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Kroatien

Rijeka: So wird in Kroatien Karneval gefeiert

Bunt, schrill, kreativ: Das reizvolle Küstenstädchen an der Adria besucht man am besten während des Karnevals. Bis 14. Februar verwandeln zehntausende Feierlustige das kroatische Rijeka in eine Narrenhochburg.

Menschen sind  verkleidet als Freiheitsstatue beim Kroatischen Karnevalsumzug.
Kroatien startet mit dem "Riječki Karneval" knallbunt in die fünfte Jahreszeit. Bis zum 14. Februar dreht sich dann an der Adriaküste alles um Masken, Kostüme, Konzerte und bunte Umzüge. Und dabei geben sich die Faschingsbegeisterten alle Mühe: Hunderte bunte "Freiheitsstatuen" tobten letztes Jahr über den Korso. Bildrechte: imago/Pixsell
Menschen sind  verkleidet als Freiheitsstatue beim Kroatischen Karnevalsumzug.
Kroatien startet mit dem "Riječki Karneval" knallbunt in die fünfte Jahreszeit. Bis zum 14. Februar dreht sich dann an der Adriaküste alles um Masken, Kostüme, Konzerte und bunte Umzüge. Und dabei geben sich die Faschingsbegeisterten alle Mühe: Hunderte bunte "Freiheitsstatuen" tobten letztes Jahr über den Korso. Bildrechte: imago/Pixsell
Karnevalisten
Die Wahl der Karnevalskönigin markiert den Start der Feierlichkeiten in Rijeka. Bei dem Akt übergibt der Bürgermeister den Schlüssel der Stadt an die auserwählte Königin. 2017 durfte sich die Lehrerin und Tänzerin Sandra Ložnik Videčak über ihren Titel freuen. Am 19. Januar 2018 entscheidet die Jury, wer dieses Jahr die Krone überreicht bekommt und die Karnevalssession in Rijeka repräsentieren darf. Bildrechte: Valter Stojšić - St. Valter
Eine Frau in einem grünen Drachenkostüm.
Wie in Köln oder Mainz nimmt die ganze Stadt am Karneval teil. Ohne Kostüm wagt sich an den letzten Tagen vor Aschermittwoch kaum jemand auf die Straße. Höhepunkt ist der Karnevalssonntag: Knapp zehntausend Narren aus allen Teilen des Landes kommen zum größten Maskenzug Kroatiens. Kostümierte Gruppen aus Europa reisen an, um bei dem Riesenspektakel dabei zu sein. Bildrechte: imago/Pixsell
Kroatische Staatspräsidentin als Weihnachtsfrau im Rijeki Karnevalszug.
Wie es sich für einen echten Karneval gehört, wird das Karnevalsspektakel auch in Kroatien für politische Meinungsäußerung genutzt: So wurde 2017 die kroatische Staatspräsidentin Kolinda Grabar Kitarović aufs Korn genommen. Hier dargestellt im Weihnachtskleid, schwer bewaffnet und mit "Pionir-Schokolade" in der Hand. Ein Ausdruck der Kritik, weil sie am 6. Dezember 2016 in einem Kindergarten in Dubrovnik serbische Schokolade an kroatische Kinder verteilt hatte, am Jahrestag der Belagerung der Küstenstadt durch die serbisch geführte jugoslawische Armee. Bildrechte: imago/Pixsell
Verkleideter Mann als Donald Trump beim Kroatischen Karneval.
Auch US-Präsident Donald Trump ist dabei - hier mit rosa Krawatte und Arm in Arm mit den Sternsingern. Bildrechte: imago/Pixsell
Eine Frau trtägt eine venezianische Maske beim Kroatischen Karneval.
Während die Bewohner aus Rijeka einst mit Fetzen und Lumpen bekleidet an den Karnevalstagen von Haus zu Haus zogen, ist der kroatische Fasching heute ein multikultureller Karneval. Auch venezianische Masken mischen sich unter das feierfreudige Volk. Die prachtvollen Masken und Wagen machen den Paraden in Rio de Janeiro oder Venedig alle Ehre. Bildrechte: imago/Pixsell
Rijeka Karneval
Auch süß: im Trend liegen bei den Kleinen auch Tier-Kostüme. Bildrechte: Valter Stojšić - St. Valter
Karnevalisten in Batman-Outfit
Ein weiteres Highlight beim kroatischen Karnevalsumzug ist die "Paris-Bakar" Autorallye. Es ist eine Parodie auf die Wüstenrallye "Paris-Dakar". Wer an der Autorallye teilnehmen möchte, muss ein originelles Gefährt und mindestens 98,7 Promille Karneval im Blut haben, so die Startbedingungen. Bildrechte: Valter Stojšić - St. Valter
Menschen verkleidet in Fell
Sehenswert sind auch die "Zwončari", das sind wilde Gesellen in Tiermasken, die mit lauten Glocken am Gürtel böse Geister aus der Stadt vertreiben sollen. Bildrechte: IMAGO
Kinder als Clown verkleidet beim Kroatischen Karnevalsumzug.
Diese närrischen Tage in Rijeka sind besonders für Kinder und ganze Familien ein freudiges Highlight. Ganze Kindergartengruppen ziehen so zum Beispiel als Clown-Schar durch die Straßen. Bildrechte: imago/Pixsell
Karnevalsumzug
Während der letzen Karnevalstage werden Umzüge und Sitzungen durch das kroatische Fernsehen live übertragen. So kann man das bunte Treiben im Internet und im ganzen Land sehen. Anders als beim rheinischen Karneval werden in Rijeka keine Süßigkeiten zwischen die Mitfeiernden geworfen. Bildrechte: Valter Stojšić - St. Valter
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Tschechien

