trächtige Kuh
Bildrechte: IMAGO

Landkreis Saalfeld-Rudolstadt Wickendorf

trächtige Kuh
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Historische Belege:

  • 1417 Wittichendorf (UB. Paulinzelle Nr. 345 S. 322)
  • 1870 Wickendorf (StaBur 43)

Zur Bedeutung des Ortsnamens:

Wie man sieht, gibt es nur wenige historische Belege für diesen kleinen Ort. Unter der Voraussetzung, dass man der Zuordnung des Beleges von 1417, der ja beträchtlich von der heutigen Ortsnamenform abweicht, vertrauen kann, darf man eine Erklärung wagen. Demnach enthält der Name im Grundwort hochdeutsch -dorf und im ersten Teil einen Vornamen, am ehesten ein Witticho oder Witiko. Dieser wird im allgemeinen zu deutschen Wort witu "Wald", niederdeutsch widu, verwandt mit engl. wood, gestellt. Das auslautende Element -ch- oder -k- ist eine verkosende Form, entspricht etwa der -chen-Endung in Heinzchen, Gerdchen u.ä. Es liegt demnach die "Siedlung eines Witticho" zugrunde.

Literatur-Angaben: * K. Casemir, U. Ohainski, J. Udolph, Die Ortsnamen des Landkreises Göttingen, Bielefeld 2003, S. 411-413.

* K.-H. Müller, Die Ortsnamen der Kreise Nordhausen und Worbis. Masch.-Schr. Hausarbeit Jena 1954, S. 209.

* J. Udolph, Namenkundliche Studien zum Germanenproblem, Berlin - New York 1994, S. 285.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 19. April 2018 | 11:10 Uhr