Nachrichten Mittel-Thüringen um 06:30 Uhr


Weimar: Frühere Notenbank verkauft

Die frühere Notenbank in Weimar ist an den börsennotierten Immobilien-Investor S Immo AG aus Österreich verkauft worden. Deutschlandchef Robert Neumüller sagte MDR THÜRINGEN, der Kaufvertrag sei unterschrieben. Was S Immo mit dem früheren Bankgebäude in Weimar vorhat, ließ Neumüller offen. Vorheriger Besitzer war die Heyge-Stiftung. Das Gebäude wird vor allem als Kultur-, Kreativ- und Veranstaltungszentrum genutzt. Außerdem werden Büros, Gewerberäume und Ferienwohnungen vermietet. Als die Verkaufspläne der Heyges im Herbst bekannt wurden, gab die Mietergemeinschaft selbst ein Angebot ab. Wenig später war die Mietergemeinschaft aus dem Rennen - nach ihren Angaben wurde nur noch mit den Kaufinteressenten verhandelt, die am meisten boten.


Arnstadt: Programm für Bach-Festival liegt vor

Die Organisatoren des Bach-Festivals Arnstadt haben das Programm für 2020 vorgestellt. Motto des Festivals im nächsten Jahr sind die Stadtpfeifer der Familie Bach. Wie in den vergangenen Jahren finden die Konzerte, Lesungen und Stadtführungen rund um den Bach-Geburtstag am 21. März statt. Neu ist der kulinarische Programmpunkt "Lunch bei Bach". Außerdem wird es eine After Work-Veranstaltung mit Lounge- und klassischer Livemusik geben. Das Bach-Festival findet im kommenden Jahr vom 19. bis 22. März statt.


Apolda | Weimar: DSD-Gelder für Eiermannbau und Amalia-Bibliothek

Die Anna Amalia Bibliothek in Weimar erhält knapp 28.000 Euro von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Mit dem Geld sollen der Stiftung zufolge bei dem Großbrand vor 15 Jahren beschädigte Werke restauriert werden. Der Fördervertrag wird am Vormittag übergeben. Mit 30.000 Euro wird laut Stiftung außerdem der sogenannte Eiermannbau in Apolda unterstützt. Der Bescheid wird am Mittag überreicht und ist für den Mosaikfußboden im ehemaligen Speisesaal des Feuerlöschgerätewerks gedacht.


Erfurt: Bildungszentrum erhält Fördermittel vom Bund

Das "ERFURT Bildungszentrum“ (EBZ) wird mit 720.000 Euro vom Bund gefördert. Wie die Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann (CDU) am Mittwoch mitteilte, sollen von dem Geld moderne digitale Geräte angeschafft werden. Dazu gehören etwa mehrere Schweißgeräte mit digitaler Steuerelektronik und interaktive, berührungsempfindliche Großbildschirme. Das EBZ ist ein überbetriebliche Ausbildungsstätte für die Bereiche Pneumatik, Hydraulik, Schweißen sowie die kaufmännische Ausbildung.


Arnstadt: Ordnungspartnerschaft zwischen Verwaltung und Polizei

Die Stadt Arnstadt und die Polizeiinspektion Arnstadt-Ilmenau haben am Mittwoch einen Partnerschaftsvertrag unterschrieben. Ziel sei es, das subjektive Sicherheitsgefühl zu erhöhen, so Arnstadts Bürgermeister Frank Spilling (pl). Es gebe zwar schon jetzt gemeinsame Streifen von Ordnungsamt und Polizei. Diese sollten aber verstärkt werden, so Spilling. Jörg Bürger, Chef der Polizeiinspektion, sagte die Hilfe der Beamten zu. So könnte zum Beispiel das Ordnungsamt unterstützt werden, wenn etwa Personalien aufgenommen werden müssten. Man wolle zeigen, dass Probleme nicht vertuscht, sondern erkannt und angegangen werden, hieß es von beiden Seiten.


Weimar: Bauunternehmer wegen Schwarzarbeit verurteilt

Das Amtsgericht Erfurt hat einen Weimarer Bauunternehmer wegen Schwarzarbeit zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Wie das Hauptzollamt mitteilte, erhielt der 45-Jährige eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung. Zudem muss er 60 Stunden gemeinnützig arbeiten. Der Mann hatte von Februar 2012 bis Dezember 2014 nachweislich mehrere Arbeitnehmer schwarz beschäftigt. Die Mitarbeiter waren nicht bei den Sozialkassen angemeldet. Infolgedessen wurden keine Beiträge zur Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung abgeführt. Hierdurch entstand den Sozialkassen ein Schaden von mehr als 649.000 Euro, hieß es. Aufgedeckt wurde der Fall von der Finanzkontrolle für Schwarzarbeit.


Kromsdorf: Hund starb durch Schädeltrauma

Der am Speicher Kromsdorf im Weimarer Land gefundene tote Hund ist möglicherweise erschlagen worden. Auch ein Verkehrsunfall könne nicht ausgeschlossen werden, teilte das Landratsamt mit. Das Tier habe ein stumpfes Schädeltrauma erlitten, Schädelbasis und Unterkiefer wurden gebrochen. Außerdem habe der braune Labrador-artige Hund eine hochgradige Fettleber gehabt. Spaziergänger hatten mit Laub bedeckten Kadaver am Montag am Waldrand gefunden. Offenbar wurde versucht, nach dem Tod des Hundes den Chip zu entfernen. Das gelang zwar nicht, bei den Ziffern fehlt aber die Länderkennung. Das Veterinäramt ermittelt wegen schweren Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und sucht Zeugen, die den Hund oder dessen Besitzer kennen.

Zuletzt aktualisiert: 12. Dezember 2019, 06:40 Uhr