MDR-Rundfunkrat | 17.09.2018 MDR-Rundfunkrat sieht Behinderung journalistischer Arbeit bei öffentlichen Veranstaltungen mit Sorge

Mit Kritik und Sorge reagierte der MDR-Rundfunkrat auf Einschränkungen der journalistischen Arbeitsmöglichkeiten bei öffentlichen Veranstaltungen in der jüngsten Zeit. Wo die Arbeit von Journalisten und Kamerateams mit Drohungen, Beschimpfungen und sogar mit tätlichen Angriffen behindert werde, sei die Grenze deutlich überschritten, sagte der Vorsitzende des Rundfunkrats, Horst Saage, in der jüngsten Sitzung des Aufsichtsgremiums in Leipzig und fügte hinzu: "Demokratie braucht Öffentlichkeit, braucht freie Berichterstattung und für Journalisten den notwendigen Schutz bei ihrer Arbeit."

"Die Medienfreiheit unterscheidet uns wesentlich von totalitären Systemen", erläuterte MDR-Intendantin Karola Wille in der Sitzung des Rundfunkrats. Wer Journalisten bei der Ausübung ihres Berufes einschüchtere oder sogar körperlich angreife oder dies zulasse, lege Hand an eine tragende Säule einer freiheitlichen offenen Gesellschaft. Der MDR werde dies nicht tolerieren und sich - wo nötig - mit rechtlichen Mitteln zur Wehr setzen. Sie erwarte von Organisatoren öffentlicher Veranstaltungen sowie von Polizei und Ordnungskräften ein konsequentes Eintreten für die Sicherstellung der Medienfreiheit, unterstrich Wille.

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2018, 14:17 Uhr