DAB+ in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: Erweitertes Sendernetz verbessert Empfang

MDR macht sich stark für DAB+

Zwei neue DAB+ Sender des MDR verbessern den Digitalradio-Empfang in Sachsen-Anhalt

Erweitertes Sendernetz

Zum 17. Dezember 2021 hat der MDR sein DAB+-Sendernetz um die Standorte Klötze und Erxleben in Sachsen-Anhalt erweitert. Damit verbessert sich in der westlichen Altmark (Klötze) und im Bördekreis (Erxleben) der Empfang in Gebäuden für circa 40.000 Haushalte. Darüber hinaus sind offene Lücken in der mobilen Versorgung geschlossen worden. 

Der Versorgungsgrad in Sachsen-Anhalt steigt somit in Gebäuden auf 93 Prozent, der mobile Empfang in der Fläche liegt bei über 98 Prozent.

„Mit dem Digitalradio-Empfang sind wir in Mitteldeutschland bereits sehr gut aufgestellt. Es geht jetzt darum, einzelne Versorgungslücken zu schließen und den Empfang aller MDR-Radioprogramme über DAB+ insgesamt zu optimieren“, so Niels Schulze, Leiter Programmverbreitung im MDR.

In Mitteldeutschland ist der UKW-Nachfolger DAB+ bereits auf rund 99 Prozent der Fläche verfügbar. Ebenso sind die Autobahnen nahezu vollständig versorgt. In Gebäuden können in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen rund 92 Prozent der Bevölkerung DAB+ nutzen.

Besserer Digitalradio-Empfang im Erfurter Stadtgebiet: Am 01.12.2021 erfolgte die Aufnahme des Regelbetriebs einer neuen DAB+ Sendeanlage auf dem Dach des MDR-Landesfunkhauses in Erfurt. Dadurch verbessert sich der Digitalradio-Empfang in Gebäuden im Erfurter Stadtgebiet nochmals deutlich.

In Thüringen liegt der DAB+ Versorgungsgrad in Gebäuden nun bei 89 Prozent, für den mobilen Empfang bei ca. 99 Prozent.

Am 24. September 2021 hat der MDR sein DAB+-Sendernetz um den Standort Reichenbach/Vogtland für Sachsen und Thüringen erweitert. Der nahe an der Grenze zu Thüringen gelegene Standort ist als Doppel-Sendeanlage konzipiert und verbreitet sowohl die Programmangebote für Sachsen als auch für Thüringen. Damit verbesserte sich in dieser Region für circa 85.000 Haushalte der Digitalradio-Empfang in Gebäuden.

In Sachsen erhöhte sich der Versorgungsgrad in Gebäuden dadurch auf 92 Prozent. Der mobilen Empfang liegt in diesem Bundesland nun bei circa 99 Prozent.

Radio auf digitalem Wachstumskurs

Digitalradio hat sich als häufigste digitale Radio-Empfangstechnologie weiter etabliert. Dies belegen die Zahlen des Digitalisierungsberichts Audio der Landesmedienanstalten, der im September 2021 veröffentlicht wurde. Demnach kann bundesweit mehr als jeder vierte Haushalt (27 Prozent) inzwischen Radio über DAB+ hören. Damit liegt die Anzahl der Haushalte, in denen DAB+ empfangen werden kann, erstmals deutlich über elf Millionen. UKW verliert als bisher meistgenutzte Empfangsart weiter an Relevanz. Und auch die Ausstattung der Haushalte erreicht mit 21,7 Millionen DAB+ Empfängern (zu Hause und im Auto) einen neuen Spitzenwert. Das sind rund fünf Millionen Geräte mehr als letztes Jahr.

DAB+ ist nicht nur ein international etablierter Standard für die digitale Radioverbreitung, der die analoge Frequenzknappheit beendet. Auch in Deutschland hat sich Digitalradio als frei empfangbarer Radiostandard von heute einen Namen gemacht.

Mehr Programmvielfalt

Über DAB+ können alle auch über UKW verbreiteten Radioprogramme des MDR in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen empfangen werden. Zusätzlich gibt es mit dem Kinderradio MDR TWEENS, der MDR SCHLAGERWELT sowie MDR KLASSIK spezielle Digitalradio-Angebote für Kinder, Schlager- und Klassikfans. Über 25 weitere, landes- und bundesweit verbreitete Radioprogramme komplettieren die große Vielfalt des Radioempfangs über DAB+ in Mitteldeutschland.

Digitalradio kann mehr

DAB+ steht für einen klaren, digitalen Klang ohne Internetkosten, höhere Programmvielfalt und wertvolle Zusatzdienste.

So bieten die MDR-Hörfunkprogramme im Digitalradio verschiedene text- und bildbasierte Zusatzinformationen an, wie zum Beispiel Musiktitel und Programminformationen, dazu Kurznachrichten und aktuelle Wetterdaten.

DAB+ Radiogeräte sind in großer Vielfalt ab 20 Euro im Handel erhältlich.