MDR-Rundfunkrat | 07.05.2018 Ereignisjahr als Chance für einen gemeinsamen freien Rundfunk

Rundfunkrat beriet über strategische Entwicklung des MDR / Publikumsdialog und Digital-Agenda sind Schwerpunkte für alle Programmbereiche / Vorsitzender Horst Saage: MDR ist auf gutem Weg

Das Logo des Mitteldeutschen Rundfunks und im Hintergrund das Hochhaus
Bildrechte: MDR/Martin Jehnichen

2019 ist für Mitteldeutschland ein Jahr mit vielen Ereignissen, die das Zusammenleben in der Gesellschaft und das Verständnis von einem offenen demokratischen Gemeinwesen berühren; dies reicht vom Rückblick auf die deutsche Wiedervereinigung vor 30 Jahren über die kulturpolitische Bedeutung der international beachteten Bauhaus-Gründung vor 100 Jahren bis zu den Landtagswahlen in Sachsen und in Thüringen sowie der Europawahl. Für den MDR, so ist Intendantin Karola Wille überzeugt, ist dies das öffentliche Umfeld, in dem das Multimediahaus MDR unterstreichen kann, welch wichtigen Beitrag unabhängiger, kompetenter, zuverlässiger und glaubwürdiger Journalismus für die demokratische Willensbildung der Bevölkerung leisten kann. "Gerade bei Wahlen und Jubiläen von gesellschaftlicher Relevanz, die über Wochen die öffentliche politische Diskussion prägen, kann der öffentlich-rechtliche Rundfunk den Nachweis antreten, dass ein gemeinsamer, freier Rundfunk für diese Demokratie und ihre offene Mediengesellschaft eine entscheidende Rolle spielt". Dieses Thema werde deshalb in der Planung des MDR für das nächste Jahr an oberster Stelle stehen.

Darüber hinaus werde das direkte Gespräch der Programmmacher mit ihrem Publikum auch in diesem Jahr wieder einen Schwerpunkt im Herbst bilden. "Erfreulicherweise wissen wir aus regelmäßigen Befragungen, dass die Bevölkerung wieder mehr Vertrauen zu den Medien gewinnt, die ihnen in Zeiten eines Internet-Informations-Overkills Einordnung und Orientierung bieten" erläuterte die Intendantin in der jüngsten Sitzung des MDR-Rundfunkrates. Die MDR-Intendantin gab dem Aufsichtsgremium bei der Beratung eines Abschlussberichtes über die Umsetzung des MDR-Entwicklungsplans 2014-2017 einen Ausblick auf konkrete Maßnahmen in der strategischen Ausrichtung des Medienhauses für die kommenden Jahre. Dazu gehört auch eine Digital-Agenda, die dem MDR auch in den Telemedien zu der Qualitätsführerschaft verhilft, die er in den linearen Verbreitungswegen für sich beansprucht. Notwendig für dieses Ziel sei unteranderem eine deutliche Stärkung der Vertriebs- und Technologiekompetenz jenseits von Radio und Fernsehgerät.

Horst Saage, Mitglied des MDR-Rundfunkrates
Horst Saage, MDR-Rundfunkratsvorsitzender Bildrechte: MDR/Axel Berger

Mit dem Bericht über die Erfüllung des MDR-Entwicklungsplanes 2014 bis 2017 legt der MDR Rechenschaft über die Umsetzung seiner programmlichen Angebotsstrategie sowie der weiteren im Entwicklungsplan formulierten Ziele in Organisation, Technik, Medienpolitik und Finanzplanung ab. MDR-Rundfunkratsvorsitzender Horst Saage: "Der MDR ist mit diesem strategischen Steuerungselement und seiner kontinuierlichen, regelmäßigen Überprüfung und Justierung auf einem sehr guten Weg. Der Rundfunkrat wird auch den im Dezember verabschiedeten neuen Entwicklungsplan für die Jahre 2018 bis 2021 konstruktiv-kritisch begleiten. Wer als Multimediahaus eine führende Position einnehmen will, braucht den Willen zu steter Anpassung an die Veränderungen des digitalen Medienmarktes".

Zuletzt aktualisiert: 07. Mai 2018, 17:04 Uhr