MDR THÜRINGEN MDR THÜRINGEN - Nachrichten um 6:00 Uhr


IHK: Fachkräftemangel gefährdet Angleichung an den Westen

Die IHK Südthüringen sieht gravierende Probleme durch den Mangel an Fachleuten. Hauptgeschäftsführer Ralf Pieterwas sagte, dadurch sei die wirtschaftliche Angleichung zwischen Ost und West in Gefahr. In Südthüringen habe die Wirtschaftskraft pro Kopf zwar auf 77 Prozent des West-Durchschnitts gesteigert werden können. Durch den Mangel an Fachleuten verlangsame sich das Wachstum aber. Dadurch falle Südthüringen nun wieder zurück. Anders als etwa die Handwerkskammer Ostthüringen geht die IHK Südthüringen aber nicht davon aus, dass viele Unternehmen ganz oder teilweise schließen müssen.


Kindergarten-Online-Portale mit durchwachsener Bilanz

In Thüringen ist die Vergabe von Plätzen in Kindergärten per Internet bisher die Ausnahme. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN können sich nur in Erfurt, Jena und Rudolstadt Eltern online um einen Betreuungsplatz für ihr Kind bewerben. Mit anderen Kommunen im Land wurden nach Angaben des entsprechenden Software-Anbieters bisher lediglich Gespräche geführt. In Jena zeigte sich der Stadteltern-Beirat zufrieden mit dem Angebot. Dagegen kritisieren die Eltern in Erfurt, dass keine Plätze bei Tagesmüttern angeboten werden und sich nicht alle Kindergarten-Betreiber beteiligen.


"Freies Wort": Ermittlungen gegen VR Bank

Die Polizei hat nach einem Zeitungsbericht Räume der VR Bank Bad Salzungen/Schmalkalden durchsucht. Das "Freie Wort" berichtet, dabei seien zahlreiche Akten beschlagnahmt worden. Hintergrund seien nach Angaben der Staatsanwaltschaft mögliche Unregelmäßigkeiten im Immobilien-Bereich. Die Durchsuchungen gingen auf einen anonymen Hinweis an die Finanz-Behörden zurück. Dabei gehe es um den Erwerb von Immobilien in Erfurt. Ein Sprecher der Bank sagte dem Blatt, der Vorstand kenne die Vorwürfe nicht, unterstütze aber die Ermittlungen.


Rechtsstreit um Mitarbeiter-Bespitzelung entschieden

Unternehmen dürfen ihre Mitarbeiter nur bei einem konkreten Verdacht durch Detektive überwachen lassen. Das hat das Landesarbeitsgericht in Erfurt entschieden. In dem Fall hatte ein Logistikunternehmen aus Straußfurt einen krankgeschriebenen Beschäftigten bespitzeln lassen. Nach Ansicht des Arbeitgebers hatte der Mitarbeiter die Krankheit nur vorgetäuscht, um die Zeit für Umbauarbeiten am eigenen Haus zu nutzen. Die Detektive beobachteten den Mann drei Tag lang und fotografierten ihn auch im Inneren des Hauses. Das war laut Gericht unverhältnismäßig. Der Arbeitgeber hätte zuerst das direkte Gespräch suchen müssen. Der Arbeitgeber muss daher an den Mann eine Entschädigung zahlen.


Proteste gegen möglichen Bau des Südost-Links

Rund 50 Anwohner aus Hermsdorf und den Nachbargemeinden haben am Abend gegen den möglichen Bau der Stromtrasse Südostlink protestiert. Am geplanten Streckenverlauf bei Hermsdorf im Saale-Holzland-Kreis stellten sie symbolisch große Holzkreuze auf. Nach den Planungen soll die Stromtrasse durch ein 56 Hektar großes Industriegebiet an der A 4 verlaufen. Zudem müssen nach Angaben der Trassengegner 25 Hektar Wald gefällt werden. Die Stromtrasse soll laut Betreibers 50Hertz von Sachsen-Anhalt über Ostthüringen nach Bayern führen. Sie soll Windernergie aus dem Norden Deutschlands nach Süden bringen.


15-Jähriger parkt Auto um - auf Wunsch der Mutter

Durch einen Wunsch seiner Mutter hat sich in Arnstadt ein 15-Jähriger Ärger mit der Polizei eingehandelt. Die Frau hatte den Teenager gebeten, ihr Auto umzuparken. Das tat der Junge auch, wurde dabei aber von Polizisten erwischt. Ebenso wie seine Mutter kassierte er nach dem Vorfall eine Anzeige.


Umfrage zur Zeitumstellung endet heute

Noch bis heute Abend können Europäer ihre Meinung zur Umstellung zwischen Winter- und Sommerzeit abgeben. Dann endet die Internet-Umfrage der Europäischen Kommission. Der Weimarer Europaabgeordnete Dieter Koch sagte MDR THÜRINGEN, er gehe davon aus, dass die Mehrheit der Umfrage-Teilnehmer die Sommerzeit beibehalten will. Er hoffe, dass im nächsten Jahr die Uhren noch einmal auf Sommerzeit umgestellt werden und es dann dabei bleibt. Das Interesse an der Bürger-Befragung war riesig. Zur Hälfte der Laufzeit gab es nach Kommissions-Angaben mehr als eine Million Antworten.

Zuletzt aktualisiert: 16. August 2018, 06:10 Uhr