MDR-Rundfunkrat | Leipzig, 06.05.2013 MDR hat sein Digitalradio-Angebot erweitert

Mittlerweile sind 80 Prozent der Fläche Mitteldeutschlands mobil mit DAB+ versorgt

Im Gleichklang mit der Inbetriebnahme neuer Senderstandorte für das digitale Radio hat der MDR seine Auswahl an Programmangeboten im Digitalstandard DAB+ ausgeweitet. Für MDR 1 RADIO SACHSEN können nun neben den Studios Leipzig und Dresden zusätzlich die Berichterstattung aus Chemnitz und Bautzen sowie die sorbische Programmfassung ausgewählt werden, teilte MDR-Intendantin Karola Wille dem MDR-Rundfunkrat in Leipzig mit. Neu sei außerdem eine weitere Regionalvariante von MDR 1 RADIO SACHSEN. Über "MDR Sachsen Extra" können nun über Digitalradio die Plenardebatten aus dem Sächsischen Landtag mitverfolgt werden.

Digitalradio
Bildrechte: MDR/Robert Hensel

Vom Ausbau des Digitalradio-Sendernetzes profitierten insbesondere die Programme MDR INFO und MDR SPUTNIK, erläuterte die Intendantin. Über UKW sei MDR SPUTNIK nur in Sachsen-Anhalt zu empfangen. Das Digitalradio ermögliche nun auch in Sachsen und Thüringen den Empfang von MDR SPUTNIK über Antenne. Auch für MDR INFO, das teils nur über ein lückenhaftes UKW-Sendernetz verfüge, verbesserten sich die Empfangsmöglichkeiten in Mitteldeutschland hörbar.

80 Prozent der Fläche Mitteldeutschlands sind nach dem jüngsten Ausbau mobil mit Digitalradio versorgt. 60 Prozent der Einwohner können auch zu Hause Digitalradio empfangen. Parallel zu diesem Ausbau sind die Mittelwellenfrequenzen von MDR INFO am 30. April 2013 abgeschaltet worden. Der MDR konzentriere sich nun auf die beiden zukunftsfähigen Hörfunkplattformen Digitalradio und UKW, sagte Wille und fügte hinzu: "Damit kommen wir auch einer Forderung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs nach, die eine Einstellung der Verbreitung von Hörfunkprogrammen über Lang- und Mittelwelle vorsieht".