Milliarden aus Moskau - Gefahr für Europa?

Russische Investoren in Deutschland

In Deutschland haben russische Investoren viel Geld investiert - ob in das Reiseunternehmen TUI, in verschiedene Werften oder in die Raffinerie PCK Schwedt. Ein Überblick.

Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin , der Vorsitzende des Vorstands der Ilim Timber Industry , Konstantin Dobrynin
Konstantin Dobrynin, der Vorsitzende des Vorstands der Ilim Timber Industry 2010 hat die russische Holzindustrie in Deutschland Fuß gefasst. Die Ilim Timber Industry, einer der größten Papier- und Zellstoffhersteller Russlands, übernahm das Klausner Sägewerk im bayrischen Landsberg am Lech, eines der modernsten Sägewerke Deutschlands. Gewissermaßen im Paket enthalten: ein weiteres Werk in Wismar. "Die Übernahmen ermöglichen uns nicht nur den Eintritt in den deutschen, sondern auch den Ausbau unserer Position auf dem europäischen Markt und potenziell auch in den USA.", beschrieb der Geschäftsführer Michail Kokoritsch sein Geschäftsziel gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Bildrechte: IMAGO
Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin , der Vorsitzende des Vorstands der Ilim Timber Industry , Konstantin Dobrynin
Konstantin Dobrynin, der Vorsitzende des Vorstands der Ilim Timber Industry 2010 hat die russische Holzindustrie in Deutschland Fuß gefasst. Die Ilim Timber Industry, einer der größten Papier- und Zellstoffhersteller Russlands, übernahm das Klausner Sägewerk im bayrischen Landsberg am Lech, eines der modernsten Sägewerke Deutschlands. Gewissermaßen im Paket enthalten: ein weiteres Werk in Wismar. "Die Übernahmen ermöglichen uns nicht nur den Eintritt in den deutschen, sondern auch den Ausbau unserer Position auf dem europäischen Markt und potenziell auch in den USA.", beschrieb der Geschäftsführer Michail Kokoritsch sein Geschäftsziel gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Bildrechte: IMAGO
Öltank
Rosneft Russlands größter Ölkonzern Rosneft hat im Juni 2015 angekündigt, die Mehrheit an der Raffinerie PCK Schwedt zu übernehmen und seinen Anteil von 18,75 auf 54% zu erhöhen. Er erwirbt damit Anteile von der britischen BP und der französischen Total. Neben Schwedt will Rosneft auch seinen Anteil an Bayernoil von 12,5 % auf 25% und an der Karlsruher Raffinerie Miro von 12 auf 24% verdoppeln. Im Gegenzug bekommt BP unter anderem einen Anteil von 20% an einer sibirischen Öllagerstätte. Chef von Rosneft ist Igor Setschin, ein enger Vertrauter von Wladimir Putin. Bildrechte: IMAGO
Gebäude der Firma Gazprom in Moskau
Gazprom Gazprom gehört zu den bekanntesten russischen Firmen in Deutschland. Dass etwa 40% des in Deutschland verbrauchten Erdgases aus Russland stammen, ist aber nicht der Grund für ihre Bekanntheit, sondern eher die Sponsorenverträge der Gazprom mit Schalke 04 oder dem Freizeitpark Rust. Oder der Wechsel des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder zur Gazprom-Tochter Nord Stream AG. Für Russland ist Gazprom der wichtigste Devisenbringer des Landes. In den letzten Monaten hat der russische Energieriese jedoch mehrere europäische Projekte abgeblasen. So zog er sich Ende 2014 aus dem Bau der South-Stream Pipeline zurück, die der Konzern mit der BASF-Tochter Wintershall bauen wollte. Im April 2015 verkaufte Gazprom seine Anteile am Gashändler VNG, einem der größten deutschen Gasanbieter mit Sitz in Leipzig. Bildrechte: IMAGO
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Öltank
Haupteigner der Raffinerie PCK Schwedt ist Russlands größter Ölkonzern Rosneft Russlands größter Ölkonzern Rosneft hat im Juni 2015 angekündigt, die Mehrheit an der Raffinerie PCK Schwedt zu übernehmen und seinen Anteil von 18,75 auf 54% zu erhöhen. Er erwirbt damit Anteile von der britischen BP und der französischen Total. Neben Schwedt will Rosneft auch seinen Anteil an Bayernoil von 12,5 % auf 25% und an der Karlsruher Raffinerie Miro von 12 auf 24% verdoppeln. Im Gegenzug bekommt BP unter anderem einen Anteil von 20% an einer sibirischen Öllagerstätte. Chef von Rosneft ist Igor Setschin, ein enger Vertrauter von Wladimir Putin. Bildrechte: IMAGO