MDR THÜRINGEN MDR THÜRINGEN - Nachrichten um 9:00 Uhr


CDU-Pläne zu Thüringer Versammlungsgesetz

Die Thüringer CDU will mit einem speziellen Versammlungsgesetz Neonazi-Konzerte im Freistaat erschweren. Wie eine Sprecherin MDR THÜRINGEN bestätigte, sollen demnach kommerzielle Konzerte nicht mehr so leicht als politische Veranstaltungen deklariert werden können. Gleichzeitig würden bestimmte historisch belegte Tage und das Umfeld von Erinnerungsorten für Versammlungen gesperrt. Den Entwurf will die CDU-Fraktion noch im Januar in den Landtag einbringen. Fraktionschef Mike Mohring sagte, man wolle verhindern, dass Rechtsextremisten unter dem Mantel von Grundrechten mit Veranstaltungen Kasse machten. Bereits im vergangenen Jahr hatte Ministerpräsident Bodo Ramelow gefordert, das Versammlungsgesetz zu ändern. Allerdings bekam er dafür in seiner eigenen Koalition keine Mehrheit.


Infektionen mit Krankenhauskeim leicht zurückgegangen

In Thüringen hat es im vergangenen Jahr etwas weniger Infektionen mit dem multiresistenten Krankenhauskeim MRSA gegeben. Laut dem Robert-Koch Institut wurden 2018 im Freistaat 79 durch den Erreger verursachte Infektionen gemeldet. 2017 gab es noch drei Fälle mehr. Laut RKI handelt es sich allerdings um vorläufige Zahlen von 2018. Gefährlich sind die Erreger, weil viele Antibiotika nicht gegen das Bakterium wirken. Gerade für geschwächte Patienten - etwa auf einer Intensivstation - können sie zum Problem werden.


Wirtschaft bereit sich auf harten Brexit vor

Thüringer Unternehmen bereiten sich auf einen ungeordneten Brexit vor. Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen teilte MDR THÜRINGEN mit, viele Firmen hätten schon ihre Lieferbeziehungen nach Großbritannien geprüft. Einige bemühten sich auch schon um neue Kunden und Zulieferer in anderen Ländern. Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee warnte vor den Folgen eines harten Brexits. Großbritannien ist der viertwichtigste Export- und der zweitwichtigste Importmarkt für die Thüringer Wirtschaft. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel bedauerte das "Nein" des britischen Parlaments zum Vertrag mit der EU und erwartet nun klare Ansagen.


Steinmeier eröffnet Bauhaus-Jubiläum 2019

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Abend die Feiern zum Bauhaus-Jubiläum eröffnet. In der Akademie der Künste in Berlin würdigte Steinmeier das Bauhaus 100 Jahre nach seiner Gründung als eine der bedeutendsten Design- und Architekturschulen weltweit. Auch in Kunst, Tanz, Fotografie und Film seien bleibende Impulse gesetzt worden. Sie wirkten bis in die Gegenwart nach, sagte er. Das Bauhaus wurde 1919 in Weimar gegründet. Zahlreiche Jubiläums-Veranstaltungen finden deshalb in Thüringen statt. So gibt es Ausstellungen in Apolda, Gotha und Gera. In Weimar wird Anfang April das neue Bauhaus-Museum eröffnet.


Notfallpläne für Thüringer Kultureinrichtungen

Die Thüringer Museen, Bibliotheken und Archive sollen Notfallpläne erstellen. Dazu gehört auch, bei Katastrophen enger zusammenzuarbeiten. Eine entsprechende Vereinbarung ist heute von Vertretern der Behörden und Kultureinrichtungen unterzeichnet worden. Brände wie in der Weimarer Anna Amalia Bibliothek hätten gezeigt, dass man schneller und koordinierter reagieren müsse, erklärte Kulturminister Benjamin Hoff. Mitarbeiter eines Museums sollen sich deshalb nicht nur in den eigenen Räumlichkeiten auskennen, sondern im Notfall auch anderswo die richtigen Entscheidungen treffen können.


Bundesnetzagentur beharrt auf SuedLink-Trasse durch Westthüringen

Im Streit um die Stromtrasse Suedlink beharrt die Bundesnetzagentur auf einem Verlauf durch Westthüringen. Eine Sprecherin der Behörde sagte MDR THÜRINGEN, die von Thüringen vorgeschlagene Trasse durch Osthessen habe sehr viele Konfliktpunkte. Unter anderem könnte sie in einigen Gebieten nur mit einem extrem hohen wirtschaftlichen Aufwand gebaut werden. Dazu gehörten die Querung des Spessarts und des Mains bei Lohr. Eine Trasse durch Westthüringen sei mit weniger Konflikten verbunden. Die Thüringer Landesregierung hatte gestern beim Bundesverwaltungsgericht Klage gegen die Planungen zum SuedLink eingereicht.


Schott blickt auf gutes Geschäftsjahr 2017/18

Der Spezialglas-Hersteller Schott bleibt weiter erfolgreich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz leicht auf knapp 2,1 Milliarden Euro. Der Gewinn erreichte mit 208 Millionen Euro einen neuen Rekord. Besonders nachgefragt waren demnach Brandschutzverglasungen sowie speziell gehärtete Displaygläser für Smartphones. Auch der Standort in Jena entwickelte sich gut, so der Vorstandsvorsitzende Frank Heinricht. In den Ausbau der Produktion investiert Schott 15 Millionen Euro. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau einen neues Multifunktionsgebäudes begonnen werden.

Zuletzt aktualisiert: 17. Januar 2019, 09:10 Uhr