MDR-Rundfunkrat | 05.12.2016 Noch mehr Barrierefreiheit: Zweiter MDR-Stufenplan ab 2017 - Nachrichtensendung "MDR aktuell" auch mit Gebärdendolmetscher

Bericht im MDR-Rundfunkrat zur Barrierefreiheit in MDR-Angeboten

Am Montag, 5. Dezember 2016, hat sich der MDR-Rundfunkrat mit dem aktuellen Stand zur Barrierefreiheit im MDR sowie den Planungen ab 2017 befasst. Der MDR hat von 2013 bis 2016 einen Stufenplan zur Barrierefreiheit realisiert. Für 2017 bis 2020 wurde der zweite Stufenplan verabschiedet, der die barrierefreien Programmzugänge fortschreibt und zugleich neue ergänzende Angebote entwickelt.

Steffen Flath, Vorsitzender des MDR-Rundfunkrates: „Der MDR hat seine Angebote in punkto Barrierefreiheit jedes Jahr ausgeweitet und hat heute ein Angebot auf einem sehr hohen Niveau weitestgehend barrierefrei für Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen. Wir begrüßen, dass der MDR dieses Thema sehr ernst nimmt und zielstrebig verfolgt – wie es zu einem öffentlichen-rechtlichen Sender gehört.“

Bereits knapp 84 Prozent des täglichen Fernsehprogramms wird mit Untertiteln gesendet. Ab 2017 wird es noch mehr untertitelte Sendungen geben und somit die regionale Verankerung des MDR-Programms weiter unterstützt. („MDR-Garten“; „Mein Dorf hat Wochenende“, „Nah dran“.)

Ab 2017 werden die beiden abendlichen Hauptausgaben von „MDR Aktuell“ täglich mit Gebärdensprache angeboten.

Bei der Audiodeskription (AD) hat das MDR Fernsehen 2016 bereits 606 Programme mit Hörbeschreibung gesendet und auch hier das Vorjahresergebnis überholt. Das jetzige Angebot entspricht etwas mehr als zehn Prozent des täglichen Fernsehprogramms, im Hauptabend sind es knapp 18 Prozent. 2017 wird auch die Audiodeskription weiter ausgebaut.

Die App „MDR Audio – das inklusive Hörangebot“ wurde um das Audiosignal des MDR Fernsehens ergänzt. 2017 wird die App für Nutzer von mobilen Engeräten mit Android-System erweitert.

Außerdem wird 2017 ein neuer barrierefreier Zugang eingerichtet. Es wird im Internet einen wöchentlichen Nachrichtenrückblick in „Leichter Sprache“ zum Nachlesen für Menschen mit kognitiver Behinderung geben.

Intendantin Karola Wille hob hervor, dass dem MDR auch in den nächsten Jahren der direkte Dialog mit den Behindertenverbänden wichtig sei: „Die Gespräche mit den Verbänden bringen uns wertvolle Erkenntnisse. Wir werden sie regelmäßig weiterführen und die Anregungen aufgreifen.“