Nachrichten Mittel-Thüringen um 22:30 Uhr


Arnstadt: Erste Bilanz KOMET-Projekt

Die Landrätin des Ilm-Kreises, Petra Enders (LINKE), hat eine positive Bilanz des KOMET-Projektes im südlichen Ilm-Kreis gezogen. Ziel sei es gewesen, aktiv auf den demografischen Wandel im ländlichen Raum zu reagieren. Das Projekt habe die Region um Großbreitenbach zusammengebracht, sagte Enders. Es seien unter anderem ein Leerstandskataster und eine Immobilienplattform entstanden, Wanderwege digitalisiert oder Mitfahrbänke aufgestellt worden. Das Projekt startete vor drei Jahren und wurde mit insgesamt 300.000 Euro von Bund und Land gefördert. Um es nachhaltig weiterführen zu können, soll weiterhin ein Kümmerer, wie ihn Enders nennt, für die Region eingestellt werden. Mittel dafür seien bereits beantragt, sagte Enders. Ob die Stelle ans Landratsamt oder an die Landgemeinde Großbreitenbach angebunden wird, sei noch unklar.


Erfurt: Steuerfahnder kontrollieren Lagerhallen

In einem Gewerbegebiet im Erfurter Norden haben Finanzbehörden Lagerhallen durchsucht. Laut Polizei sind Beamte zur Unterstützung von Steuerfahndern des Finanzamts Gotha im Einsatz gewesen. In der Straße An der Lache befinden sich mehrere Lagerhallen von Asia-Handelsunternehmen. Mit Verweis auf das Steuergeheimnis wollten die Finanzbehörden keine Auskunft geben.


Apolda: Feininger-Ausstellung mit starkem Start

Einen Traumstart hat die Feininger-Ausstellung im Kunsthaus Apolda Avantgarde hingelegt. An den ersten drei Tagen kamen über 700 Besucher, wie Geschäftsführer Hans Jürgen Giese MDR THÜRINGEN sagte. Für Führungen durch die Ausstellung gebe es Anfragen aus ganz Deutschland. Der Bauhaus-Meister und deutsch-amerikanische Künstler Lyonel Feininger lebte vor hundert Jahren und zeichnete Dörfer wie Oberweimar, Vollersroda und Gelmeroda, die er mit dem Fahrrad erkundete. Vor allem die kleine gotische Dorfkirche von Gelmeroda, hielt er in unzähligen Naturnotizen und Gemälden fest.


Weimar: Ehrung für sportliche Familie

Die Weimarer Familie Schröter ist Dienstagvormittag für ihr langjähriges Engagement im Sport ausgezeichnet worden. Unter dem Motto "Sport und Ehrenamt" bekamen die beiden Sportlehrer Schröter die Ehrung u.a. vom Vizepräsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes Andreas Silbersack überreicht. Der Preis würdigt die Leistung des Ehepaares, wie es hieß. Seit Jahren trainieren sie in ihrer Freizeit die Leichtathleten des KSSV Victoria Weimar Schöndorf e.V.. Außerdem sind sie als Prüfer beim Sportabzeichen im Einsatz und an den Wochenenden zu Wettkämpfen unterwegs, so die Begründung. Kirsten und Jens Schröter haben zusammen mit ihren beiden Töchtern bereits 55 eigene Sportabzeichen errungen. Ausgezeichnet wurden Ehrenamtliche aus der gesamten Bundesrepublik. Sie alle setzen sich für das Deutsche Sportabzeichen ein. In Weimar nahmen Dienstagvormittag mehr als 1.000 Schüler am Wettbewerb ums Sportabzeichen teil. Am Nachmittag folgen die Erwachsenen.


Erfurt: Neue Abfall-App

Die Erfurter Stadtwerke haben eine neue Abfall-App auf den Markt gebracht. Sie sei mit einem Softwareunternehmen aus Nordhausen entwickelt worden, sagte Stadtwerke-Sprecher Ivo Dierbach MDR THÜRINGEN. Fast ein Jahr hätten die Entwickler daran gearbeitet. Die App zeigt nicht nur die aktuellen Entsorgungstermine an sondern enthält Karten, die Standorte der Wertstoffhöfe und der nächsten Grün-, Glas- und Papiercontainer anzeigen. Über einen Gebührenrechner können sich die Kunden ihre jährliche Abfallgebühr errechnen. Die App wird am Dienstag vorgestellt und ist bereits im App-Store verfügbar.


Nermsdorf | Schwerstedt: Landgemeinde baut Streusalz-Silo

Die Landgemeinde Am Ettersberg im Weimarer Land will ein eigenes Streusalz-Silo bauen. Der Stadtrat habe in seiner jüngsten Sitzung in Nermsdorf einstimmig dafür grünes Licht gegeben, schreibt die "Thüringer Allgemeine". An der Ausschreibung hatten sich von sechs angeschriebenen Firmen drei beteiligt. Mit einem Angebot von rund 26.500 Euro war eine Firma aus Bayern die günstigste und erhielt den Zuschlag. Die Landgemeinde will durch den Kauf des Silos langfristig Geld sparen. Bisher mussten die Gemeindearbeiter das Streusalz für den Winterdienst aus Sachsenhausen holen. Errichtet werden soll das Silo in Schwerstedt.


Arnstadt: Thüringen - künftiger Standort für Stromspeicher?

Thüringen könnte zu einem wichtigen Produzenten von Stromspeichern werden. Michael Stelter vom Fraunhofer-Institut in Hermsdorf sagte auf dem Kongress EAST (Energy And Storage Technologies) in Erfurt, die Städte an der A4 über Arnstadt, Jena bis Dresden hätten das Potential für die neue Via Regia der Batterien. Schon jetzt gebe es 40 Institutionen, 110 geförderte Projekte und eine Fördersumme von 85 Millionen Euro. Allein bei der Firma CATL in Arnstadt würden 2.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Vor unserer Nase entstehe so die Batterieproduktion der Zukunft, sagte Stelter. Experten wie Michael Stelter gehen davon aus, dass jährlich Speicher mit einem Fassungsvermögen von bis zu 50 Giga-Watt-Stunden allein in Thüringen produziert werden. Das sei schon jetzt größer als die Gigafactory von Tesla in den USA, sagte Stelter. Thüringens Energie-Staatssekretär Olaf Möller bezeichnete Speicher als das Nadelöhr der Energiewende. Auch er sieht Mitteldeutschland als den künftigen Raum für Speichertechniken.


Erfurt: Erneut Radarfallen besprüht

Unbekannte haben in Erfurt-Nord drei Radarfallen mit Farbe besprüht. Die Farbanschläge ereigneten sich in der Nacht unter anderem in der Bunsenstraße. Eine Sprecherin der Polizei sagte, die Blitzer sollten soweit gereinigt werden, dass sie wieder funktionieren.

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2019, 22:40 Uhr