Osteuropa

Andrej Babis
Tschechiens Regierungschef Babiš musste nach einer Schlappe bei der Vertrauensabstimmung zurücktreten - bleibt aber kommisarisch im Amt und darf einen zweiten Anlauf zur Regierungsbildung nehmen. Bildrechte: IMAGO

Seltener Anblick in Prag

Osteuropa

Böhmische Kronjuwelen ausgestellt

In Prag können jetzt die böhmischen Krönungsinisgnien besichtigt werden. Die wertvollen Juwelen werden sehr selten der Öffentlichkeit gezeigt.

Sankt-Wenzels-Krone
671 Jahre alt ist die prachtvolle Wenzels-Krone, die seit Mitte Januar auf der Prager Burg ausgestellt wird. Sie ist fast zweieinhalb Kilo schwer, aus purem Gold gefertigt und mit 96 Edelsteinen verziert. Karl IV., seines Zeichens König von Böhmen und später römisch-deutscher Kaiser, bestellte sie für seine Krönung im Jahr 1346. Seitdem ist sie ein Symbol des tschechischen Staates. Bildrechte: IMAGO
Sankt-Wenzels-Krone
671 Jahre alt ist die prachtvolle Wenzels-Krone, die seit Mitte Januar auf der Prager Burg ausgestellt wird. Sie ist fast zweieinhalb Kilo schwer, aus purem Gold gefertigt und mit 96 Edelsteinen verziert. Karl IV., seines Zeichens König von Böhmen und später römisch-deutscher Kaiser, bestellte sie für seine Krönung im Jahr 1346. Seitdem ist sie ein Symbol des tschechischen Staates. Bildrechte: IMAGO
Kammer mit den Kronjuwelen in der St.-Veits-Kathedrale auf der Prager Burg in Tschechien.
Außerdem gehören ein Zepter und ein Reichsapfel zu den Krönungsinsignien, die nur selten öffentlich ausgestellt werden. Der Anlass diesmal ist ein Doppeljubiläum: Die Gründung der Tschechoslowakei vor 100 Jahren (1918) und die Entstehung der Tschechischen Republik vor 25 Jahren (1993). Bildrechte: IMAGO
Der tschechische Präsident Milos Zeman.
Die Krönungsinsignien lagern in einer streng bewachten Schatzkammer auf der Prager Burg. Um diese aufzuschließen, sind sieben Schlüssel nötig, die auf sieben Schlüsselhüter verteilt sind. Hüter Nummer eins ist von Amts wegen Staatspräsident Miloš Zeman (im Bild vor der Wenzelskrone). Bildrechte: IMAGO
Der tschechische Präsident Milos Zeman (7. von rechts) und weitere Würdenträger in der St.-Veits-Kathedrale auf der Prager Burg in Tschechien.
Nur wenn alle sieben Schlüsselträger zusammenkommen, können die Kronjuwelen aus der Schatzkammer entnommen werden. Neben dem Staatsoberhaupt sind das derzeit Ministerpräsident Andrej Babiš, die Vorsitzenden der beiden Parlamentskammern, der Erzbischof von Prag, die Prager Oberbürgermeisterin und der Vorsitzende des Prager Domkapitels (hier bei der feierlichen Entnahmezeremonie zu sehen). Bildrechte: IMAGO
Besucher in Vladislav Hall auf der Prager Burg.
Da die Kronjuwelen so selten und jeweils nur für eine äußerst kurze Zeit zu sehen sind, bilden sich am Einlass lange Schlangen. Zuletzt wurden die böhmischen Krönungsinsignien vor eineinhalb Jahren zum 700. Geburtstag Karl IV. ausgestellt. Damals kamen innerhalb weniger Tage mehr als 40.000 Menschen, um die nationalen Heiligtümer zu sehen. Bildrechte: IMAGO
Ausstellung in der St.-Veits-Kathedrale auf der Prager Burg in Tschechien.
Für die diesjährige Ausstellung wurde eine neue Vitrine aus Sicherheitsglas angefertigt. Damit können Besucher die Krönungsinsignien zum ersten Mal in der Geschichte von allen Seiten betrachten. Bildrechte: IMAGO
königliche Reichsapfel
Ausgestellt wird auch die prachtvoll verzierte Hülle, in der das Zepter aufbewahrt wird. Bildrechte: IMAGO
St. Wenzels Rüstung, Helm und Schwert
Eine eigene Vitrine ist außerdem dem Heiligen Wenzel gewidmet. Dort sind die Reliquien und das Schwert dieses böhmischen Fürsten zu sehen, der im 10. Jahrhundert lebte und als einer der Väter des tschechischen Staates gilt. Die Ausstellung kann noch bis Dienstag, 23. Januar, zwischen 10 und 17 Uhr besichtigt werden. Bildrechte: IMAGO
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125 Jahre Rolltreppe

