Weimarer Land Ettersburg

Ettersburg liegt im Kreis Weimarer Land. In der Nähe des Ortes begannen 1706 die Bauarbeiten für "Schloss und Park Ettersburg". Die Anlage gehört mitlerweile zum UNESCO-Welterbe. Das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald liegt südlich von Ettersburg auf dem Großen Ettersberg.

Historische Belege

  • (1079-1089) Eytersperg (Dobenecker I Nr. 964 S. 205)
  • 1095 (Abschrift 15. Jh.) in loco, qui dicitur Eyterspurg (Mainzer Urkundenbuch I Nr. 389 S. 295)
  • 1123 in Eideresburc (Mainzer Urkundenbuch I Nr. 505 S. 407)
  • 1147 Eiteresburc (Fuhrmann Ortsnamen Weimar, S. 20)
  • 1199 Heiteresburc (Fuhrmann Ortsnamen Weimar, S. 20)
  • 1227 Eitirsburg, Ettigsburg (Fuhrmann Ortsnamen Weimar, S. 20)
  • 1351 Etersborch, Eitirsburg (Fuhrmann Ortsnamen Weimar, S. 20)
  • 1407 Heytersburg (Fuhrmann Ortsnamen Weimar, S. 20)
  • 1450 Etersburg (Fuhrmann Ortsnamen Weimar, S. 20)
  • 1566 Ettersburgk (Fuhrmann Ortsnamen Weimar, S. 20)

Die Deutung ist nicht einfach. Auf jeden Fall sind aber Versuche, den Namen aus dem Keltischen oder Slawischen zu erklären, abzulehnen. Im zweiten Teil scheint -burg enthalten zu sein, aber man muss bedenken, dass in Ortsnamen -burg und -berg sehr schnell wechseln können. So gibt es -burg-Namen, wo nachweislich nie eine Burg gestanden hat.

Daher zögert auch W. Fuhrmann, den Namen einfach als "Burg eines Eitar" (diesen althochdeutschen Personennamen gibt es) zu stellen und vermutet daher, dass der Bergname älter ist; nicht zuletzt aus folgendem Grund: "Zu dieser Annahme berechtigt vor allem die Tatsache, dass die heutigen Fahnerschen Höhen in alter Zeit den gleichen Namen hatten: 1208 Eitirsberg, 1294 in monte qui vocatur Eitirsperc, 1349 Ateresberg prope Fanre. Daher sieht W. Fuhrmann in beiden das deutsche Wort Eiter, das in Ortsnamen die Bedeutung "Brennessel" gehabt haben dürfte (A. Bach, Deutsche Namenkunde. Die deutschen Ortsnamen, T. 2, Bd. 1, Heidelberg 1953, S. 334). Wir hätten also demnach einen bzw. zwei "Brennesselberge" vor uns.

Ettersburg im Ausnahmezustand
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Literatur: Die Ortsnamen des Stadt- und Landkreises Weimar
von W. Fuhrmann
Diss. Leipzig 1962, S. 20f.

Die Flurnamen des Herzogtums Gotha und die Forstnamen des Thüringerwaldes
von L. Gerbing
Jena 1910, S. 359.

Zuletzt aktualisiert: 16. März 2015, 10:48 Uhr