Nachrichten Mittel-Thüringen um 07:00 Uhr


Gotha: Gemälde werden in Gotha ausgestellt

Die vor 40 Jahren gestohlenen Gemälde aus Gotha sind in Berlin erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Dabei wurde auch bekanntgegeben, dass die Gemälde echt sind und rund vier Millionen Euro wert. Wie die Ernst von Siemens Kunststiftung bekanntgab, haben Experten bei den Untersuchungen festgestellt, dass einige Gemälde zeitgenössische Kopien sind und anderen Künstlern zugeordnet werden müssen. Ein Gemälde ist deutlich wertvoller als angenommen. Es stammt tatsächlich von Frans Hals. Seit der Diebstahlsnacht vom 14. Dezember 1979 waren die Bilder niederländischer Maler verschwunden. Es handelt sich nach Expertenangaben um einen der spektakulärsten Kunst-Krimi-Fälle Deutschlands. Ab Montag werden sie fürs Publikum in Gotha eine Woche lang zu sehen sein.


Bad Berka: Komplexere Therapien für Herzpatienten

Thüringer Herzmediziner setzen immer öfter auf fachübergeifende Therapien. Harald Lapp vom Herzzentrum der Zentralklinik Bad Berka sagte anlässlich des 28. Kardiologie-Symposiums, so seien viel individuellere Diagnosen und Behandlungen möglich. Außerdem würden die Patienten immer älter, so dass häufiger mehrere Erkrankungen wie Diabetes und Demenz hinzu kämen und parallel behandelt werden müssten. An der Zentralklinik Bad Berka informieren sich noch bis Samstag rund 500 Mediziner aus ganz Deutschland und dem Ausland über neue Diagnosemethoden, Prävention und Behandlungen von Herzerkrankungen. Kardiologen und Herzchirurgen stellen Praxisfälle in Fachvorträgen vor. Schwerpunkte sind Herzschwäche, Herzklappenfehler und Herzrhythmusstörungen. Außerdem präsentieren Medizintechnikhersteller neueste Geräte.


Erfurt: Rot-Weiß Erfurt offenbar vor dem Aus

Der Fußball-Regionalligist Rot-Weiß Erfurt steht offenbar endgültig vor dem Aus. Wie Insolvenzverwalter Volker Reinhardt mitteilte, kann der Verein sämtliche Kosten und Verbindlichkeiten nicht bezahlen. Deshalb informierte Reinhardt die Gremien des Vereins darüber, dass er beim Insolvenzgericht eine so genannte Masseunzulänglichkeit angezeigt hat. Diese gilt gemeinhin als Insolvenz in der Insolvenz. Damit kann Rot-Weiß auch die Spielergehälter nicht mehr bezahlen. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN braucht Rot-Weiß bis Mitte nächster Woche einen hohen sechsstelligen Betrag, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten.


Weimar: Viertel Million Euro für Ferienprojekt

Das Ferienprojekt talentCAMPus in Weimar kann in diesem Sommer fortgesetzt werden. Die Stadt hat nach eigenen Angaben dafür eine Förderzusage über rund 250.000 Euro erhalten. Das Geld kommt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Auch in Weimar gebe es Kinder, die in den Ferien nicht verreisen, sagte Volkshochschulleiter Ulrich Dillmann. Den Kindern könnten dank der Bundesmittel 19 Kultur-, Sport- und Bildungsprojekte angeboten werden. Seit 2013 fördert die Volkshochschule Projekte für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche im Programm "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung". Dabei wird unter anderem das Lesen gefördert; es gibt Tanz- und Schreibworkshops, Zirkusprojekte oder Worksshops zu neuen Medien, zu Film und Fotografie. Seit 2013 sind nach Angaben der Stadt insgesamt zwei Millionen Euro geflossen. Über 5.000 Kinder und Jugendliche haben an den Veranstaltungen teilgenommen.


Bad Berka: Mehr Übernachtungsgäste

In Bad Berka im Weimarer Land ist die Zahl der Übernachtungsgäste leicht gestiegen. Das hat Bürgermeister Michael Jahn (CDU) beim Neujahrsempfang am Freitagabend mitgeteilt. Demnach wurden im Jahr 2019 mehr als 120.000 Kurgäste gezählt. 2018 waren es knapp 800 weniger. Und das obwohl es weniger Reha-Gäste gegeben habe, so Jahn. Profitiert hätten in erster Linie die Hotels, Ferienwohnungen und Pensionen im Ort. Das habe wohl mehrere Gründe. Zum Einen strahlte wohl das Weimarer Bauhausjahr aus, dann habe es aber auch in der Kurstadt selbst etliche Höhepunkte gegeben. Bad Berka feierte 900 Jahre Ersterwähnung. Es gab u.a. ein größeres Brunnenfest und einen historischen Festumzug, der viele Besucher anlockte. Zudem habe man eine Kurkarte eingeführt, die offensichtlich viel Anklang bei Touristen findet, so der Bürgermeister. Mit ihr kann der Nahverkehr zu günstigen Konditionen genutzt werden.


Erfurt: Sparkasse mit Geschäftsjahr zufrieden

Die Sparkasse Mittelthüringen hat das Geschäftsjahr 2019 als "zufriedenstellend" bezeichnet. Wie das Geldinstitut mitteilte, hat man sich in fast allen Geschäftsfeldern gegenüber dem Vorjahr verbessert - trotz historisch niedrigem Zinsniveau. Die Bilanzsumme wuchs demnach um acht Prozent auf 4,63 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen stiegen um gut sieben Prozent und das Kreditvolumen um gut drei Prozent. Dagegen ist der Zinsüberschuss um mehr als sieben Prozent gesunken. Dem stehen tarifbedingt leicht gestiegene Personalkosten sowie konstante Sachkosten gegenüber.


Bechstedtstraß: Neue Landgemeinde Grammetal hat Arbeit aufgenommen

Der Gemeinderat der neu gegründeten Landgemeinde Grammetal im Weimarer Land hat seine Arbeit aufgenommen. Die 75 Mitglieder haben sich am Donnerstag erstmals getroffen. Bei dem Treffen wurden unter anderem die Hauptsatzung und Geschäftsordnung der Gemeinde verabschiedet. Außerdem wurden die Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer vereinheitlicht. Auch das Feuerwehrkonzept und die Feuerwehrsatzung wurden beschlossen. Die Landgemeinde Grammetal hatte sich am 31. Dezember 2019 aus der Verwaltungsgemeinschaft Grammetal heraus gegründet. Ihr gehören 16 Ortschaften an, darunter Nohra, Mönchenholzhausen und Hopfgarten. Im Juni werden ein neuer Gemeinderat und ein neuer hauptamtlicher Bürgermeister gewählt. Die neue Landgemeinde besteht im Einzelnen aus den Orten Bechstedtstraß, Daasdorf, Eichelborn, Hayn, Hopfgarten, Isseroda, Mönchenholzhausen, Niederzimmern, Nohra, Obergrunstedt, Obernissa, Ottstedt, Sohnstedt, Troistedt, Ulla und Utzberg.

Zuletzt aktualisiert: 18. Januar 2020, 07:10 Uhr