So 08.07. 2018 09:00Uhr 29:30 min

MDR FERNSEHEN So, 08.07.2018 09:00 09:30

Unser Dorf hat Wochenende

Unser Dorf hat Wochenende

Glossen

  • Stereo
  • 16:9 Format
  • HD-Qualität
  • Untertitel
  • VideoOnDemand
Döllnitzbahn, Feldbahn, Modellbahn - das sächsische Dorf Glossen ist buchstäblich auf Schienen gebaut. Die Schmalspurbahn verbindet den 229 Einwohner zählenden Ortsteil von Mügeln mit Oschatz. Schüler schätzen den Fahrplanverkehr, andere Glossener schmelzen einfach dahin, wenn sich Dampf- oder Diesellok schnaufend dem Haltepunkt nähern. Für Feld- und Modellbahner ist der Schienenverkehr reines Freizeitvergnügen - auch wenn sie dabei gehörig ins Schwitzen geraten. Am Wochenende wird geschraubt, gefeilt, gezimmert und genossen.

Im Glossener Nagelstudio schwingt ein Mann Feile und Lackierpinsel. Und der weiß auch mit Hammer und Säge umzugehen. Wie am Heimatcafé, einem alten Bauwagen, den der Heimatverein aufgemöbelt hat. Zu einem echten Hingucker. Und erst der Spielplatz der Landfrauen. Nach einer samstäglichen Erfrischungskur blitzt der wie aus dem Ei gepellt. Zur Freude der vielen Kinder im Dorf Glossen.

