Shital erklärt Mut! So kannst du deine Angst überwinden!

Porträt von Shital Balser
Bildrechte: Jonas Bell/MDR

Es gibt ein paar Grundregeln: Wenn du Deine Ängste besser in den Griff bekommen möchtest, versuch es doch mal damit:

Dreimal pro Woche Sport

Treibe regelmäßig Sport und versuche  3 x 30 Minuten pro Woche zu trainieren und dabei deinen Puls auf über 140 Schläge pro Minute zu bringen. Das passiert beim Joggen, schnellen Radfahren, Ballspielen, Schwimmen und anderen Ausdauersportarten.

Wenig Zucker, wenig Kaffee, kein Aspartam

Versuche einige Lebensmittel ganz weg zu lassen oder weniger zu essen bzw. zu trinken: Das betrifft Zucker, koffeinhaltige Getränke wie z.B. Cola und für die Älteren unter euch auch Alkohol und Tabak. Stoffe, die darin enthalten sind können Ängste nämlich verstärken. Das liegt an bestimmten Botenstoffen, die dann in unserem Körper nicht mehr richtig funktionieren. Außerdem solltest Du folgendes Nahrungsmittel ganz weglassen: Aspartam. Es ist ein künstliches Süßungsmittel.

Tue es, obwohl du Angst hast

Warte nicht, bis die Angst weg ist, um bestimmte Dinge zu tun! Zum Beispiel: "Ich werde erst dann sprechen, wenn ich nicht mehr so aufgeregt bin!" Tue es, obwohl Du Angst hast.

Suche dir positive Gedanken

Wenn Du merkst, dass Du Angst bekommst oder dir Sorgen machst, dann sage dir innerlich "Hör auf!".  Dann suchst du dir einen positiven Gedanken. Du kannst dich selber motivieren und dir Mut machen, indem Du innerlich einfach sagst, "Ich schaffe das. Ich habe zwar Angst, aber ich schaffe das!"

Backe einen Kuchen

Lenke Dich ab. Mache Dinge, die Du gern tust; am besten mit Menschen, die Du echt gut leiden kannst. Das kann ein Kinobesuch sein, mit dem Hund rausgehen oder einen leckeren Kuchen backen ... Dir fällt bestimmt auch etwas Tolles ein!

Schnell auf der Stelle rennen

Ein ganz praktischer Tipp für Dich, wenn die Angst da ist und auch durch einen positiven Gedanken nicht mehr weggeht: Im Moment der Angst ganz schnell auf der Stelle rennen oder die Hände 20-mal fest zu Fäusten pressen.

Das Unangenehme zuerst

Vermeide nichts, was Dir unangenehm ist. Mach immer erst das Unangenehme zuerst!

Falls Du richtige Panikattacken haben solltest, sage zu Dir selbst:

"Ängste und alle komischen körperlichen Gefühle sind normal. Es sind nur stärkere Stressreaktionen."

"Die Angstreaktion, die ich gerade habe, ist nicht gefährlich!"

"Ich werde meine Angst nicht 'füttern', indem ich mir noch zusätzlich schlimme Dinge ausmale, die auch noch passieren könnten."

"Ich beobachte einfach alles, was passiert, und beschreibe mir selbst innerlich, was um mich herum tatsächlich geschieht."

"Ich bleibe in der Situation, die mir Angst macht, bis die Angst weggeht. Ich werde nicht vor der Angst fliehen!"

"Ich werde keine Situationen vermeiden, die mir Angst machen!"

"Wenn ich nicht vor der Angst weglaufe, kann ich beobachten, wie die Angst von alleine weniger wird."

"Ich bin stolz auf kleine Erfolge!"

Suche dir Hilfe

Wenn dir deine Ängste und Probleme zu groß vorkommen, um allein damit zurechtzukommen, dann suche dir unbedingt Hilfe. Diese Tipps können eine Unterstützung sein, aber ein Ersatz für eine Therapie bei starken Angststörungen sind sie nicht.

Die Tipps sind von Dipl.-Psych. Shital Balser

Suche dir Hilfe, wenn ... ... dir deine Ängste und Probleme zu groß vorkommen, um allein damit zurecht zu kommen.

Diese Tipps können eine Unterstützung sein, aber ein Ersatz für eine Therapie bei starken Angststörungen sind sie nicht.

Tipps von Dipl. Psych. Shital Balser

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