Die Stationen der Reise

Der Anschluss der Krim, die separatistischen Bewegungen im Osten der Ukraine, pro-russische Bestrebungen in anderen ehemaligen Sowjektrepubliken - die Krise im Osten Europas hält die Menschen im Atem. Will Russlands Präsident Vladimir Putin die politische Landkarte verändern? ARD-Korrespondent Danko Handrick ist drei Wochen lang unterwegs bei "Putins Nachbarn".

Drei Männer stehen neben einer Kamera
Danko Handrick (li.), Markus Zergiebel (mi.) und Markus Schickel (re.) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Er reist durch ehemalige Sowjetrepubliken und will wissen, wie der Alltag im Schatten des Ukraine-Krieges aussieht. Er befragt unter anderem Letten, Ukrainer und Weißrussen nach der Stimmung in ihren Ländern. Gibt es Angst vor dem "großen Nachbarn" Russland? Seine Erlebnisse postet Danko hier regelmäßig in einem Blog.

Lettland

Er beginnt seine Reise in Lettland. In der Hafenstadt Liepaja trifft er einen lettischen und einen russischen Fischer, die jeden Tag gemeinsam auf hohe See fahren. Haben die Spannungen zwischen Lettland und Russland ihrer Freundschaft geschadet?

Belarus

Danach reist Danko weiter nach Belarus sein, wo Lenin noch auf den Sockeln und sein Vermächtnis hoch im Kurs steht. Das Land leistet sich ein seltsames Experiment: eine Planwirtschaft mit marktwirtschaftlichen Elementen.

Ukraine

Drittes Reiseland ist die Ukraine. Aus Angst vor russischen Raketen haben kreative Köpfe eine so genannte "Luftschutz-App" entwickelt. Ein Klick und schon bekommt man den direkten Wegweiser zum nächsten Luftschutzbunker in Kiew auf sein Smartphone. Als nächstes besucht Danko Handrick den Fernsehsender "Inter", der dem umstrittenen Oligarchen Dmytro Firtasch gehört. Den Kiewern ist der Sender zu pro-russisch, auf die Chefredakteurin gab es bereits tätliche Angriffe.

Republik Moldau

In der Republik Moldau besucht Danko eine Schule mit Zwei-Schicht-Betrieb. Sie befindet sich im Dorf Dorotcia, das auf der Grenze zur abtrünnigen Republik Transnistrien liegt. In der Schule werden morgens die Kinder aus dem moldauer Teil des Dorfes unterrichtet und nachmittags die Kinder aus dem transnistrischen Teil.
Weitere Station ist ein Dorf fast ohne Männer. Bis vor kurzem haben viele Moldauer ihr Geld als Gastarbeiter in Russland verdient.

Die Krim

Fünftes und letztes Reiseziel ist die Krim. Vor, während und nach der Verkündung der ukrainischen Unabhängigkeit 1991 kämpften viele Krim-Bürger für die Souveränität ihrer Halbinsel. Seit dem umstrittenen Referendum 2014 gehört die Krim zu Russland. Der Erzbischof des orthodoxen Patriachats Kiew erhebt schwere Vorwürfe. Auf viele Priester würde Druck ausgebübt, mit dem russischen Geheimdienst zusammenzuarbeiten. Danko Handrick geht den Vorhaltungen nach.

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