MDR-Rundfunkrat | Leipzig, 28.10.2013 MDR-Rundfunkrat drängt auf öffentlich-rechtliches trimediales Jugendangebot

Der MDR-Rundfunkrat hat seine bereits im vergangenen Jahr erhobene Forderung nach einem öffentlich-rechtlichen Angebot speziell für jüngere Zuschauer bekräftigt. Mit Blick auf die Entscheidung der Ministerpräsidenten der Länder, vor einer endgültigen Zustimmung zu dem Projekt erst noch weitere Prüfungen zu Inhalten und Wirtschaftlichkeit eines solchen Jugendkanals zu veranlassen, drängt der Rundfunkrat auf eine zügige Ermächtigung für die Rundfunkanstalten.

"Wir können und wollen nicht länger warten", sagte MDR-Rundfunkratsvorsitzender Horst Saage. "Wenn wir die jungen Zuschauerinnen und Zuhörerinnen nicht verlieren wollen, dann ist ein öffentlich-rechtliches trimediales Jugendangebot die richtige Antwort". Die Rundfunkanstalten hätten in den zurückliegenden Monaten ihre Hausaufgaben gemacht und, wie verlangt, ein gemeinsames Projekt von ARD und ZDF vorgelegt, für das auch der finanzielle Rahmen abgesteckt ist. Der grundsätzlichen Zustimmung der Politik für ein auf die jüngere Zielgruppe zugeschnittenes trimediales Angebot müssten jetzt auch Taten folgen. Wie schon der NDR-Rundfunkrat in der vergangenen Woche appelliert auch das MDR-Aufsichtsgremium an die Verantwortlichen von ARD und ZDF und an die Länder, den Projektstart nicht noch weiter zu verzögern.

Der Rundfunkratsvorsitzende will in der nächsten Sitzung der Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) der ARD auch in diesem Gremium für den Start eines trimedialen Jugendangebots werben.