Sachsen '89: Die Friedliche Revolution

Die Friedliche Revolution abseits der Großstädte

Der Dichter und Liedermacher Wolf Biermann, 2009
"Wer 40 Jahre lang alles schluckte, spuckt jetzt große Töne. Duckmäuser, die ihr Leben lang schwiegen, skandieren jetzt 'Helmut! Helmut!'", schrieb der Liedermacher Wolf Biermann. "Am Tag des Kanzlerbesuchs in Dresden ging ein Häuflein Gegendemonstranten mit diesem Spruch auf die Straße: 'Vom Stalinismus gleich in den Kapitalismus – ohne mich!' Sie wurden von etwa 3.000 Bürgern bespuckt und durch die Straßen geprügelt. Das Schild hielt mein alter Freund Bernhard T., jahrelang bespitzelt und lange eingesperrt im Dresdner Stasiknast, weil er zur Opposition gehörte. Ausgerechnet der wurde von einer 'Deutschland! Deutschland!'–Meute als 'Stasi-Sau' begeifert..." (Zit. nach Wolf Biermann, Die schweigende Mehrheit hat endlich das Sagen, in: Die sanfte Revolution, Kiepenheuer Verlag 1990.) Bildrechte: MDR/Michael Schöne

Wendegeschichten aus Leipzig

Tür der Nikolaikirche in Leipzig 3 min
Bildrechte: Galubenszeichen vom 12.06.1997/MDR
Ist Leipzig noch zu retten? 4 min
Ist Leipzig noch zu retten? Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Ausschnitt aus einer Reportage des DDR-Fernsehens aus dem Jahr 1989 mit beeindruckenden Bildern der maroden Altbausubstanz im Leipziger Waldstraßenviertel.

Mo 06.11.1989 00:00Uhr 03:44 min

https://www.mdr.de/zeitreise/stoebern/damals/video174138.html

Rechte: Deutsches Rundfunkarchiv

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