Ein Misthaufen auf einem Feld bei Schmira in Erfurt.
Die Erde gab Laskau wohl den Namen Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt

Saale-Orla-Kreis Laskau

Ungepflügte Äcker und Böden haben dem Ort Laskau seinen Namen gegeben. Der Name stammt aus dem Slawischen.

Ein Misthaufen auf einem Feld bei Schmira in Erfurt.
Die Erde gab Laskau wohl den Namen Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt

Historische Belege:

  • 1378: Laczk, Lazzig (RDMM, S.124)
  • 1498: Lassigk (Lehnbuch Saalfeld, S. 62)
  • 1507: Lassick (Lehnbuch Saalfeld, S. 237)
  • 1503: Lassick (Lehnbuch Saalfeld, S. 243)
  • 1515: Laschkau (Würdtein, Thuringia S. 116)
  • 1529: Laskau (Kirchenvisitationen, S. 85)

Zur Bedeutung des Ortsnamens:

Laskau ist zweifellos ein slawischer Name. Seine Deutung ist recht klar: Zugrunde liegt ein slawisches Wort, das im Sorbischen einmal als laz "Rodung" bestanden haben dürfte. Es hat Entsprechungen im Alttschechischen laz, láz "ungepflügter Boden, Acker", slovak., kroat., serbisch laz, poln. łaz "durch Rodung gewonnene Anbaufläche im Wald. Laskau selbst geht wohl auf eine Grundform *Laz(e)k zurück, eine Verkleinerungsform, so dass man in dem Ortsnamen ursprünglich eine "kleine Rodung" sehen kann.

Literatur-Angaben: E. Eichler: "Slawische Ortsnamen zwischen Saale und Neiße", Bd. 2, Bautzen 1987, S. 104:
H. Rosenkranz: "Ortsnamen des Bezirkes Gera", Greiz 1982, S. 72.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 24. Oktober 2018 | 11:10 Uhr