Schneller, tiefer, länger, älter Rolltreppen in die Unterwelt Osteuropas

Die Metrostationen in Osteuropa können mit Superlativen aufwarten: In Kiew rollen Treppen in die tiefste Metrostation der Welt, in Sankt Petersburg gibt es die längsten und in Prag die schnellsten Rolltreppen weltweit...

Rolltreppe in einer Metrostation in Sankt Petersburg
Sankt Petersburg: Die längste Rolltreppe der Welt Die längste ununterbrochene Rolltreppe der Welt befindet sich in Sankt Petersburg. Sie ist imposante 137 Meter lang. Bildrechte: IMAGO
Rolltreppe in einer Metrostation in Sankt Petersburg
Sankt Petersburg: Die längste Rolltreppe der Welt Die längste ununterbrochene Rolltreppe der Welt befindet sich in Sankt Petersburg. Sie ist imposante 137 Meter lang. Bildrechte: IMAGO
Metrostation in St. Petersburg.
Sankt Petersburg: Die längste Rolltreppe der Welt Die Rolltreppe führt in die pompöse Metrostation Admiralteiskaya. Die Station liegt, wie auch alle anderen Metrostationen in Sankt Petersburg, mehr als hundert Meter unter der Erde. Die Stationen und Tunnel der Metro sind gewissermaßen als strategische Objekte angelegt worden - sie sollten der Bevölkerung Zuflucht bieten bei Katastrophen oder im Kriegsfall. Bildrechte: IMAGO
Ein ältere Frau fährt mit einer Rolltreppe zum Ausgang einer Metro-Station in St. Petersburg.
Sankt Petersburg: Die längste Rolltreppe der Welt Die längste Rolltreppe der Welt bewegt sich auch recht zügig - lediglich vier Minuten benötigt die Rolltreppe für eine Fahrt in die Tiefe und wieder heraus ans Licht. Bildrechte: dpa
Metro Station Arsenalnaya in Kiew.
Kiew: Tiefstgelegene U-Bahnstation der Welt Die tiefstgelegene U-Bahnstation der Welt ist die Arsenalna-Metro-Station in Kiew. Sie liegt unterhalb des Arsenal-Platzes, anderthalb Kilometer vom Maidan entfernt. Der Arsenal-Platz liegt auf einer Anhöhe über dem Dnepr und die Station musste deswegen so tief gegraben werden. Bildrechte: imago stock&people
Rolltreppe einer Kiewer Metrostation. 2003
Kiew: Tiefstgelegene U-Bahnstation der Welt 105 Meter tief liegt die Arsenalna-Metro-Station unter der Erde. Die Station ist über zwei Rolltreppen zu erreichen. Die erste führt in ein Zwischengeschoss... Bildrechte: IMAGO
Metro Station Arsenalna, Kyiv (Kiev).
Kiew: Tiefstgelegene U-Bahnstation der Welt Die zweite Rolltreppe führt dann direkt in die Arsenalna-Station. Knapp sechs Minuten benötigen die beiden Rolltreppen insgesamt für die Fahrt. Bildrechte: imago/ZUMA Press
Metrostation an der Oper in Budapest.
Budapest: Älteste Metro des europäischen Kontinents In der ungarischen Metropole Budapest verkehrt die älteste Metro des europäischen Kontinents, die sogenannte "Millenniums-U-Bahn". 1896 wurde sie in Betrieb genommen und verkehrt zwischen Innenstadt und dem Budapester Stadtwäldchen. Zu erreichen sind die 11 Stationen der nur wenige Meter unter der Erde liegenden "Millenniums-U-Bahn" allerdings ausschließlich über Treppen. Bildrechte: IMAGO
