Luftbildaufnahme von Niederpöllnitz
Bildrechte: GDI-Th, Freistaat Thueringen, TLVermGeo

Landkreis Greiz Niederpöllnitz

Niederpöllnitz liegt im Landkreis Greiz und wurde 1994 in die Gemeinde Harth-Pöllnitz eingegliedert.

Luftbildaufnahme von Niederpöllnitz
Bildrechte: GDI-Th, Freistaat Thueringen, TLVermGeo

Der Ortsname ist nicht zu trennen von Oberpöllnitz, Mittelpöllnitz, Mühlpöllnitz, Steinpöllnitz. Da auch in den alten Belegen nicht immer zu erkennen ist, welcher Ort eigentlich gemeint ist, können die Orte gemeinsam behandelt werden.

Historische Belege:

  • 1266 (Gotfridus de) Polniz
  • 1300 (Gerungus de Polnicz
  • 1308 domini (Lutolphus de) Pölnicz
  • 1310 Polnicz
  • 1341 Polnicz
  • 1358 (Gotschalk von) Polnycz
  • 1378 Mittelnpalnicz, -polnicz
  • 1404 Nydirn Polnicz
  • 1416 Nedernpolnicz
  • 1463 (Lutuolff) von Palnicz
  • 1537 Polnicz

Herleitung des Ortsnamens

Nach H. Rosenkranz wird die relativ offene und ebene Landschaft zwischen Triptis und Weida die Pöllnitz genannt. Alle Namen gehen letztlich auf den Flussnamen Pöllnitz, einen linken Nebenfluss der Auma, zurück.

Dieser kommt aus dem Slavischen und geht auf eine Grundform Polnica (= Polnitza) zurück. Enthalten ist eine Endung –ica und im ersten Teil slavisch pole, polje "(freies) Feld", so dass der Fluss etwa bedeutet haben dürfte: "durch freies, ebenes Feld fließend" oder "Fluss in offenem Gelände".

Literatur-Angabe: E. Eichler, Slawische Ortsnamen zwischen Saale und Neiße, Bd. 3, Bautzen 1993, S. 91.

H. Rosenkranz, Ortsnamen des Bezirkes Gera, Greiz 1982, S. 64.

E. Ulbricht, Das Flussgebiet der Thüringischen Saale, Halle 1957, S. 125.

Zuletzt aktualisiert: 10. Januar 2018, 10:59 Uhr