden, nachdem die zuständigen Gewässerbehörden bei einem Vor-Ort-Termin darauf gedrängt hatten. Sie fürchten, dass ansonsten Wassertouristen an den Baustellen gefährdet sind.


Saalborn: Gaststätte öffnet nach 32 Jahren

Nach mehr als 32 Jahren öffnet der Gasthof Saalborn am Donnerstag wieder für Kunden. Die Gaststätte in dem Blankenhainer Ortsteil wurde in den vergangenen zweieinhalb Jahren umfangreich saniert, nachdem sie zuvor jahrelang leer stand und dem Verfall preisgegeben war. Neue Betreiber des Gasthofes sind Ralf Schlüter und Imke Tramnitz, die zum Wiederaufbau eine GbR gründeten. Sie haben im Haus zwei Gasträume, Pensionszimmer und einen Veranstaltungssaal herrichten lassen, in dem künftig auch Kultur stattfinden soll. Das Gasthaus hat donnerstags bis montags von 12 bis 22 Uhr geöffnet.


Rastenberg: Fotowettbewerb für Raspehaus

In Rastenberg (Kreis Sömmerda) gibt es einen neuen Fotowettbewerb. Einsendeschluss ist der 31. August, wie es auf der Internetseite der Stadt heißt. Gesucht werden "Lieblingsplätze" in und um Rastenberg. Dabei können auch alte Aufnahmen und Darstellungen gemeinsam mit neuen eingereicht werden. Am Tag des offenen Denkmals am 8. September werden die Bilder dann auf einer leinwandgroßen Stadtkarte ausgestellt und die Gewinner präsentiert. Ein besonderer Fokus liegt bei dem Wettbewerb auf dem historischen Raspehaus. Fördervereinschef Andreas Martini sagte MDR THÜRINGEN, einige Bilder würden später in Form einer Zeitkapsel im Raspehaus verbaut. Mit dem Wettbewerb sollen die Einwohner motiviert werden, sich mit der Geschichte der Stadt und dem Raspehaus auseinanderzusetzen. Zudem will der Verein die Aufmerksamkeit auf das wohl älteste Wohnhaus im Landkreis lenken - es stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert. Der Förderverein kümmert sich um den Wiederaufbau des Gebäudes und sammelt Förder- und Spendengelder.


Leubingen: Batterien aus Warnkegeln gestohlen

Auf der Kreisstraße zwischen Leubingen und Waltersdorf im Landkreis Sömmerda haben sich Diebe an zwei Ampeln zu schaffen gemacht. Die Unbekannten stahlen laut Polizei zunächst die Batterien aus zwei blinkenden Verkehrskegeln, die in der Nähe der Ampeln aufgestellt waren. Anschließend schnappten sie sich noch mehrere Leitkegel ohne Beleuchtung. Insgesamt hat die gestohlene Baustellensicherung einen Wert von rund 600 Euro. An den Ampeln selbst verursachten die Täter einen Schaden von 1.000 Euro.