Ratgeber Urlaub mit Hund

"Die Beziehung des Menschen zum Hund hat sich geändert. Der Hund ist zu einem vollwertigen Familienmitglied geworden", schreibt die Bloggerin Martina Züngel-Hein, die sich auf Reisen mit Hund spezialisiert hat. "Früher wurde der Hund während des Urlaubs eher unter Aufsicht zu Hause gelassen - heute nimmt man ihn lieber mit." Eine Reise mit dem Hund braucht allerdings ein bisschen mehr an Vorbereitung. Wer ein paar Punkte berücksichtigt, kann sorgenfrei und entspannt aufbrechen.

Ein Hund am Strand
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Tierfreundliche Unterkünfte sind im Angebot

Urlaub mit dem Hund ist heutzutage relativ problemlos möglich. Viele Reiseanbieter sind inzwischen auf vierbeinige Gefährten eingestellt und bieten tierfreundliche Unterkünfte an. Ideal dabei ist Urlaub auf dem Bauernhof oder in Ferienhäusern. Vor einer Buchung muss allerdings unbedingt geklärt werden, ob der Hund überhaupt mitgebracht werden darf. Als Faustformel gilt: Je kürzer die Anreise, umso stressfreier für das Tier. Deutschland ist inzwischen von der Küste bis zu den Alpen ein sehr hundefreundliches Land. Und auch unsere Nachbarländer bieten sich für einen Urlaub mit Hund an. 

Der einheitliche EU-Heimtierausweis

Bei einem Hund spielt eine wichtige Rolle, wie reisetauglich er sich zeigt und und ob er das Klima im Reiseland überhaupt verträgt. Heiße Regionen sollten generell gemieden werden. Innerhalb der EU gelten inzwischen weitgehend einheitliche Regelungen für Reisen mit Haustieren. Vorgeschrieben sind ein EU-Heimtierausweis, die Kennzeichnung durch einen implantierten, registrierten Mikrochip sowie eine gültige Tollwut-Impfung. Diesen EU-Regelungen haben sich auch Großbritannien, die Schweiz und Liechtenstein angeschlossen. Der einheitliche EU-Heimtierausweis mit Impfstatus wird vom Tierarzt ausgestellt. Der Tierarzt kann auch Auskunft geben zu typischen Reiseerkrankungen unterwegs und zu möglichen Gesundheitsrisiken für das Tier im Urlaubsgebiet, wie Zecken, Sandmücken und andere Parasiten. Außerdem sollte geprüft werden, ob die Hundehaftpflicht auch Schäden im Urlaub und im Ausland abdeckt. Versicherungsunterlagen für das Tier müssen auf die Reise mitgenommen werden.

Nach unterschiedlichen Regelungen erkundigen

Für Reisen mit Haustieren in Nicht-EU-Länder sind die Bestimmungen sehr unterschiedlich. Auskünfte dazu können Tourismusbüros, Botschaften, Konsulate und das Außenministerium geben. Aber auch innerhalb der EU gelten in einigen Ländern Sonderregelungen. Mitunter sind spezielle Untersuchungen, Impfungen oder besondere Anträge zur Einreise notwendig. So ist die Einreise für bestimmte Hunderassen mit Auflagen verbunden oder ganz verboten. In einer Reihe von Ländern und Regionen besteht die Pflicht, Leine, Geschirr und Maulkorb mitzuführen; auch Leinenpflicht und Maulkorbzwang sind möglich. Einige Zielländer verlangen zusätzlich ein Gesundheitszeugnis oder einen Internationalen Impfausweis für das Tier. Zu empfehlen ist auch eine Registrierung im TASSO-Haustierzentralregister.

Was mit auf die Reise sollte

Für die Reise wird ein geeigneter Transportbehälter gebraucht. In das Reisegepäck gehören auch Lieblingsdecke und Hundespielzeug sowie Näpfe, Futter, Bürste, Pflegemittel und Hundekotbeutel. Zu empfehlen ist die Mitnahme einer kleinen Hunde-Reiseapotheke mit Mitteln gegen Durchfall, Zecken, Mücken und andere Parasiten, Beruhigungs- und Desinfektionsmittel sowie der Telefonnummer des Haustierarztes, eventuell auch eine Tierarztadresse am Urlaubsort. Der Hund sollte vor Reiseantritt ausgiebig trinken, fressen jedoch erst unterwegs oder am Zielort.

Mehr Informationen im Internet:

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Tierisch tierisch | 29. Juni 2022 | 19:50 Uhr