Bilder zur Sendung

Ein Wochenende in Glossen

Die Döllnitzbahn – eine Schmalspurbahn – steht neben Ortseingangsschild Glossen
Glossens Attraktion: der "Wilde Robert" - also die Döllnitzbahn - fährt auf schmaler Spur. Die meisten Dorfbewohner wachsen mit der Bahn auf. Die Schüler gelangen mit ihr ans Gymnasium nach Mügeln. Und Erwachsene erinnern sich gern während einer Fahrt an diese Zeit. Bildrechte: MDR/Frank Stuckatz
Die Döllnitzbahn – eine Schmalspurbahn – steht neben Ortseingangsschild Glossen
Glossens Attraktion: der "Wilde Robert" - also die Döllnitzbahn - fährt auf schmaler Spur. Die meisten Dorfbewohner wachsen mit der Bahn auf. Die Schüler gelangen mit ihr ans Gymnasium nach Mügeln. Und Erwachsene erinnern sich gern während einer Fahrt an diese Zeit. Bildrechte: MDR/Frank Stuckatz
Die Feldbahn von Glossen.
Am Haltepunkt Glossen ist sogar ein Umstieg möglich. Dort verläuft das noch schmalere Gleis der Feldbahn. An den sogenannten Fahrtagen können Besucher mit Denis Jenetzky über die Gleise rumpeln. Quarzit-Steine wurden mit der Feldbahn vom Steinbruch zur Schmalspurbahn gehievt. Bildrechte: MDR/ Mathias Schaefer
Ein alter Lokschuppen in Glossen.
Im Lokschuppen ist die Zeit scheinbar stehen geblieben. Und genau das reizt den Feldbahn-Verein. In Glossen haben sie eine originale Anlage gefunden, die bis 1992 in Betrieb gewesen ist. Westeuropäische Feldbahnen wurden meist schon in den 1970er-Jahren aufgegeben und durch Lkw ersetzt. Bildrechte: MDR/ Mathias Schaefer
Eine Lok einer alten Feldbahn.
Mehr als 30 Loks hat der Verein gesammelt. Modelle aus Österreich sind dabei, aus Norwegen und natürlich die Glossener. Etliche Lokomotiven sind in einem erbärmlichen Zustand. Auf den ersten Blick jedenfalls. Die Feldbahner sehen hinter Rost und Schmieröl technische Raritäten. Nach und nach will der Verein alle restaurieren. Bildrechte: MDR/ Mathias Schaefer
Nageldesigner Mirko Zosel bei der Arbeit.
Schmutzige Fingernägel bekommt Mirko Zosel garantiert wieder picobello hin. Seit elf Jahren macht er vornehmlich den Frauen im Dorf die Nägel schön. Er ist weit und breit der einzige männliche Nageldesigner. Bildrechte: MDR/ Mathias Schaefer
Nahaufnahme einer Frauenhand deren Finger gerade mit Lack verziert werden.
Das Malen liegt ihm. Schon im Kindergarten hatte er kleine Kunstwerke vollbracht. Und Mirko hat noch mehr Talente. Seine begnadeten Handwerker-Hände sind begehrt im Dorf. Auch mit Hammer und Kelle kann der gelernte Maurer und Dachdecker bestens umgehen. Bildrechte: MDR/ Mathias Schaefer
Eine Frau füttert Kaninchen
Steffi Buchholz stammt aus Leipzig und wollte immer viele Tiere. Aber in der Stadt war kein Platz. In Glossen hat sie umso mehr: Hasen, Schafe, Ponys, Gänse, Hund und Katze. Bildrechte: MDR/Frank Stuckatz
Eine Frau schießt auf einem Schießplatz
Im ehemaligen Steinbruch haben sich die Mitglieder vom Schützenverein Loreley in monatelanger Wochenend-Arbeit einen Schießplatz errichtet. Am liebsten schießen sie Wurfscheibe, eine schwierige Disziplin, die allerhand Geschick erfordert. Bildrechte: MDR/Frank Stuckatz
Bunte Trittsteine werden auf einem Spielplatz eingelassen
Organisiert vom Landfrauen-Verein wird ein- bis zweimal im Jahr der Spielplatz auf Vordermann gebracht, Spielgeräte repariert und manchmal neue gebaut. Wie die neue "Himmel-Hölle-Hopse". 40 der 229 Einwohner in Glossen sind Kinder. Bildrechte: MDR/Frank Stuckatz
Das mobile Heimatcafé, ein umgebauter Bauwagen, von Glossen.
Der Heimatverein nimmt die Feste, wie sie fallen. Mit ihrem mobilen Heimatcafé - einem umgebauten Bauwagen - sind sie gut 20 Mal im Jahr auf Achse, im Dorf und in der Umgebung. Bildrechte: MDR/ Mathias Schaefer
Innenausstattung des mobilen Heimatcafé, ein umgebauter Bauwagen, von Glossen.
Vornehmlich die Rentner des Heimatvereins haben den 35 Jahre alten Bauwagen aufgemöbelt. Ausgestattet mit einer kleinen Küche verkaufen sie dort Kaffee, Kuchen und heiße Wiener. Bildrechte: MDR/ Mathias Schaefer
Mit einem Akkuschrauber und einer Gurkenreibe werden sogenannte Kartoffellocken hergestellt.
Draußen wird die Glossener Spezialität vorbereitet. Dafür braucht es Akkuschrauber, Gurkenreibe und technischen Verstand. Mit ihrer selbstgebauten Maschine entstehen sogenannte Kartoffellocken, eine sehr knusprige Variante von Pommes Frites. Entdeckt haben sie das Rezept bei einem Urlaub in Tirol. Bildrechte: MDR/ Mathias Schaefer
Eine Modelleisenbahn im Maßstab H0-F.
Phantasiewelten können viele, die Glossener Modelleisenbahner bauen lieber ihre Schmalspurbahn nach. Im ziemlich seltenen Maßstab H0-F. Im Vordergrund ist der Haltepunkt der Schmalspurbahn, dahinter die Verladestation der Feldbahn. So wie es in den 1970er-Jahren ausgesehen haben muss. Bildrechte: MDR/ Mathias Schaefer
Manfred Zimmermann neben seiner Modelleisenbahn.
Manfred Zimmermann und die Modelleisenbahner nehmen es genau. Von Wohneigentümern entlang der Strecke lassen sie sich Fotos geben und bauen die Häuser so gut es geht nach. Bildrechte: MDR/ Mathias Schaefer
Blick aus dem Führerhaus der Feldbahn.
Bei einer Fahrt mit der Feldbahn lassen sich Nachbau und das Dorf gut vergleichen. Mehr als drei Kilometer Gleise hat der Verein freigelegt. Allerdings führt der größte Teil durch das wildromantisch, begrünte Gelände des ehemaligen Steinbruchs. Bildrechte: MDR/ Mathias Schaefer
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