Luftbild Kahla
Bildrechte: GDI-Th, Freistaat Thueringen, TLVermGeo

Saale-Holzland-Kreis Kahla

Die Stadt Kahla liegt an der Saale und besitzt eine nahezu vollständig erhaltene Stadtmauer. Kahlas nähere Umgebung ist die durch die Landschaft des mittleren Saaletals geprägt. Unweit der Stadtgrenze im Osten erhebt sich die Leuchtenburg.

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Historische Belege: ca. 860 Cale, nach 918 Cale, 1184 von Cal, 1280 Call, 1486 Kahel, Kahl, 1516 Kala.

Während man früher an einen Zusammenhang mit dt. kahl, etwa im Sinn von "unbewaldet, unbewachsen" dachte, hat sich in letzter Zeit die Meinung durchgesetzt, dass ein slavischer Name vorliegt, der mit kal "Sumpf, Morast" zu verbinden ist. Dieses Wort ist dort weit verbreitet, zum Beispiel ukrain. kal "Sumpf, Schlamm, Schmutz", russ. kal "Kot, Unrat", poln. kaleń "Tümpel, dünner Schlamm", sorb. kał, kalnica "Dreck, Sumpf, Sumpflache

E. Eichler, Slawische Ortsnamen zwischen Saale und Neiße, Bd. 2, Bautzen 1987, Seite 10; H. Rosenkranz, Ortsnamen des Bezirkes Gera, Greiz 1982, Seite 17; J. Udolph, Studien zu slavischen Gewässernamen und Gewässerbezeichungen, Heidelberg 1979, Seite 171-182.

Literatur-Angaben "Slawische Ortsnamen zwischen Saale und Neiße"
E. Eichler, Bd. 2
Bautzen, 1987

"Ortsnamen des Bezirkes Gera"
H. Rosenkranz
Greiz, 1982

"Studien zu slavischen Gewässernamen und Gewässerbezeichungen"
J. Udolph
Heidelberg, 1979