"Katzentage" bekommt Preis des MDR-Rundfunkrates für das beste Drehbuch. Von links nach rechts: Antonia Rothe Liermann, Kai Ostermann, Jon Frickey und Steffi Schikor.
v. l.: Antonia Rothe Liermann, Kai Ostermann, Jon Frickey und Steffi Schikor Bildrechte: Goldenen Spatz/ Carlo Bansini

Goldener Spatz 2018 "Katzentage" bekommt Preis des MDR-Rundfunkrates für das beste Drehbuch

Der Autor und Regisseur Jon Frickey aus Hamburg erhält die Auszeichnung für das Drehbuch zum Animationskurzfilm "Katzentage".

"Katzentage" bekommt Preis des MDR-Rundfunkrates für das beste Drehbuch. Von links nach rechts: Antonia Rothe Liermann, Kai Ostermann, Jon Frickey und Steffi Schikor.
v. l.: Antonia Rothe Liermann, Kai Ostermann, Jon Frickey und Steffi Schikor Bildrechte: Goldenen Spatz/ Carlo Bansini

Der Preis der Jury des MDR-Rundfunkrates für das beste Drehbuch wird traditionell im Rahmen des Kinder-Medien-Festivals "Goldener Spatz" verliehen - in diesem Jahr am Freitag, 15. Juni, ab 15 Uhr im Großen Haus des Erfurter Theaters.

Inhalt:

Als der kleine Jiro eines Nachmittags Schnupfen bekommt, stellt die Ärztin eine unglaubliche Diagnose: Jiro hat Katzenschnupfen und muss daher eine Katze sein. Während sein Vater sich mit dem unfassbaren Befund abfindet, hadert Jiro mit seiner vermeintlich wahren Identität. Haben die Erwachsenen recht? Oder müsste er nicht eigentlich selbst am besten wissen, wer oder was er ist?

Skurriler Grundeinfall und unerwartete Wendungen

In der Begründung der Jury des MDR-Rundfunkrates zur Preisvergabe an Jon Frickey für das beste Drehbuch heißt es: "Katzentage" überrascht mit einem skurrilen Grundeinfall und einer Reihe unerwarteter Wendungen, ist außerordentlich phantasievoll und dabei beeindruckend verdichtet. Dieser tiefgründige Kurzfilm erzählt mit spielerischer Leichtigkeit ein existenzielles Problem aus der kindlichen Lebensrealität. Wer bin ich, wer darf ich sein? Diese Fragen begleiten uns von klein auf - und nur wir selbst können die Antwort darauf finden. Obwohl bei der Persönlichkeitsentwicklung immer auch äußere Faktoren eine Rolle spielen, darf die Identitätsbildung nicht von Schubladendenken eingeschränkt und geschwächt werden. Humor und absurde Komik transportieren diese Botschaft ohne Schwere.

Der Kurzfilm "Katzentage" hält Kinder und Erwachsene dazu an, das Thema Identität ernst zu nehmen und Schablonen zu hinterfragen. Du bist nicht, was andere von dir glauben. Du bist ein einzigartiges, selbst zu bestimmendes Ich.

Bereits zum 18. Mal würdigt der MDR-Rundfunkrat in diesem Jahr Autoren, deren Filme oder Fernsehbeiträge sich in besonderer Weise den Problemen von Kindern und Jugendlichen widmen und sich dabei der Förderung des humanistischen Gedankenguts verpflichtet fühlen.

Die deutsch-japanische Produktion von 2018 lief in der Wettbewerbskategorie "Kurzfilm".

Die Jury des MDR-Rundfunkrates besteht aus Kai Ostermann (Rundfunkrat, Thüringen), Christian Schramm (Verwaltungsrat, Sachsen), Steffi Schikor (Rundfunkrat, Sachsen-Anhalt) sowie Antonia Rothe-Liermann (Drehbuchautorin u.a. "Hanni und Nanni", "ENTE GUT! Mädchen allein zu Haus" und "Liliane Susewind").

Der mit 4.000 Euro dotierte Preis wird durch Spenden der MDR-Gremien-Mitglieder finanziert. Ausgewählt wurde "Katzentage" aus 25 Drehbüchern.

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2018, 12:23 Uhr