Nachrichten West-Thüringen um 09:30 Uhr


Bad Salzungen: Wölfin im Wartburgkreis sesshaft geworden

Der Naturschutzbund NABU Thüringen vermutet, dass deutlich mehr Wölfe und Luchse im Land leben als bisher bekannt. Sprecher Silvester Tamás sagte, entweder würden die Tiere nicht gemeldet oder eine "vergleichsweise hohe Dunkelziffer" an Wölfen illegal erlegt. 30 Jahre nach Rückkehr der Wölfe nach Deutschland müsste es viel mehr Tiere geben. Zuvor war bekannt geworden, dass eine im Wartburgkreis gesichtete Wölfin sesshaft geworden ist. Experten hatten Spuren des Tiers über einen Zeitraum von etwa einem Jahr nachverfolgt, wie das Umweltministerium mitteilte. Die Wölfin hält sich demnach im Gebiet der Gemeinde Dermbach auf. Sie stammt laut Ministerium aus einem Rudel in Brandenburg und war im Februar vergangenen Jahres das erste Mal bei Weilar im Wartburgkreis nachgewiesen worden. Eine Wolfsfamilie bei Ohrdruf im Landkreis Gotha gilt als Thüringens einziges bekanntes Rudel.


Bad Salzungen: Holocaust-Gedenken im Rathenaupark

Auch in Bad Salzungen ist am Mittwoch an den Holocaust erinnert worden. Bei einem stillen Gedenken legten Vertreter der Stadt im Rathenaupark am Denkmal für die Opfer des Faschismus einen Blumenkranz nieder. Die grausamen Verbrechen, die so vielen Menschen damals angetan wurden, dürften niemals in Vergessenheit geraten, sagte der erste Beigeordnete der Stadt, Hannes Knott. Es sei sehr wichtig, dass auch politische Institutionen Flagge zeigten.


Stadtlengsfeld: Reha-Klinik nimmt wieder Patienten auf

Die Burg-Klinik in Stadtlengsfeld im Wartburgkreis nimmt ab Sonntag wieder Patienten auf. Am Montag vor einer Woche war die Reha-Klinik nach einem Corona-Ausbruch in den Lockdown gegangen. Nach Angaben der Betreibergesellscahft "Dr. Becker Unternehmensgruppe" waren 45 Patienten und 15 Beschäftigte positiv getestet worden. Mittlerweile haben die letzten Gäste, die in Quarantäne waren, die Klinik verlassen. Derzeit werden Räume und Geräte desinfiziert. Zunächst werden am Sonntag diejenigen aufgenommen, die ihre Reha wegen des Ausbruchs unterbrechen mussten. Ab Montag werden auch neue Patienten erwartet. Alle Anreisenden werden mit einem PCR-Test getestet. Bis das Ergebnis vorliegt, werden sie auf Einzelzimmern versorgt. Der Umstieg von Antigen-Schnelltests auf PCR-Tests gehört zum verschärften Hygienekonzept. Ab Sonntag müssen alle im Gebäude FFP2-Masken tragen. Sie werden von der Klinik kostenlos zur Verfügung gestellt. Außerdem wird weiter regelmäßig getestet.


Eisenach: Inzidenz leicht angestiegen

In Westthüringen ist die Corona-Inzidenz am Mittwoch wieder leicht angestiegen. So kletterte der Wert in Eisenach von 109 auf 125. Damit hat die Stadt den drittniedrigsten Sieben-Tage-Wert in Thüringen. Auch im Wartburgkreis stieg die Infektionsrate an. Sie liegt derzeit bei 185. Gesunken ist die Inzidenz im Kreis Gotha von 279 auf 259. Am Mittwoch wurden in Westthüringen fünf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet – zwei im Wartburgkreis und drei im Kreis Gotha. MDR THÜRINGEN erfasst Corona-Fälle nach den Meldezeitpunkten der Landratsämter. Daher kann es zu Abweichungen von den Zahlen des Robert Koch-Instituts kommen.


Gotha: Hort- und Kindergartengebühren ausgesetzt

Die Stadtverwaltung Gotha erhebt für Januar und Februar keine Beiträge für die Horte der sieben kommunalen Grundschulen. Eine automatische Abbuchung wird ausgesetzt, hieß es. Eltern werden gebeten, Daueraufträge für Februar auszusetzen beziehungsweise Überweisungen nicht vorzunehmen. Bescheide werden zu einem späteren Zeitpunkt geändert und bereits gezahlte Beiträge verrechnet, so ein Stadtsprecher. Auch in den kommunalen Kindergärten werde für Februar zunächst keine Gebühr erhoben. Für Kinder in der Notbetreuung müssen die Eltern hingegen die Gebühren weiter zahlen.