MDR THÜRINGEN MDR THÜRINGEN - Nachrichten um 10:30 Uhr


Fördergelder für Schulen und Internet nicht genutzt

Mehrere Millionen Euro Landesfördermittel sind im vergangenen Jahr in Thüringen nicht abgerufen worden. Betroffen war unter anderem das Bildungsministerium. Von den 6,5 Millionen Euro für Schulbudgets wurden nach Angaben eines Ministeriumssprechers nur rund zwei Millionen Euro ausgegeben. Mit dem Geld können Schulen nach eigenem Ermessen unter anderem Arbeitsgemeinschaften einrichten. Auch beim Ausbau des schnellen Internets in Thüringen blieben von den möglichen 11,8 Millionen Euro Fördermitteln mehr als acht Millionen Euro liegen. Den Angaben zufolge verbleiben die nicht abgerufenen Mittel im Landeshaushalt.


Prozess um lebensbedrohliche Messerattacke in Mühlhausen

Nach einer Messerattacke auf seine Lebensgefährtin muss sich ab heute ein Mann wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht Mühlhausen verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt dem 26-Jährigen lebensbedrohliche Messerstiche zur Last. Demnach soll der Angeklagte seine damalige Lebensgefährtin im Juni 2019 in der gemeinsamen Wohnung in Nordhausen verprügelt haben. Mit einem Küchenmesser soll er insgesamt siebenmal auf sie eingestochen haben. Drei der Stiche in den Brustkorb seien lebensbedrohlich gewesen. Die Geschädigte ist Mutter eines gemeinsamen, einjährigen Sohns.


18-Jähriger nach Leichenfund unter Mordverdacht

Nach dem Fund einer Leiche in einer Altenburger Wohnung steht ein 18-Jähriger unter Mordverdacht. Gegen den jungen Mann sei Haftbefehl erlassen worden, sagte ein Sprecher der Geraer Staatsanwaltschaft. Nähere Details zum möglichen Hergang der Tat wollte er allerdings nicht nennen. Die Leiche war gestern Abend nach Hinweisen von Zeugen in einer Wohnung entdeckt worden. Der Tote hatte offenbar schon länger dort gelegen. Er wird jetzt von Rechtsmedizinern untersucht.


Vorbereitung auf Coronavirus in Thüringen

Auch mit den zunehmenden Corona-Fällen in Italien sieht das Thüringer Gesundheitsministerium aktuell kein erhöhtes Risiko für den Freistaat. Gleichzeitig sagte ein Ministeriumssprecher MDR THÜRINGEN, ein weiteres Ausbreiten der neuen Lungenkrankheit über Ländergrenzen hinweg könne nicht ausgeschlossen werden. Die weltweite Entwicklung lege nahe, dass es zu einer Pandemie kommen könne. Für diesen Fall sei Thüringen vorbereitet. Zunächst würden nationale Vorgaben gelten, die das Robert-Koch-Institut organisiert. Häufiges Händewaschen gelte weiter als bester Infektionsschutz.


Ilm-Kreis führt im regionalen Industrie-Ranking

Der Ilm-Kreis ist erneut Spitzenreiter der Thüringer Industrie. Wie das Landesamt für Statistik mitteilte, verzeichneten die Industriebetriebe im vergangenen Jahr mit rund 3,3 Milliarden Euro den größten Umsatz in Thüringen, 14 Prozent mehr als 2018. Auf Platz zwei folgt der Wartburgkreis mit mehr als 2,7 Milliarden Euro. Knapp dahinter liegt der Landkreis Gotha. Den letzten Platz belegt die Stadt Weimar, hinter Suhl und Gera. Insgesamt verzeichneten acht Kreise und drei kreisfreie Städte ein Umsatzplus. Ein Minus gab es in neun Kreisen und drei kreisfreien Städten.


Gedenken an Bombenangriff im Erfurter Augustinerkloster

Das Evangelische Augustinerkloster in Erfurt erinnert heute Abend an die Opfer des Luftangriffs vor 75 Jahren. Mit einer Andacht im "Haus der Versöhnung" soll der 267 Menschen gedacht werden, die am 25. Februar 1945 durch eine Fliegerbombe ums Leben kamen. Sie hatten im Keller der damaligen Klosterbibliothek Schutz gesucht. An ihrer Stelle steht heute das "Haus der Versöhnung" - ein Tagungsort mit dem Ort der Stille im Keller. 2008 wurde das Augustinerkloster erstes Mitglied der internationalen Nagelkreuz-Gemeinschaft in Thüringen und damit Teil dieser weltweiten Bewegung für Frieden und Versöhnung.


Arena-GmbH Aufsichtsrat sieht RWE-Pleite gelassen

Der Betreiber des Steigerwald-Stadions in Erfurt sieht nach der Pleite des Fußballklubs Rot-Weiß keine finanziellen Nachteile. Im Gegenteil, ohne feste Spieltage gebe es mehr Möglichkeiten für andere Mieter der Arena, hieß es am Rande einer Sitzung des Aufsichtsrates. Fußball soll im Steigerwaldstadion aber auch künftig gespielt werden. Rund 720.000 Euro hat die Stadt Erfurt im Jahr 2019 mit Veranstaltungen im Steigerwaldstadion erwirtschaftet. Weniger als 100.000 Euro davon kam aus der Stadionmiete von Rot-Weiß-Erfurt. Mit der Insolvenz des Traditionsvereins seien nun 17 Wochenenden im Jahr frei geworden, an denen andere Veranstaltungen stattfinden könnten, sagte Arena-Geschäftsführer Christian Fothe.

Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2020, 10:41 Uhr