Verleihung des Deutschen Denkmalschutzpreis in Görlitz

Altbauhaus mit orangefarbener Fassade
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Am 24. Oktober 2016 wird in Görlitz der "Deutsche Preis für Denkmalschutz" verliehen. Ausgezeichnet werden 10 Personen respektive Personengruppen, die sich "in besonderem Maße um die Erhaltung des baulichen und archäologischen Erbes verdient gemacht haben". Der Preis wird seit 1977 alljährlich vom "Präsidium des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz" verliehen. Der "Deutsche Preis für Denkmalschutz" ist die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in der Bundesrepublik. Die Preise werden von der Präsidentin des Komitees, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Frau Dr. Martina Münch, überreicht.

Dass die Festveranstaltung in Görlitz stattfindet, ist von durchaus symbolischem Gehalt. Gilt die sächsische Stadt doch als eines der gelungensten Beispiele für die Sanierung und Restaurierung städtbaulicher Substanz. 1990 war Görlitz hoffnungslos verfallen - die alte Bausubstanz war mehr oder weniger dem Verfall preisgegeben worden und sollte als Relikt bürgerlicher Zeiten weggebaggert werden. Entstehen sollten sozialistische Wohngebiete, Plattenbauten also. Das Ende der DDR machte diesen Plänen glücklicherweise ein Ende. Die alten Quartiere der Stadt wurden nach und nach vorzüglich restauriert. Heute gilt Görlitz vielen als "die schönste Stadt Deutschlands".