Die Untergrundbahn in Budapest.
Budapest: Älteste Metro des europäischen Kontinents Mittlerweile zählt die betagte U-Bahn zum UNESCO-Kulturerbe. Bildrechte: IMAGO
Budapest, Metro-Rolltreppe.
Budapest: Älteste Metro des europäischen Kontinents Ganz im Gegensatz zur "Millenniums-U-Bahn" führen zu den moderneren Metrostationen Budapests natürlich - Rolltreppen. Bildrechte: IMAGO
Metrostation in Budapest.
Budapest: Futuristische Rolltreppen Futuristische Architektur: Die Metrostation der M4 am Gellerthotel auf der Budaer Seite der Stadt. Die Station mit den scheinbar frei schwebenden Rolltreppen ist 2014 in Betrieb genommen worden. Bildrechte: IMAGO
Metrostation Mayakowskaya, Moskau.
Moskau: Schönste U-Bahnstationen der Welt Die Moskauer Metrostationen gelten als die schönsten der Welt. Es sind wahre Paläste. Stalin-Barock in der Metrostation Majakowskaja... Bildrechte: imago/imagebroker
Art Deco Metro-Station «Slaviansky Bulvar» in Moskau.
Moskau: Schönste U-Bahnstationen der Welt ... oder Art Deco - wie etwa die Station Slaviansky Bulvar. Bildrechte: IMAGO
Metro-Station Komsomolskaya-Koltsevaya
Moskau: Schönste U-Bahnstationen der Welt Die Moskauer Metrostationen liegen knapp hundert Meter unter der Erde. Die Fahrt mit den Rolltreppen dauert etwa fünf Minuten. Bildrechte: IMAGO
Rolltreppe in einer Metrostation in Moskau.
Moskau: Schönste U-Bahnstationen der Welt Eine Besonderheit der Moskauer Rolltreppen: Sie können, je nach Verkehrsaufkommen, die Fahrgäste in die Metro-Stationen oder hinauf ans Tageslicht befördern. Bildrechte: IMAGO
Metro-Station Mustek in Prag.
Prag: Schnellste Rolltreppen weltweit In Prag bewegen sich die Rolltreppen der Metro weltweit am schnellsten. Mit sagenhaften neun Kilometern pro Stunde rauschen die Rolltreppen in die Schächte der Metrostationen und aus ihnen heraus. Und genau das ist das Problem... Bildrechte: IMAGO
Die Prager Metro mit einer langen, in die Tiefe führenden Rolltreppe.
Prag: Schnellste Rolltreppen weltweit Die Prager Rolltreppen überschreiten nämlich die zulässige, von der EU vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit massiv. Die Euronorm EN 115, die den Rolltreppenverkehr in der EU regelt, schreibt nämlich vor, dass eine Rolltreppe sich allerhöchstens mit 2,7 Stundenkilometern bewegen darf. Die Metrobetreiber in Prag rechtfertigen die fortgesetzte Geschwindigkeitsüberschreitung damit, dass der Verkehrsfluss in der Metropole stocken würde, wenn die Rolltreppen langsamer führen.
(Über dieses Thema berichtete der MDR im TV auch in "Metropolen von unten", 06.05.2017, 19.30 Uhr.)
Bildrechte: dpa
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